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    Antwort auf Warum überhaupt studieren? von mitwirker.

    mitwirker schrieb am 19.04.2021 14:23:

    Mit einer guten Lehre verdient man mehr und früher, teilweise kann man das durch Mehrverdienst nach Studium nicht ausgeleichen.

    Handwerker sind gefragt wie nie.

    Das mag für einzelne Personen stimmen, die besser eine Handwerkerausbildung machen als mit einem Studium zu scheitern. So wie es ja auch umgekehrt sein kann. Allerdings verdienen Studierte während ihres Lebens im Durchschnitt erheblich mehr als Handwerker. Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/288922/umfrage/durchschnittliche-lebensverdienste-in-deutschland-nach-bildungsabschluss/

    Am wichtigsten ist es seinen zukünftigen Beruf aufgrund von Neigung, Talent und Fähigkeiten auszusuchen und nicht nur (aber auch) auf zukünftige Einkommen zu setzen. Ein motivierter und talentierter Handwerker kann mehr Geld verdienen und mehr Spaß am Beruf haben als ein unmotivierter Akademiker, der sich durchs Studium gequält hat, nur weil er auf das größere Gehalt aus war.

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    Antwort auf Re: Warum überhaupt studieren? von Karolis.

    Karolis schrieb am 19.04.2021 18:52:

    Handwerker zahlen mit Lebenszeit. Sie sterben locker zehn Jahre früher.

    10 Jahre früher sterben langjährige Hartz IV Empfänger. Dazu gehören aber auch viele Menschen mit speziellen Problemen (z.B. Drogenmissbrauch, schwere langwierige Erkrankungen). Unter Berufstätigen ist der Abstand zwischen den untersten und den höchsten Einkommensgruppen bei etwa 5 Jahren. Handwerker liegen im Einkommen eher im Mittelfeld. Die höchste Lebenserwartung haben in allen Einkommensgruppen Beamte.
    Quelle: https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-sicherer-job-hohe-lebenserwartung-8313.htm

    Einfach mal Regierungsdirektor werden, dann lebt man länger. Allerdings nur, wenn man nicht vor der Beförderung stirbt. Dann trägt man zur Verkürzung der Lebenszeit der unteren Einkommensgruppen bei. Soweit zu den Tücken solcher Statistiken.

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    Antwort auf Re: Warum überhaupt studieren? von Friedolinchen.

    Friedolinchen schrieb am 19.04.2021 21:08:

    mitwirker schrieb am 19.04.2021 14:23:

    Mit einer guten Lehre verdient man mehr und früher, teilweise kann man das durch Mehrverdienst nach Studium nicht ausgeleichen.

    Handwerker sind gefragt wie nie.

    Das mag für einzelne Personen stimmen, die besser eine Handwerkerausbildung machen als mit einem Studium zu scheitern. So wie es ja auch umgekehrt sein kann. Allerdings verdienen Studierte während ihres Lebens im Durchschnitt erheblich mehr als Handwerker. Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/288922/umfrage/durchschnittliche-lebensverdienste-in-deutschland-nach-bildungsabschluss/

    Am wichtigsten ist es seinen zukünftigen Beruf aufgrund von Neigung, Talent und Fähigkeiten auszusuchen und nicht nur (aber auch) auf zukünftige Einkommen zu setzen. Ein motivierter und talentierter Handwerker kann mehr Geld verdienen und mehr Spaß am Beruf haben als ein unmotivierter Akademiker, der sich durchs Studium gequält hat, nur weil er auf das größere Gehalt aus war.

    Das meinte ich auch, viele wären besser bedient ohne Studium.

    Aber das ist ein Argument für die Studiengebühren, der höhere Verdienst muss nicht noch subventioniert werden.

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    Antwort auf Re: Warum überhaupt studieren? von mitwirker.

    mitwirker schrieb am 20.04.2021 13:22:

    Aber das ist ein Argument für die Studiengebühren, der höhere Verdienst muss nicht noch subventioniert werden.

    Studierte zahlen die Studienkosten mehrfach in Form von Steuern und vermiedenen Sozialbeiträgen zurück!
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Studiengebuehren-Comeback-nicht-ausgeschlossen/Re-Die-Benachteiligung-faengt-schon-durch-die-linke-Schulpolitik-an/posting-38754063/show/

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    Re: Zustimmung

    Antwort auf Warum überhaupt studieren? von mitwirker.

    Vor "Urzeiten" haben sich bei mir (IT Abteilung) junge Leute mit Handwerkausbildung beworben, die vom Arbeitsamt in 6 Monaten auf irgendwas-Administrator umgeschult wurden (war aber aussichtslos).

    Heute wären die wieder als Handwerker gefragt.

