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612 Beiträge seit 03.02.2022

Wie soll das funktionieren?

Der politisch gewünschte schnellere Roll out der Smart Meter könnte für den Netzbetrieb signifikante Vorteile bieten, wenn dann im Bedarfsfalle große Verbraucher im Verteilnetz wie Wärmepumpen und Wallboxen für E-Mobile gedrosselt und gedimmt werden können, ohne dass der Verbraucher dadurch einen Komfortverlust erleidet.

Ich verstehe das nicht!
- So ein Smart Meter muss also vor jedem Verbraucher sitzen?
- Wie kann ich Strom dimmen? Wie bei LED durch Pulsweitenmodulation im Smart Meter?
- Wenn es im Winter kalt, windarm und dunkel ist, ist eine abgeschaltete/"gedimmte" Wärmepumpe kein Komfortverlust?
- Wie halte ich mein Warmwasser über 60 Grad Celsius? (Legionellen und anderes Ungeziefer)

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  • Avatar von Timothy_Truckle
    • Timothy_Truckle

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.01.2002

    Antwort auf Wie soll das funktionieren? von .

    Diesemmel schrieb am 23.05.2023 20:28:

    Der politisch gewünschte schnellere Roll out der Smart Meter könnte für den Netzbetrieb signifikante Vorteile bieten, wenn dann im Bedarfsfalle große Verbraucher im Verteilnetz wie Wärmepumpen und Wallboxen für E-Mobile gedrosselt und gedimmt werden können, ohne dass der Verbraucher dadurch einen Komfortverlust erleidet.

    Ich verstehe das nicht!

    Bin mir noch nicht sicher, ob Du das überhaupt willst. Deine Fragen deuten nicht gerade darauf hin...

    - So ein Smart Meter muss also vor jedem Verbraucher sitzen?

    Es soll den normalen Stromzähler im Haus ersetzten, also nein.
    Könnte man wissen, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen würde.

    - Wie kann ich Strom dimmen? Wie bei LED durch Pulsweitenmodulation im Smart Meter?

    Nein, der Smartmeter misst nur.
    Für die Reduzierung des Stromverbrauchs musst Du selbst sorgen.

    - Wenn es im Winter kalt, windarm und dunkel ist, ist eine abgeschaltete/"gedimmte" Wärmepumpe kein Komfortverlust?

    Die Sperrzeiten sind gelegentlich zu den Spitzenverbrauchszeiten je eine Stunde morgens und abends. Und die Novelle des Gesetztes sieht vor, dass währen dieser 2 "Sperr"-Stunden am Tag immer noch 5kW aus dem Netz gezogen werden darf. Das reicht einer Wärmepumpe um die Wohnung warm und das Wasser heiß zu halten. Für das Licht sowieso.

    Und überhaupt passiert die Abregelung nicht, weil zu wenig Strom erzeugt würde, sondern um beim Ausbau des Verteilnetzes sparen zu können ohne eine Überlastung desselben zu riskieren.

    - Wie halte ich mein Warmwasser über 60 Grad Celsius? (Legionellen und anderes Ungeziefer)

    Das Wasser muss nicht durchgehend über 60°C heiß sein, Üblicher Weise wird ein Pufferspeicher nur ein mal pro Woche für 'ne knappe Stunde auf mehr als 60°C hoch geheizt. Dass passiert üblicher Weise nachts, weit außerhalb der Sperrzeiten.

    Das ist alles kein Geheimwissen, sondern in allen seriösen Quellen, und sogar hier im Forum nachzulesen. Aber man kann sich auch dumm stellen und den Untergang des Abendlandes herauf beschwören, weil einem die Panikmache der ersten Oppositionspartei mit Regierungsverantwortung so gut ins Weltbild passt...

    bye
    TT

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  • Avatar von Fremdkraft
    • Fremdkraft

    75 Beiträge seit 19.03.2016

    Antwort auf Re: Wie soll das funktionieren? von Timothy_Truckle.

    Bei einem sogenannten.Schichtenspeicher ist die Legionellengefahr sowieso nicht mehr gegeben, also die >60°C sind nicht mehr notwendig.

    Gruß
    Patrick

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    612 Beiträge seit 03.02.2022

    Antwort auf Re: Wie soll das funktionieren? von Timothy_Truckle.

    Nein, der Smartmeter misst nur.
    Für die Reduzierung des Stromverbrauchs musst Du selbst sorgen.

    Die Sperrzeiten sind gelegentlich zu den Spitzenverbrauchszeiten je eine Stunde morgens und abends. Und die Novelle des Gesetztes sieht vor, dass währen dieser 2 "Sperr"-Stunden am Tag immer noch 5kW aus dem Netz gezogen werden darf.

    ??? Sperrzeit? Kein Strom? 5kW? wie soll das geregelt werden? Rein technisch, ich ziehe 4,9 kW, Alles top, ich will 5,1 kW, kriege aber nur 5 kW.
    Wie soll das technisch realisiert werden?

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    612 Beiträge seit 03.02.2022

    Antwort auf Re: Wie soll das funktionieren? von Fremdkraft.

    Bei einem sogenannten.Schichtenspeicher

    Schichtenspeicher ? Auch da muss ich die oberste Schicht auf über 60 Grad Celsius per Wärmepumpe bringen und darf dann nicht zu viel entnehmen, damit die obere Schicht nicht unter die 60 Grad fällt.

