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  • Naturzucker

mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst

Hätten die Grünen, die über die Energiewende seit Jahrzehnten angeblich nachdenken, brauchbare Rezepte entwickelt, Merkel hätte sie gewiss erfolgreich kopiert und die Republik wäre ein sauberes grünes Paradies. Die Grünen bemäkeln - und Mäkeln ist eine der Hauptsäulen der grünen Politik und Strategie - den konservativ administrierten Versuch einer Energiewende, aber sie sind realiter in erschütternder Weise naiv, ignorant und hilflos in Sachen Energie.

Seit zwei Jahren ist die Energiewende ein peinliches und kindisches Durcheinander. Statt von Schätzungen lebt das Ganze regelmäßig von Verschätzungen, fehlerhaften Annahmen, Illusionen, Schönrednerei und verschwenderischer Subventionierung von allen möglichen Ideen und Interessen.

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-das-wunder-von-fukushima/7912884-5.html

Trifft zu 100% auf das neue Heizungsgesetz zu.

Neben all der Schönrednerei und den Beschwichtigungen sind es vor allem folgende Knackpunkte:

- woher soll der Strom für die von Grünen gewollten WP kommen?

- wie kann man in einer Marktwirtschaft nur glauben, dass bei einer Strommangellage im Winter bei gleichtig erhöhtem Verbrauch für elektrische WP der Preis für die kWh Strom nicht durch die Decke geht, sondern dass statt dessen WP wegen steigender Gaspreise (durch politisch motivierte Aufschläge und Auschluss von Lieferanten) angeblich immer rentalber werden?

- ursprünglich Stand die Energieversorgung Deutschlands auf den Säulen Öl, Gas, Kohle, Atom und ein wenig Wasser und Wind. Nach dem Willen der Grünen soll es künftig nur noch Sonne und Wind sein + importierter Wasserstoff, für den im Ausland erst noch die Infrastruktur geschaffen werden muss. Wird dadurch die Energieversorgung

a) sichererer

und b) günstiger

oder eher

a) unsicherer

und b) teuerer?

Man sollte die Antworten auf technische Fragen den Fachleuten überlassen. Und nicht Geisteswissenschaftlern, Philosophen, Juristen und Kinderbuchautoren.

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    • architectus

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    Antwort auf ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von Naturzucker.

    Und? Wie kommst du dann zu Klimaneutralität, wenn du alles so lassen willst?
    Du argumentierst vollkommen am Problem vorbei.

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    • Naturzucker

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

    Antwort auf Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von architectus.

    architectus schrieb am 09.09.2023 09:52:

    Und? Wie kommst du dann zu Klimaneutralität,

    In dem man erst die technischen Lösungen entwickelt und dann Ziele und Zeiträume beschliesst. Und nicht umgekehrt.

    wenn du alles so lassen willst?

    Typisch Grünen-Anhänger Replik. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich alles so lassen will, wie es ist. Ich fordere lediglich, dass man erst die technischen Verfahren entwickelt und dann die Beschlüsse fasst. Also einen Schritt nach dem anderen tut und nicht den fünften vor dem ersten.

    Du argumentierst vollkommen am Problem vorbei.

    Nein. Du bist derjenige, der die technischen Probleme ignoriert.

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    • xj12

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    Antwort auf Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von architectus.

    Nein - du argumentierst vorbei.
    Was nützt eine Klimaneutrale WP - die man nicht betreiben kann, weil es das Stromnetz nicht her gibt. Soll ja in Berlin einige geben die da so rumstehen - und nichts tun.

    Wie wäre es erstmal die Vorraussetzungen zu schaffen?
    Oder wie schließe ich mein Haus an Fernwärme an - wenn die gar nicht gelegt ist?
    Was mache ich wenn meine Heizung kaputt geht, und reparieren nicht lohnt?
    Entscheide ich mich für die nicht vorhandene Fernwärme und die WP die ich nicht betreiben kann?
    Und nein - das sind keine Einzelfälle.
    Und Thema Strom generell - ist ja toll das wir so schön PV und Wind ausbauen (seit 3 Monaten importieren wir fast durchgängig Strom siehe Energie-charts) wo her kommt dann der Strom für die ganzen WPs so im Winter morgens - also dann wenn keine Sonne scheint - die Leute aber alle aufstehen und es gerne Warm hätten? Besonders wenn dann mal wieder 2 Wochen Flaute ist?
    Von den unzuverlässigen französischen AKWs? Oder doch lieber Kohle aus Teschechien?
    Solche Frage müssen ZUERST geklärt sein.

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  • Avatar von ShootThemLater
    • ShootThemLater

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    Antwort auf ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von Naturzucker.

    Naturzucker schrieb am 09.09.2023 09:49:

    Hätten die Grünen, die über die Energiewende seit Jahrzehnten angeblich nachdenken, brauchbare Rezepte entwickelt, Merkel hätte sie gewiss erfolgreich kopiert und die Republik wäre ein sauberes grünes Paradies. Die Grünen bemäkeln - und Mäkeln ist eine der Hauptsäulen der grünen Politik und Strategie - den konservativ administrierten Versuch einer Energiewende, aber sie sind realiter in erschütternder Weise naiv, ignorant und hilflos in Sachen Energie.