    Selbst ein Master in Informatik (hab selber einen), ist gegenüber dem Bachelor finanziell ein negatives Geschäft, ebenso Promotion.
    Die Masterquote ist bei uns höher (50%) als in den USA (vermutlich weil es scheinbar umsonst ist), trotzdem sind die USA führend.

    In den USA kommt unter dem Bachelor eben nur "ungelernte Hilfskraft", das kennen wir so nicht.

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    Antwort auf Re: Zustimmung von thombrei.

    thombrei schrieb am 20.04.2021 16:24:

    Vor "Urzeiten" haben sich bei mir (IT Abteilung) junge Leute mit Handwerkausbildung beworben, die vom Arbeitsamt in 6 Monaten auf irgendwas-Administrator umgeschult wurden (war aber aussichtslos).

    Heute wären die wieder als Handwerker gefragt.

    Selbst ein Master in Informatik (hab selber einen), ist gegenüber dem Bachelor finanziell ein negatives Geschäft, ebenso Promotion.
    Die Masterquote ist bei uns höher (50%) als in den USA (vermutlich weil es scheinbar umsonst ist), trotzdem sind die USA führend.

    In den USA kommt unter dem Bachelor eben nur "ungelernte Hilfskraft", das kennen wir so nicht.

    Die Umschulungen sind bis auf die ganz teuren rausgeschmissenes Geld, welche keiner machen würde wenn er sie selber bezahlen müsste.

    Sollte die Master Quote in USA eigentlich dann nicht höher sein, wenn der Bacherlor nix wert ist?

    Inzwischen testen die Firmen die Aspiranten ja selber um zu sehen was die drauf haben, weil eben die Abschlüsse nix mehr bedeuten

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    Antwort auf Re: Warum überhaupt studieren? von Karolis.

    Karolis schrieb am 19.04.2021 18:52:

    Handwerker zahlen mit Lebenszeit. Sie sterben locker zehn Jahre früher.

    Hm, verwechselst Du da nicht was?
    Arme sterben 10 Jahre früher. Auch früher an Corona.
    Handwerker sind keine armen Leute.
    Handwerker sind bis zum Meister speziell ausgebildete Leute, mit speziellen Interessen und Spaß an der Sache. (Bob der Baumeister).
    Der Ausbildungsgrad bis zum Meister kann sich durchaus mit einer Hochschulreife messen. Auch wenn Literatur, Historie, klassische Musik in den Ausbildungsgängen nicht so gefragt sein werden.
    Trotzdem ist auch das Kunsthandwerk keine ausschließliche Domäne in den Hochschulen.
    Nur dass ein Handwerker bis dahin tatsächlich schon so etwas wie Führung, Management und Fachwissen erworben hat, welches wertvolle Arbeitsplätze schafft - auch essentielle Arbeitsplätze. Ohne bsp. Klo, Heizung, schimmelfreie Wohnungen und gesundes Essen lebt es sich halt nicht so gut.

    Wer ist eigentlich auf die Schnapsidee gekommen, Hochschulreife als ein Privileg zu verkaufen?

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    Antwort auf Re: Warum überhaupt studieren? von Ch.Bukowski.

    Ch.Bukowski schrieb am 19.04.2021 14:51:

    2. Solange der Einkommensteuersatz unter 100% bleibt und der interne Zinsfuß zur Berechnung des Vorteils früher Einnahmen keinen exorbitanten Wert annimmt wirst Du mit dem ersten Satz Deiner Aussage Unrecht haben, aber ich höre dieses Mantra immer wieder gern :-)

    Kommt auf den Abschluss an. Wenn man das Durchschnittseinkommen von Absolventen irgendwelcher geisteswissenschaftlicher Orchideenfächer mit handwerklichen Berufen vergleicht, dann mag das schon zutreffen.

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    Antwort auf Re: Warum überhaupt studieren? von Friedolinchen.

    Aber nicht generell, wahrscheinlich trifft das nur auf die Mint-Fächer und ein paar andere zu, beim typischen Geisteswissenschaftler habe ich da berechtigte Zweifel.

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    Antwort auf Re: Warum überhaupt studieren? von mitwirker.

    mitwirker schrieb am 21.04.2021 13:27:

    Aber nicht generell, wahrscheinlich trifft das nur auf die Mint-Fächer und ein paar andere zu, beim typischen Geisteswissenschaftler habe ich da berechtigte Zweifel.

    Im Durchschnitt, da gibt es eben manche die deutlich darüber liegen und andere die darunter liegen. Das gilt übrigens genauso für Handwerker. Ihre Zweifel können Sie durch Internetsuche beruhigen. Da werden Sie sich wundern, wieviel Geisteswissenschaftler verdienen.

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