Man kann sich drüber streiten, ob aufgrund des historischen Kontext das Tragen eines Judensterns mit einer Spritze gerechtfertigt, angemessen oder ethisch wie moralisch korrekt ist.
Einerseits lebt Protest nun mal von Übertreibung und andererseits finden sich sicherlich in den Archiven auch genügend Beispiele, wo zu anderen Gelegenheiten dieses Symbol des Terrors des Dritten Reichs anderweitig genutzt wurde, auch von Linken. Dort schaut nur keiner nach, weil alle, die wie Glucken auf den Archiven sitzen und sich als Deuter der öffentlichen Meinung aufspielen, sich mehrheitlich selbst zum Kumpanen der Corona-Maßnahmen Politik gemacht haben.
In diesem konkreten Fall geht es daher wohl weniger um eine echte Abgrenzung zum Terror im Dritten Reich, sondern wie schon bei vielen Argumentationsmustern darum, den Protest gegen willkürliche Corona-Maßnahmen zu diskreditieren und stigmatisieren.
sondern darum, den Staat der Pandemie-Politik, also demokratisch legitimierte Personen und Institutionen
LOL. Die wenigstens Politiker wurden vom Bürger gewählt. Sie haben alle die innerparteiliche Ochsentour und damit einen Ausleseprozess durchlaufen, mit dem systematisch verhindert wird, dass Bürger aus dem Volk den Weg in die Volksvertretungen schaffen. Wieviele Arbeiter sitzen denn derzeit im Bundestag?
, mit den Nazis gleichzusetzen, und darum, indirekt die Rede von einer "Corona-Diktatur" zu legitimieren,
Es ist nicht die Schuld der Demonstranten, dass sich die aktuelle Politik phasenweise der Methoden und Rhetorik bedient, wie sie im Dritten Reich üblich war, um Juden als Sündenböcke zu präsentieren und ihnen elementarste Bürgerrechte streitig zu machen.
Nochmal: in der Konsequenz liegen für die Betroffenen Welten dazwischen. Es liegt auf der Hand, dass zwischen KZ, Massenmord, Vertreibung und Entrechtung, Entmenschlichung und Stigmatisierung im Dritten Reich und den Übergriffen auf heutige Gegner von Corona-Maßnahmen Welten liegen.
Aber die Methoden, mit denen die Politik gegen Ungeimpfte hetzt, Fakten verdreht und andere Ansichten und deren Vertreter ausgrenzt, gleichen denen des Dritten Reichs. Und man kann durchaus zu dem Schluß kommen, dass mit faktischen Berufsverboten für Ungeimpfte sowie Einschränkungen elementarster Bürgerrechte ein Weg beschritten wurde, der gewisse Parallelen zu Vorgängen nach 1936 aufweist. Ebenso wie der Verbannung anderer Ansichten aus dem öffentlichen Raum parallelen zu Bücherverbrennungen aufweist. Die dahinter steckende Ideologie, alles, was sich nicht ins eigene Weltbild und Schema pressen lässt, systematisch aus dem öffentlichen Raum zu verbannen, weist aus meiner Sicht schon erschreckende Parallelen auf. Aber auch hier mit der deutlichen Einschränkung versehen, dass die Ideologie der Nazis in ihrem Unterbau eine völlig andere Qualität hatte.
die unter anderem von Rechtsextremisten wie dem AfD-Politiker Alexander Gauland zu hören ist.
Das übliche Kontaktschuld-Argument. Wer bitte wenn nicht die AfD soll sich denn überhaupt aus einer anderen Perspektive mit der Maßnahmen Politik der Regierung auseinander setzen?
CDU / CSU und SPD haben selbst genügend Dreck am Stecken. Und keine der Parteien ist auch nur ansatzweise so demokratisch aufgestellt, dass sie in der Lage wären, notwendige Diskussionen über Fehler und Fehlentwicklungen innerparteilich zu lösen. Wer sich da zu weit aus dem Fenster lehnt, der ist schnell weg vom Fenster. Keine dieser Parteien genügt, wenn man sich den Prozess um die innterparteiliche Willensbildung, die Debatten- und Diskussionskultur anschaut, auch nur ansatzweise elementarsten Grundsätzen.
Sie alle bedienen sich der üblichen und bekannten Druckmittel, um "Abweichler" auf Linie zu bringen. Wie vernagelt muss man sein, um solche Parteien als "demokratisch" zu bezeichnen, die jedwede demokratische Diskussion im Keim ersticken und über keinerlei demokratische Diskussionskultur verfügen?
Die neuen Grünen marschieren sowieo immer mit an vordester Front, wenn es um Bevormundung und Gängelung der Bürger geht. Von denen ist auch kein Widerspruch zu erwarten.
Die FDP ist nun in die Ampel eingebunden. Und auch in ihren Reihen gibt es Abgeordnete, die sich schon in der Vergangenheit gegen die Bürger und deren Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen gestellt haben.
In der Linken gibt es wenige Intellektuelle, die sich gegen die Willkür bei manchen Corona-Maßnahmen aussprechen. Die sind leider in dieser Partei in der Minderheit und stehen eher am Rande.
Also, wer bleibt denn am Ende noch übrig, um die Arbeit der Opposition zu erledigen?