    Seit zwei Jahren ist die Energiewende ein peinliches und kindisches Durcheinander. Statt von Schätzungen lebt das Ganze regelmäßig von Verschätzungen, fehlerhaften Annahmen, Illusionen, Schönrednerei und verschwenderischer Subventionierung von allen möglichen Ideen und Interessen.

    https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-das-wunder-von-fukushima/7912884-5.html

    Trifft zu 100% auf das neue Heizungsgesetz zu.

    Hört sich für mich eher für klassische WiWo-Propaganda gegen den "Klassenfeind" an.
    Es ist ja nicht so, dass die WiWo als Publikation der "Wirtschaft" ein Konzept für die Energiewende hätte.
    Eher unfundiertes gemosere ohne Substanz ...

    Neben all der Schönrednerei und den Beschwichtigungen sind es vor allem folgende Knackpunkte:

    - woher soll der Strom für die von Grünen gewollten WP kommen?

    Ist schon 100 Mal durchgekaut worden, aber ich schreib's auch gern noch mal für Dich auf.
    - Primär aus Wind und Solar, was aktuell massiv zugebaut wird
    - Gespeichert in Batterien (kurzfristig) oder Wasserstoff (saisonal)
    - Winterlicher Mehrverbrauch wird aufgefangen durch Wasserstoff (wenn wir mal genügend EE-Strom haben), ein Europäisches Verbundnetz und bis dahin Kohle- und Gaskraftwerke aus der Notreserve. Ja, es ist besser, die alten fossilen Kraftwerke für ein paar Wochen/Monate laufen zu lassen als das ganze Jahr.

    - wie kann man in einer Marktwirtschaft nur glauben, dass bei einer Strommangellage im Winter bei gleichtig erhöhtem Verbrauch für elektrische WP der Preis für die kWh Strom nicht durch die Decke geht, sondern dass statt dessen WP wegen steigender Gaspreise (durch politisch motivierte Aufschläge und Auschluss von Lieferanten) angeblich immer rentalber werden?

    Indem es genügend Anbieter gibt, die miteinander in Konkurrenz stehen. Die Strombörse ist schon nicht verkehrt, allerdings ist Merit-Order ein Problem.
    Das hat aber mit Marktwirtschaft nicht viel zu tun, sondern ist eher ein politisches Problem.

    - ursprünglich Stand die Energieversorgung Deutschlands auf den Säulen Öl, Gas, Kohle, Atom und ein wenig Wasser und Wind. Nach dem Willen der Grünen soll es künftig nur noch Sonne und Wind sein + importierter Wasserstoff, für den im Ausland erst noch die Infrastruktur geschaffen werden muss. Wird dadurch die Energieversorgung

    a) sichererer

    und b) günstiger

    oder eher

    a) unsicherer

    und b) teuerer?

    Man sollte die Antworten auf technische Fragen den Fachleuten überlassen. Und nicht Geisteswissenschaftlern, Philosophen, Juristen und Kinderbuchautoren.

    Die Fachleute, wer soll das sein? Der olle Sinn mit seinen sinnlosen und nachweislich falschen "Prognosen"?

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  • Avatar von ShootThemLater
    • ShootThemLater

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.09.2002

    Antwort auf Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von xj12.

    xj12 schrieb am 09.09.2023 10:04:

    Und Thema Strom generell - ist ja toll das wir so schön PV und Wind ausbauen (seit 3 Monaten importieren wir fast durchgängig Strom siehe Energie-charts) wo her kommt dann der Strom für die ganzen WPs so im Winter morgens - also dann wenn keine Sonne scheint - die Leute aber alle aufstehen und es gerne Warm hätten? Besonders wenn dann mal wieder 2 Wochen Flaute ist?

    Idealerweise aus Batteriespeichern, wenn in der Nacht der Wind ausreichend war.
    Ansonsten aus Wasserstoff, verstromt in GuD-Kraftwerken oder Brennstoffzellen. GuD ist schon nicht verkehrt, Brennstoffzellen und gerade rSOC's haben aber das Potential auf einen wesentlich höheren Wirkungsgrad.
    Unterstützt durch ein Europäisches Verbundnetz, und da kann meinetwegen auch gern Atomstrom drin sein. Ich persönlich halte das für eher unwahrscheinlich, weil Atomstrom einfach sau teuer ist, aber wir können unseren Nachbarn schlecht vorschreiben, wie sie ihren Strom produzieren wollen.

    Von den unzuverlässigen französischen AKWs? Oder doch lieber Kohle aus Teschechien?
    Solche Frage müssen ZUERST geklärt sein.

    Die rein technischen Fragen SIND geklärt, auch wenn einige das nicht wahr haben wollen.
    Unklar ist höchstens die praktische Umsetzung, aber das sind eher politische Fragen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.09.2023 12:34).