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  • Avatar von Timothy_Truckle
    • Timothy_Truckle

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.01.2002

    Antwort auf Re: Wie soll das funktionieren? von .

    Diesemmel schrieb am 23.05.2023 21:50:

    Nein, der Smartmeter misst nur.
    Für die Reduzierung des Stromverbrauchs musst Du selbst sorgen.

    Die Sperrzeiten sind gelegentlich zu den Spitzenverbrauchszeiten je eine Stunde morgens und abends. Und die Novelle des Gesetztes sieht vor, dass währen dieser 2 "Sperr"-Stunden am Tag immer noch 5kW aus dem Netz gezogen werden darf.

    ??? Sperrzeit? Kein Strom? 5kW? wie soll das geregelt werden? Rein technisch, ich ziehe 4,9 kW, Alles top, ich will 5,1 kW, kriege aber nur 5 kW.
    Wie soll das technisch realisiert werden?

    Das Zauberwort ist "Steuerbare Lasten".
    Über eine moderne Version des guten alten Rundsteuerempfängers bekommst Du vom Netzbetreiber ein Signal, dass jetzt Sperrzeit ist und Du nicht mehr als 5kW aus dem Netz ziehen darfst. Moderne IT-Kommunikation macht's möglich. 5G schon mal gehört?

    Es liegt in Deiner Verantwortung, das in Deinem Haus umzusetzen. Es ist also Deine Entscheidung, wie Du die 5kW im Haus verteilst. Manuell wird da nichts gehen also wirst Du eine Lastmanagementlösung brauchen, die das entsprechen Deiner Prioritäten regelt: Beispielsweise könnte man Licht, Fernseher und Herd bevorzugen und die Restleistung entweder der WP oder der Wallbox zukommen lassen. Das machen Leute mit PV heute schon mit dem Überschuss ihrer Anlage so, wenn der schwächelt.

    Wärmepumpen und Wallboxen können schon heute mit diesen Signalen um gehen.

    Und bevor Du fragst: ja, dass setzt auf die Kooperation der Teilnehmer, die dafür im Gegenzug auch Strom mit geringeren Netzgebühren bekommen, die aber auch heftige Strafen erwarten, wenn es doch zum Blackout kommt und man jemandem (per Smartmeter) nachweist, dass er trotz Sperrzeit mehr als die erlaubten 5kW gezogen hat.
    Und nein, weil einige ein-zweihundert Watt drüber liegen wird das Netz nicht zusammenbrechen, nur wenn sich hinreichend viele gar nicht daran halten.

    Alles in allem eine gute Lösung auf Basis der viel gepriesenen Eigenverantwortung und keine Bevormundung durch Verbote (hartes Abschalten).

    Und jetzt Du wieder mit Deinen Bedenken, das das ja alles zu scheitern verurteilt wäre...

    bye
    TT

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  • Avatar von Orca30
    • Orca30

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.11.2004

    Antwort auf Re: Wie soll das funktionieren? von Timothy_Truckle.

    Timothy_Truckle schrieb am 24.05.2023 02:04:

    Und bevor Du fragst: ja, dass setzt auf die Kooperation der Teilnehmer, die dafür im Gegenzug auch Strom mit geringeren Netzgebühren bekommen, die aber auch heftige Strafen erwarten, wenn es doch zum Blackout kommt und man jemandem (per Smartmeter) nachweist, dass er trotz Sperrzeit mehr als die erlaubten 5kW gezogen hat.

    Das ist nur fair. Wenn die Frau tatsächlich auf die Idee kommt, abends um 6 den Fön an eine ungeregete Steckdose zu stecken muss das härteste Konsequenzen haben.

    Ich würde mal mit einem halben Jahr Stromsperre anfangen.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Der Strompreis steigt in Summe allerdings weiter an

    Antwort auf Re: Wie soll das funktionieren? von Timothy_Truckle.

    Und bevor Du fragst: ja, dass setzt auf die Kooperation der Teilnehmer, die dafür im Gegenzug auch Strom mit geringeren Netzgebühren bekommen

    Die Kooperation ist erforderlich und daher mit den zur Verfügung stehenden Mitteln erzwungen werden, aber geringere Strompreise wird es dafür nicht geben. Immerhin muß der ganze Organisationsaufwand bezahlt werden, lauter sogenannte "intelligente" Geräte müssen bezahlt werden... d.h. der Strom wird insgesamt deutlich teurer werden.

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    • Fremdkraft

    75 Beiträge seit 19.03.2016

    Antwort auf Re: Wie soll das funktionieren? von .

    Diesemmel schrieb am 23.05.2023 21:57:

    Bei einem sogenannten.Schichtenspeicher

    Schichtenspeicher ? Auch da muss ich die oberste Schicht auf über 60 Grad Celsius per Wärmepumpe bringen und darf dann nicht zu viel entnehmen, damit die obere Schicht nicht unter die 60 Grad fällt.

    Nein, in einem Schichtenspeicher wird das Brauchwasser in einem spiralförmigen Wellrohr durch das geschichtete Wasser erwärmt, da die Schichten sich nicht durchmischen dürfen. Oberfläche fur den Wärmeaustausch > 7 m². Es ist also ein Durchlauferhitzer, nur mit erwärmten Wasser statt Strom oder Gas als Heizung. Und da kommen dann nicht vorhandenen Legionellen ins Spiel oder hast Du schonmal einen Durchlauferhitzer gesehen, der immer auf 60°C gehalten wird?

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