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Avatar von Travis Bickle (1)
  • Travis Bickle (1)

133 Beiträge seit 25.11.2019

Da wird das falsche Pferd geritten

Wenn wir die Bevölkerungszahl aus dem Jahre 1500 hätten, dann hätten wir kein Problem wie wir wirtschaften.
Wir pflastern den kompletten Planeten zu, um unseren Wohlstand zu generieren, inzwischen mehr oder weniger für 8 Mrd. Menschen. Wir erleben ein Artensterben was vermutlich von der Geschwindigkeit her einzigartig ist und Auswirkungen haben kann, die wahrscheinlich schlimmer sind als es sich die meisten vorstellen können.
Dieses Gelaber von X Grad einhalten ist doch nur eine Ablenkung von den eigentlichen Problemen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (05.01.2023 20:00).

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  • Avatar von iDog
    • iDog

    532 Beiträge seit 03.04.2017

    Antwort auf Da wird das falsche Pferd geritten von Travis Bickle (1).

    ich denke, dass die Bevölkerungsdichte nicht das eigentliche Problem des Wirtschaftens ist, sondern der Fakt dass sich eine immer kleiner werdende Minderheit einen immer größer werdenden Anteil des Erwirtschafteten aneignen kann. Schauen sie sich die globale Verteilung des sogenanten Wohlstandes mal näher an. Das Erwirtschafte würde durchaus für alle reichen, aber wenn eine handvoll Leute schon über die Hälfte von allem einsammeln, dann natürlich nicht mehr.
    Zudem wird natürlich viel zu viel Unsinn produziert, den keiner baraucht, also Müll. In Westeuropa werden sogar etwa 50% der eingekauften Nahrungmittel weggeworfen....

    Das Artensteben wiederum hat weniger mit dem Klima zu tun als mit der Verschmutzung durch rücksichtlose industrielle Produktion und der damit einhergehende Naturzerstörung durch Raubbau, giftige Chemikalien etc.pp.

    Ich meine, man darf bei der Betrachtung der Bevölkerungsdichte nie ausser Acht lassen, dass auch im Jahre 2022 immer noch über 70% der Weltbevölkerung durch Kleinbauern ernährt werden. Die Verschmutzung und Zerstörung der Natur geht aber zum großen Teil auf das Konto der industriellen Anteile - zumindest was die Agrarwirtschaft angeht.

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  • Avatar von homunculus_smalltalk
    • homunculus_smalltalk

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.04.2010

    Antwort auf Da wird das falsche Pferd geritten von Travis Bickle (1).

    Travis Bickle (1) schrieb am 05.01.2023 19:59:

    Wenn wir die Bevölkerungszahl aus dem Jahre 1500 hätten, dann hätten wir kein Problem wie wir wirtschaften.

    Da gibt es zwei Probleme. Ohne die Menschen hättest du weniger "Leistung". Also der Fortschritt wäre nicht so weit, Ressourcen nicht so schnell abgebaut, Güter nicht so schnell produziert.

    Auf der anderen Seite würde weniger Müll erzeugt, weniger Energie verbraucht ... usw.
    Im 1500 hättest du halt noch die Probleme des 1500 Jahrhundert. Krankheiten die dich töten, wahrscheinlich keinen Zugriff zu Informationen, weil du sie dir nicht leisten kannst und auch keine gute Schulausbildung weil die meisten Menschen nun mal so über die Runden kamen. Politik war da noch Adel und die Welt noch nicht mal umrundet.

    Glaub mir du willst dahin nicht zurück.

    Dem Gegenüber steht eine effizientere Welt, besonders wenn die Ressourcen regenerativ allen zu gute kommen ohne über die Strenge zu schlagen und das System zu schädigen. Aktuell, liegt es stark in Trümmern wie ich gestehen muss und ist nicht mehr so leicht zu verbessern.

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  • Avatar von Travis Bickle (1)
    • Travis Bickle (1)

    133 Beiträge seit 25.11.2019

    Antwort auf Re: Da wird das falsche Pferd geritten von iDog.

    iDog schrieb am 05.01.2023 20:28:

    Das Artensteben wiederum hat weniger mit dem Klima zu tun als mit der Verschmutzung durch rücksichtlose industrielle Produktion und der damit einhergehende Naturzerstörung durch Raubbau, giftige Chemikalien etc.pp.

    Das ist ja genau das was ich sagen will. Wir breiten uns zu sehr aus.

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  • Avatar von Mnementh
    • Mnementh

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.01.2000

    Antwort auf Da wird das falsche Pferd geritten von Travis Bickle (1).

