... davon haben aber nur 37,000 offiziell einen Asylantrag gestellt. Die restlichen sind vermutlich direkt Richtung Innsbruck und Menton weiter geflüchtet.
Von den 37,000 werden die meisten auch nicht bleiben wollen, denn ohne Einkommen ist man in Italien eine Null. Was bekommt man als alleine reisender männlicher Asylbewerber hier? Eine Gruppen-Unterkunft (meist in herunter gekommenen Einrichtungen), Verpflegung und 2€ Taschengeld am Tag. Bleibt man für ein paar Tage der Einrichtung fern, so verliert man das Anrecht darauf und man muss auf der Straße schlafen. Die Arbeitskraft dieser Menschen wird auch von der Mafia und kriminellen Unternehmern extrem ausgebeutet, die man eigentlich als Sklaverei bezeichnen kann.
Ich schätze, in Griechenland und Spanien dürfte es nicht anders aussehen. Pull-Faktor sind eindeutig die reichen Länder und halbwegs funktionierenden Sozialsysteme in Mittel- und Nordeuropa.
Hinzu kommt noch, hier in Italien gibt es eine Community aus Bangladesh, Ägypten und Tunesien. Afghanen, Syrer, Iraker, Libanesen oder Kurden gibt es fast keine. Sieht man hier eine Frau mit Burka, so ist es meist eine Nonne. Die Moslems hier haben überwiegend eine sehr liberale Einstellung.
Also wenn sich Salonlinke in GB, Frankreich und Deutschland über die Vorfälle in Melilla beschweren, dann sollen sie halt Flugzeuge oder Kreuzfahrtschiffe nach Marokko schicken und alle Flüchtlinge dort abholen.
Sonnige Grüße aus Rom.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.11.2022 13:38).