ja schnurstracks zur Bildzeitung marschiert, um dort festzustellen, Blackfacing ginge gar nicht. Womit der Verdacht, dies sei ein linkes Projekt, ja wohl vom Tisch sein dürfte.
Die Minstrel-Shows reichen nicht aus, um dieses Verbot zu erklären, wie die Autorin richtig feststellt. Um das zu verstehen, muss man glaube ich etwas weiter ausholen: Annalena Baerbocks Kinder dürfen nicht Indianer spielen, weil das eine "kulturelle Aneignung" der indianischen Kultur darstellt. Wenn nun jemand schwarz gefärbt wird, dann steht das im Verdacht, dass dem dann eine kulturelle Aneignung schwarzer Kultur folgen wird. Und das muss verboten werden.
Was sagen dazu eigentlich die Indianer? Soweit bekannt, haben sie sich immer gefreut, dass die Kinder der Welt ihre Kultur so anziehend fanden. Diese Bekanntheit hat ihnen auch bei der Durchsetzung ihrer politischen Ziele geholfen. Kein Problem also, so weit das Auge reicht. Bis dann mittelständische Weiße auf den Platz traten, die dann überall Verbotsschilder aufzustellen für ihre Aufgabe hielten. Es ist nicht verkehrt, an dieser Stelle den autoritären Charakter am Werk zu sehen.
Ist der Indianerhäuptling denn von der Sache angetan? Empfindet er Wertschätzung dadurch, dass Annalena ihren Kindern dieses Verbot erteilt hat? Doch eher nicht. Er hält sie eher für übergeschnappt.
In der Blues-Branche waren ja die Schwarzen die Meister und die Weißen mussten erst lernen. Aber es gab nie Versuche, diese Kultur nur für Schwarze zu vereinnahmen. Wie überhaupt in dieser Branche eine auffallende Abwesenheit von Kleingeistern zu beobachten ist.
https://www.youtube.com/watch?v=xVxCtt3s_1M
Gruß Artur