    Travis Bickle (1) schrieb am 05.01.2023 19:59:

    Wir erleben ein Artensterben was vermutlich von der Geschwindigkeit her einzigartig ist und Auswirkungen haben kann, die wahrscheinlich schlimmer sind als es sich die meisten vorstellen können.

    Hmm, ich bin skeptisch dass wir aktuell das schlimmste Artensterben sehen. Geologisch gesehen dürften das Vergiften der Atmosphäre mit Sauerstoff (große Sauerstoffkatastrophe) und die komplette Vereisung der Erde (Schneeball Erde) ziemlich schlecht gewesen sein:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Sauerstoffkatastrophe
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeball_Erde
    Da Du die Geschwindigkeit ansprichst: das Massenausterben ausgelöst durch einen Asteroiden der die landlebenden Dinosaurier killte, war schnell: innerhalb von Wochen dürften viele die meisten der großen Tiere und viele kleinere Tiere und Pflanzen gestorben sein. Für mehrere Jahre dürfte der Impaktwinter die Bioproduktion weiter begrenzt haben und daher weiteren Arten den Faraus gemacht haben. Das Aussterben lief also in wenigen Jahren oder Jahrzehnten ab.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kreide-Pal%C3%A4ogen-Grenze

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  • Avatar von iDog
    • iDog

    532 Beiträge seit 03.04.2017

    Antwort auf Re: Da wird das falsche Pferd geritten von Travis Bickle (1).

    Ich denke nicht, dass es die zu starke "Ausbreitung" ist, sondern vor allem eine falsche Lebensführung. Der Mensch ist Teil der Natur, bildet sich aber ein quasi "aussenstehender" Benutzer zu sein, anstatt im Einklang mit der Natur zu leben. Wohin das führt ist klar. Wer nicht mit der, bzw, als teil der Natur lebt wird untergehen.
    Man sagt so blöde, man wolle die Natur schützen. Das ist aber der falsche Ansatz, wenn Sie mich fragen. Es muss heißen : Ich bin die Natur, die sich schützt. Und schion sieht das Problem ganz anders und vor allem lösbar aus. Nur eine kapitalistiche Industriegesellschaft ist damit eben nicht kompatibel. Wissen allerdings ist sehr wichtig, ganz besonders zu den Dingen, die man nicht machen sollte.

    Und übrigens, die Erde ist groß. Wenn man alle Menschen in Östereich versammeln würde, hätte jeder noch einen Quardratmeter Platz. Stellen Sie sich mal vor wieviel Platz für jeden einzelnen bei 149.430.000 km² Landfläche zur verfügung stehen.

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  • Avatar von Obatztefixer
    • Obatztefixer

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.07.2018

    Antwort auf Da wird das falsche Pferd geritten von Travis Bickle (1).

    Wenn wir die Bevölkerungszahl aus dem Jahre 1500 hätten, dann hätten wir kein Problem wie wir wirtschaften.

    Wenn wir wirtschaften würden wie im Jahr 1500, dann hätten wir kein Problem mit 8 Mrd. Menschen.
    Es gitbt auf dem Planeten kein Problem mit "Überbevölkerung". Das Problem ist, der massive Ressourcenverbrauch eines kleine Teils der Weltbevölkerung

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  • Avatar von thepiman
    • thepiman

    mehr als 1000 Beiträge seit 30.08.2007

    Antwort auf Re: Da wird das falsche Pferd geritten von iDog.

    Es geht aber nicht um den Platz, den jeder einzelne hätte, sonder darum wie viel Platz jeder für den Anbau seiner Nahrungsmittel und sonstigen Dinge brauchen würde. Und natürlich etwas Wald für die Erholung und Platz für das Windkraftrad und etwas Platz für Wasser und Abwasserbehandlung etc... Wenn du das alles berücksichtigst, reicht wahrscheinlich nicht mal ein Hektar für jeden...

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  • Avatar von thepiman
    • thepiman

    mehr als 1000 Beiträge seit 30.08.2007

    Antwort auf Re: Da wird das falsche Pferd geritten von Obatztefixer.

    Wie hoch wäre denn der durchschnittliche Wohlstand, wenn wir es gerecht auf 8 Mrd Menschen verteilen würden?

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    • unbekannter Benutzer

    210 Beiträge seit 26.08.2020

    Antwort auf Re: Da wird das falsche Pferd geritten von thepiman.

    thepiman schrieb am 06.01.2023 06:55:

    Wie hoch wäre denn der durchschnittliche Wohlstand, wenn wir es gerecht auf 8 Mrd Menschen verteilen würden?

    Was ist denn "gerecht"? Soll Breivik genauso viel bekommen wie Obatztefixer?

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