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  • Naturzucker

mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

Vorwurf: rund 2.000 vorzeitige Todesfälle jährlich

Ohne die Nutzung fossiler Ressourcen, die erst die Entwicklung von Jägern, Sammler und Bauern zu unserer modernen Industriegesellschaft möglich gemacht hat, wäre diese mutmaßlich durch Feinstaub oder was auch immer vorzeit Verstorbenen mutmaßlich nie geboren worden. Oder sie wären vorzeit an Hunger, Dürre oder simplen Krankheiten gestorben, weil halt ohne den pösen fossilen Kapitalismus auch nie die moderne Medizin so weit entwickelt worden wäre.

Mir ist diese Masche, dass bestimmte Kreise sich ungefragt zum Anwalt von vermeintlichen Opfern aufspielen, diese zuweilen sogar frei erfinden oder solche gezielt casten, um der Mehrheit abseits demokratischer Prozesse ihren Willen aufzunötigen und sie mit ihrer Ideologie zwangszubeglücken, zutiefst zuwider.

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    • Kritischer Aktionär

    3 Beiträge seit 30.09.2022

    Antwort auf Vorwurf: rund 2.000 vorzeitige Todesfälle jährlich von Naturzucker.

    Sehr geehrter Naturzucker,

    leider handelt es sich bei den Menschen, die im Juli 2021 aufgrund der Extremwetterereignisse im Ahrtal, an der Erft und anderenorts starben, nicht um "vermeintliche Opfer", sondern um ganz reale Opfer der menschengemachten Klimakatasrophe. Was soll daran frei erfunden oder gezielt gecastet sein?
    Die Strafanzeige gegen RWE Power wegen Tötungsdelikten von 15 Rechtsanwälten, einer Rechtsprofessorin, einer Klimawissenschaftlerin und einem Kinderarzt basiert auf wissenschaftlichen Studien und Recherchen über den Konzern RWE.

    Die wissenschaftlichen Fakten liegen auf dem Tisch, man muss sie nur zur Kenntnis nehmen wollen:
    - Kohle ist der klimaschädlichste Brennstoff und verantwortlich für über 40 % der
    globalen, energiebedingten CO2-Emissionen und für mehr als 25% der gesamten
    Treibhausgasemissionen. Dies gilt insbesondere für die Braunkohle. Bei der Braunkohleförderung nimmt Deutschland weltweit den ersten Platz ein.
    - Bereits nicht mehr reversible Veränderungen des Weltklimas sind eingetreten.
    Zahlreiche Schäden, auch solche existenzieller Art, sei es für das Leben, sei es für
    die Existenzgrundlagen der Menschen wie Behausung, Lebensumfeld, Wasser
    und Bewirtschaftungsmöglichkeiten, haben sich realisiert.
    - Schon heute gibt es Ströme von Klimaflüchtlingen, die ihre Heimat wegen der Unerträglichkeit der klimatischen Verhältnisse, wegen Überschwemmungen, Stürmen u.s.w., verlassen mussten. Die Wissenschaftszeitschrift Lancet kommt in
    Übereinstimmung mit 24 internationalen Institutionen zu der Einschätzung, dass
    bis zum Ende des Jahrhunderts mit mehr als einer Milliarde Klimamigranten zu
    rechnen sei.

    Vielleicht gab es ja auch in Ihrer Umgebung Flutopfer (2021), Hitzetote (Sommer 2022) oder durch Emissionen der Kohlekraftwerke geschädigte oder frühzeitig daran verstorbene Menschen (die ganzen letzten Jahrzehnte lang).

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