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Avatar von bismi
  • bismi

mehr als 1000 Beiträge seit 02.01.2010

Was würden wir denn machen, wenn es sich um unsere Wohnung handelte?

Der Westen ist zerrissen bis zum Geht nicht mehr. Die politischen Klassen haben die Zügel schleifen lassen und eine wohlstandsverwöhnte, realitätsentrückte Jugend herangezogen, die die auf einer Insel der Glückseligkeit die Realität dieser Welt nie wahrgenommen hat und in Illusionen schwelgt. Dabei sägt sie ganz gewaltig an dem Ast, auf dem auch sie sitzt. Das kommt davon, wenn man auf seiner Insel der Glückseligkeit jahrzehntelang Urlaub von der Weltgeschichte machen konnte. Jetzt kommen fast zwangsläufig Dekadenz und Verfall [1].

Und jetzt mauschelt man vor sich hin, ohne eine klare Ansage zu machen. Ja bei diesen gespaltenen Gesellschaften kann man sie nicht machen. Freund oder Feind? Hineinlassen und uns überrennen lassen oder abwehren (falls man dazu überhaupt die – auch humanen – Ressourcen hat).

Herr Streck, Sie kommen mir vor wie der Twitter solidario (mit Santiago Segura) [2].

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[1]
John Glubb: The Fate of Empires (1976)
http://people.uncw.edu/kozloffm/glubb.pdf

[2]
https://www.youtube.com/watch?v=YKJGPQybPlk

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  • Avatar von Rast02
    • Rast02

    527 Beiträge seit 25.11.2004

    Antwort auf Was würden wir denn machen, wenn es sich um unsere Wohnung handelte? von bismi.

    Ach ja, Schwachfug mit "überrennen". Wenn wer was überrannt hat, waren es spanische Kolonisatoren. Mörderischer Raub!

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  • Avatar von bismi
    • bismi

    mehr als 1000 Beiträge seit 02.01.2010

    Antwort auf Re: Was würden wir denn machen, wenn es sich um unsere Wohnung handelte? von Rast02.

    Die spanischen Eroberungen und ihre Folgen bezweifelt auch niemand. Jetzt hat sich das Blatt in der Geschichte offensichtlich gewendet.

    Diese Welt ist nun einmal eine Welt der Knappheit, der widerstreitenden Interessen, des Wettbewerbs und der Konflikte um ebendiese knappen Ressourcen.

    Die vorkolumbianischen Kulturen in Amerika konnten den Spanierin auch deshalb nichts entgegensetzen, weil ihr starres, zentralistisches Gesellschaftssystem den Fortschritt und die Wettbewerbsfähigkeit, auch die militärische, hemmte. Heute geht es dem Westen so.

    Doch halt, einen gewichtigen Unterschied gibt es.

    Die Spanier u.a. wollten sich der amerikanischen Ressourcen bemächtigen. Die bereits ansässige Bevölkerung hat sie dazu nicht gebraucht aber trotzdem mitgenommen, um auch sie als Ressource auf der untersten Stufe von Wirtschaft und Gesellschaft auszubeuten.

    Die Menschen die heute aus dem Süden in den Norden drängen wollen in erster Linie in funktionierende, (noch) blühende Gesellschaften integriert werden, um sich zu verbessern. Denn nur mit den Ressourcen allein würden sie keine Verbesserung erzielen.

    Und sie wollen sich nur so weit wie nötig integrieren, um sich wirtschaftlich zu verbessern. Kulturell wollen sie soweit wie möglich in ihrer angestammten Welt, in ihrer Parallelgesellschaft verweilen.

    Wasch mich aber mach mich nicht nass. Ich kann diesen zutiefst menschlichen Wunsch nachvollziehen. Ich habe auch lange Zeit in einem anderen Land gelebt.

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  • Avatar von GegenTrolle
    • GegenTrolle

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.11.2019

    Antwort auf Was würden wir denn machen, wenn es sich um unsere Wohnung handelte? von bismi.

    Ja, ja, die Insel der Glückseligen ist ein Planet in der Klimakatastrophe. Welch ein Unfug hier einige reden.

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  • Avatar von GegenTrolle
    • GegenTrolle

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.11.2019

    Antwort auf Re: Was würden wir denn machen, wenn es sich um unsere Wohnung handelte? von bismi.

    Kommen die mit Panzern, Bombern und Raketen, denn das wäre vergleichbar mit dem modernen Kriegsgerät (Pferde, Schwerter... ) vor 500 Jahren. Das ist einfach nur Unfug. Wir als Nato kommen immer wieder mit Bombern im Irak, Syrien, Jugoslawien, Afghanistan...

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  • Avatar von khr
    • khr

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.04.2000

    Antwort auf Re: Was würden wir denn machen, wenn es sich um unsere Wohnung handelte? von GegenTrolle.

    GegenTrolle schrieb am 12.11.2022 08:41:

    Ja, ja, die Insel der Glückseligen ist ein Planet in der Klimakatastrophe. Welch ein Unfug hier einige reden.

    Klar die Annehmlichkeiten werden einfach als gegeben angesehen.
    Warmes Wasser zum Duschen, warme Wohnungen, viel Freizeit und immer satt.
    Gehe mal 300 Jahre zurück wie den die Masse der Bevölkerung gelebt hat. Wollt ihr denn wirklich dahin zurück?

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  • Avatar von bismi
    • bismi

    mehr als 1000 Beiträge seit 02.01.2010

    Stimmt sogar. Jeder nutzt seine Waffen.

    Antwort auf Re: Was würden wir denn machen, wenn es sich um unsere Wohnung handelte? von GegenTrolle.

    "Dedicated Islamic militants exploit the open societies of the West and plant car bombs at selected targets. Western military professionals exploit the open skies of Islam and drop smart bombs on selected targets."
    Samuel Huntington
    The Clash of Civilizations And the Remaking of World Order

    "Eines Tages werden Millionen von Menschen die südliche Halbkugel verlassen, um in die nördliche einzudringen. Sicherlich nicht als Freunde. Denn sie werden kommen, um sie zu erobern. Und sie werden sie erobern, indem sie die nördliche Halbkugel mit ihren Kindern bevölkern. Der Leib unserer Frauen wird uns den Sieg bescheren."
    Houari Boumedienne, damaliger algerischer Präsident, 1974 vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen

    „Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekommen sind. Aber Allah hat einen anderen Plan.“
    Necmettin Erbakan, damals Vorsitzender der türkischen „Tugendpartei“ und Gründer von Millî Görüs, in Hagen am 15. April 2001

    "Bis zum Jahr 2100 werde es in Deutschland 35 Millionen Türken und zwanzig Millionen Deutsche geben. Das, was Kamuni Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen verwirklichen"
    Vural Öger, türkischstämmigen Unternehmer (Öger hätte diese Aussage später als blöden Witz zurückgenommen.)

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