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Avatar von Grober_Unfug
  • Grober_Unfug

mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2003

Nicht vergessen sollte man bei allen Raumfahrtprojekten

das sind kein Sprints - das sind Marathons.
D.h. die ganze Lieferkette muss fehlerfrei laufen (hallo Apollo 13). Die Statik der wiederverwendbaren, teuren Leichtbaukomponenten muss für die Wiederverwendung sehr sorgfältig überprüft werden - bis man Erfahrungswerte bezüglich Materialermüdung hat.
Auch die verwendeten Methoden müssen regelmäßig überprüft und mit viel (für einen Regelbetrieb eigentlich überflüssiger) Sensorik ausgestattet werden.
Die Statistik ist gegen einen, wenn man 100000 Teile wieder und wieder fliegen lässt - bei denen kein einziges - ausfallen darf. Das klappt ja schon bei viel primitiveren Flugzeugen nur so mittel (hallo Boeing).
Die Wahrscheinlichkeit für ein unvorhersehbares Versagen dieser Systeme in den nächsten 10 Jahren würde ich aus dem Bauch heraus auf nahezu 100% schätzen.
Das heißt nicht, dass dieser Technik nicht die Zukunft gehört. Da wird vieles richtig gemacht, was bei SpaceShuttle dramatisch falsch konzipiert wurde.

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  • Avatar von Protte_
    • Protte_

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.10.2014

    Antwort auf Nicht vergessen sollte man bei allen Raumfahrtprojekten von Grober_Unfug.

    Um das Problem zu umgehen fährt SpaceX und auch Tesla eine starke vertikale Integration. Es wird so viel wie möglich Inhouse gefertigt. Extern besteht immer eine 2nd source Reglung kann die nicht eingehalten werden. Wird sehr schnell die IP gekauft oder gleich die ganze Firma integriert.

    In der Luft- und Raumfahrt wird vieles über Redundanzen gelöst.
    Materialermüdung wird in den meisten Fällen vorher detektiert. Die verwendeten Materialen zeigen Anzeichen bevor es zum totalversagen kommt. Wenn es zum Katastrophalen Fehler kommt ist es selten nur die Ursache Material.

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