Die Vorgehensweise des Tagesspiegel ist Symptom für die fortschreitende Erosion der deutschen Debattenkultur und eines tatsächlich – und nicht nur relativ! – freien öffentlichen Diskurses in den demokratischen Gesellschaften. Sprachpolizei, Cancel-Culture und die diskursverengende, zur Willkür einladende Rede vom "angemessenen Ton" stehen für seine Zerstörung und einen neuen Extremismus der Mitte.
Einspruch! Es sind ja gerade Bürger aus der Mitte des Volkes, die wöchentlich gegen willkürliche und übergriffige Maßnahmen auf die Straße gehen.
Der Extremismus bei der Durchsetzung gleich welcher Maßnahmen, Cancel Culture, Ausgrenzung etc. geht von der politischen "Elite" bzw. denen aus, die sich für die "Elite" des Landes halten, sich aber bei genauerer Betrachtung als geistige Tiefflieger erweisen, die nicht einmal so intellektuell beschlagen sind, dass sie auch einmal eine andere als ihre eigene Meinung aushalten.
Der alte Spruch "und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein" trifft unverändert auf geistig wenig beschlagene, eindimensional gestrickte Gemüter zu, denen es an elementarsten intellektuellen wie geistigen Fähigkeiten mangelt, sich auf einer höheren Ebene als der puren Gewalt mit anderen Menschen auseinander zu setzen.
Das Löschen von kritischen Artikeln ist Ausdruck der intellektuellen wie geistigen Armut.
Und leider sind es genau diese Leute, die heute in den Parteien den Ton angeben und in den Leitmedien dafür sorgen, dass die Bürger die passend zur eigenen Filterblase gefilterten Informationen erhalten.