Dabei ist es kontraproduktiv, Kritik pressewirksam zu verkünden. Angemessener ist es in derartigen Situationen, diskret und höflich, aber bestimmt gegenüber den Gesprächspartnern aufzutreten, anstatt darauf zu schielen, wie Punkte beim heimischen Wahlvolk gesammelt werden könnten. Das wäre dann tatsächlich ein "Dialog auf Augenhöhe".
Woher weiß der Autor, was sonst noch "diskret und höflich" besprochen und gerade bewusst nicht "pressewirksam" verkündet wurde? Fanden alle Gespräche öffentlich statt? Baerbock war immerhin 2 Tage dort.
Angesichts solcher inneren Spannungen scheint es – je nach Lesart – entweder leichtfertig oder irreführend, wenn Annalena Baerbock, die deutsche Außenministerin, in Delhi barfüßig Gandhi ehrt.
Aus Formulierungen wie dieser ist zu entnehmen, dass der Autor nicht nur Baerbock nicht leiden kann (wen interessiert das?), sondern offenbar auch von Diplomatie keinen Schimmer hat. Zum einen ist es zum Amtsantritt keine schlechte Idee, das Grab des Anführers der Unabhängigkeitsbewegung zu besuchen (ist auch nicht so, dass andere das nicht täten), zum anderen wäre es eine Beleidigung, dies nicht barfuß zu tun.
Ist das die neutrale Berichterstattung die Telepolis gerade vor wenigen Tagen noch so sehr in den Vordergrund stellte?
Flinx