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    Antwort auf Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von ShootThemLater.

    ShootThemLater schrieb am 09.09.2023 12:28:

    Ist schon 100 Mal durchgekaut worden, aber ich schreib's auch gern noch mal für Dich auf.
    - Primär aus Wind und Solar, was aktuell massiv zugebaut wird
    - Gespeichert in Batterien (kurzfristig) oder Wasserstoff (saisonal)
    - Winterlicher Mehrverbrauch wird aufgefangen durch Wasserstoff (wenn wir mal genügend EE-Strom haben)

    Hier wurde schon von verschiedenen Nutzern durchgerechnet, dass Batterien unbezahlbar sind. Wasserstoff ist in unseren Breiten zu ineffizient.

    Also müssen wir wohl auf ein grünes Wunder warten.

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    Antwort auf Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von Naturzucker.

    Naturzucker schrieb am 09.09.2023 15:47:

    ShootThemLater schrieb am 09.09.2023 12:28:

    Ist schon 100 Mal durchgekaut worden, aber ich schreib's auch gern noch mal für Dich auf.
    - Primär aus Wind und Solar, was aktuell massiv zugebaut wird
    - Gespeichert in Batterien (kurzfristig) oder Wasserstoff (saisonal)
    - Winterlicher Mehrverbrauch wird aufgefangen durch Wasserstoff (wenn wir mal genügend EE-Strom haben)

    Hier wurde schon von verschiedenen Nutzern durchgerechnet, dass Batterien unbezahlbar sind. Wasserstoff ist in unseren Breiten zu ineffizient.

    Also müssen wir wohl auf ein grünes Wunder warten.

    Verschiedene Nutzer haben irgend etwas rumgerechnet. Mit fragwürdigen Annahmen so wie der unselige Herr Sinn. Generell kann man sagen, dass eine einzige Speichertechnologie niemals kurzfristige und saisonale Speicherung abdecken kann. Wenn man's doch versucht, wie Herr Sinn und Ihre verschiedenen Nutzer, kommt naturgemäß Unsinn raus. Das macht aber kein grünes Wunder erforderlich, sondern nur eine sinnvolle Kombination der verfügbaren Technologien
    Und anscheinend haben Sie damit Ihre Meinung bestätigt, das war's dann auch.

    Ich hatte irgendwann mal überschlagen, dass wir für rund 50% unseres täglichen Strombedarfs Batteriespeicher für grob 200 Millarden Euro nach heutigen Preisen benötigen würden. Ist das jetzt teuer oder billig? Verglichen mit den Importen von fossilen Energieträgern im Bereich von rund 100 Milliarden Euro pro Jahr?

    Wasserstoff genau so. Was ist "zu ineffizient" und warum? Wenn wir rund 10% unseres Stroms saisonal speichern müssen, und der "normale" EE-Strom günstiger ist als unser aktueller Strommix, ist die Mischkalkulation dann immer noch zu teuer? Warum?

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.09.2023 20:10).

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    mehr als 1000 Beiträge seit 05.12.2002

    lol, erst technische Lösungen entwickeln, wie bei Atommüllentsorgung?

    Antwort auf Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von Naturzucker.

    Naturzucker schrieb am 09.09.2023 09:59:
    Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst

    architectus schrieb am 09.09.2023 09:52:

    Und? Wie kommst du dann zu Klimaneutralität,

    In dem man erst die technischen Lösungen entwickelt und dann Ziele und Zeiträume beschliesst. Und nicht umgekehrt.

    wenn du alles so lassen willst?

    Typisch Grünen-Anhänger Replik. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich alles so lassen will, wie es ist. Ich fordere lediglich, dass man erst die technischen Verfahren entwickelt und dann die Beschlüsse fasst. Also einen Schritt nach dem anderen tut und nicht den fünften vor dem ersten.

    Du argumentierst vollkommen am Problem vorbei.

    Nein. Du bist derjenige, der die technischen Probleme ignoriert.

    lol, erst technische Lösungen entwickeln, wie bei Atommüllentsorgung?
    Hallo, aber fest auf Atom setzen und wie siehts bei der Kohle aus? Ruhrgebiet, war da was? Und aktuell beim Gas als Energielieferant sieht es längst genauso besch..eiden aus. Und das geht schon seit Jahrzehnten und wenn es nach bestimmten ?Bundesländern ging, dann gäbe es auch keine Windräder....

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.09.2023 22:20).

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    • teqq.at

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.09.2014

    Antwort auf Re: ein zehn Jahre alter Kommentar in der WW hat nichts an Aktualität eingebüsst von ShootThemLater.

    Gut, anders gefragt: Wo sind die Batterien denn? Sollte man die nicht zuerst bauen, damit man Stromverbraucher wie Wärmepumpen zuverlässig betreiben kann, da man ansonsten durch die EE Strom nur hat, wenn die Sonne scheint und/oder Wind weht und auch dann vermutlich nicht annähernd genug davon?

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