Gratulation! Du bringst die komplett widerlegte neoklassische VWL gut rüber. ;-)
1. Der Staat kann sehr wohl mehr ausgeben als er einnimmt, indem er Kredite aufnimmt.
2. Diese Mehrausgaben führen nicht zu einer erhöhten Inflation, wenn die gesamte globalisierte Wirtschaft in der Lage ist auf die erhöhte Nachfrage mit einem höheren Angebot zu reagieren. Und das ist bei Industriegütern grundsätzlich immer der Fall.
Warum haben die Staaten mit den höchsten Geldmengenausweitungen (Schweiz und Japan) die niedrigsten Inflationsraten?
3. Unternehmen investieren nur wenn die entsprechende Nachfrage da ist. Ist sie das nicht, dann kannst du den Unternehmen Geld schenken und sie werden es trotzdem nicht für Investitionen verwenden.
4. Investitionen/Kreditvergaben sind unabhängig von Spareinlagen. Die Banken schöpfen das für die Kreditvergaben benötigte Giralgeld aus dem Nichts.
5. Für das Wirtschaftswachstum ist es egal für was der Staat das Geld ausgibt. Man kann eine Brücke ins Nichts bauen lassen.
6. Als Sozialismus wird das staatliche Eigentum an allen oder dem überwiegenden Teil der Produktionsmittel in einer Volkswirtschaft verstanden. Zumindest wird das in den Wirtschaftsfächern an deutschen Schulen und Universitäten so gelernt. Wenn du also die Grünen und die SPD als sozialistisch bezeichnet, dann muss man dir unterstellen, dass du in Deutschland nicht an Wirtschaftsfächern teilgenommen hast.
7. Ein Staat kann nicht pleite gehen, wenn er sich in seiner eigenen Währung verschuldet und seine Zentralbank (für die Eurozonenländer ist das die EZB) weiß was zu tun ist.