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  • XavierS

mehr als 1000 Beiträge seit 17.08.2020

Re: Sanktionen sind ein wichtiges Instrument.

Jens-Martin Rode schrieb am 19.02.2021 16:06:

Dass die Sanktionen gegen das syrische Regime auch negative Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben, bestreitet niemand. Die Zerstörungen hat aber die Politik Assad nach dem Motto "Assad, oder wir brennen das Land nieder!" angerichtet. Zerstörte Infrastruktur, Flucht auch der Fachkräfte, Kapitalflucht und der Verfall der Währung haben nur indirekt mit den Sanktionen zu tun. Zudem gelten Sanktionen nicht für humanitäre Güter.

Mal anders gefragt:

Wem in Syrien nützt es etwas, wenn Asma al Assad mit ihrer VISA Gold unlimited Card jetzt dank Aufhebung der Sanktionen bei Harrods in London wieder unbehelligt einkaufen kann?

Warum schafft es Russland, mit Millionen und Abermillionenbeträgen in Syrien die neusten Waffen auszuprobieren, aber nicht eine neue Bäckerei?

Frage über Fragen....

Die Sanktionen könnten schon morgen aufgehoben werden, wenn das Regime den Weg frei macht für die Freilassung der politischen Gefangenen, Ahndung seiner Verbrechen und einen glaubhaften politischen Übergangsprozess.

Putin bot schon 2012 Assad's Rücktritt an. Der Westen und die Amerikaner hatten dieses Angebot abgelehnt.
Assad wird als Bösewicht in der Region für den Westen gebraucht. Und Putin braucht man als den Sündenbock, falls es zu einer neuen Migrationswelle kommt, damit das alles Putin und Assads Krieg in Syrien in die Schuhe schieben kann.

https://www.theguardian.com/world/2015/sep/15/west-ignored-russian-offer-in-2012-to-have-syrias-assad-step-aside

https://www.n-tv.de/politik/Verspielte-der-Westen-den-Ruecktritt-Assads-article15933396.html

Was soll man da machen , wenn im Pentagon inkompetente Leute sitzen?

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