Hätten die Grünen, die über die Energiewende seit Jahrzehnten angeblich nachdenken, brauchbare Rezepte entwickelt, Merkel hätte sie gewiss erfolgreich kopiert und die Republik wäre ein sauberes grünes Paradies. Die Grünen bemäkeln - und Mäkeln ist eine der Hauptsäulen der grünen Politik und Strategie - den konservativ administrierten Versuch einer Energiewende, aber sie sind realiter in erschütternder Weise naiv, ignorant und hilflos in Sachen Energie.
Seit zwei Jahren ist die Energiewende ein peinliches und kindisches Durcheinander. Statt von Schätzungen lebt das Ganze regelmäßig von Verschätzungen, fehlerhaften Annahmen, Illusionen, Schönrednerei und verschwenderischer Subventionierung von allen möglichen Ideen und Interessen.
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-das-wunder-von-fukushima/7912884-5.html
Trifft zu 100% auf das neue Heizungsgesetz zu.
Neben all der Schönrednerei und den Beschwichtigungen sind es vor allem folgende Knackpunkte:
- woher soll der Strom für die von Grünen gewollten WP kommen?
- wie kann man in einer Marktwirtschaft nur glauben, dass bei einer Strommangellage im Winter bei gleichtig erhöhtem Verbrauch für elektrische WP der Preis für die kWh Strom nicht durch die Decke geht, sondern dass statt dessen WP wegen steigender Gaspreise (durch politisch motivierte Aufschläge und Auschluss von Lieferanten) angeblich immer rentalber werden?
- ursprünglich Stand die Energieversorgung Deutschlands auf den Säulen Öl, Gas, Kohle, Atom und ein wenig Wasser und Wind. Nach dem Willen der Grünen soll es künftig nur noch Sonne und Wind sein + importierter Wasserstoff, für den im Ausland erst noch die Infrastruktur geschaffen werden muss. Wird dadurch die Energieversorgung
a) sichererer
und b) günstiger
oder eher
a) unsicherer
und b) teuerer?
Man sollte die Antworten auf technische Fragen den Fachleuten überlassen. Und nicht Geisteswissenschaftlern, Philosophen, Juristen und Kinderbuchautoren.