als der "Durchschnittskonsument". Wer konsumiert um zu kompensieren, der genießt nicht, sondern schadet sich und eben auch der Welt. Genuss ist etwas anderes als Reizaktivierung. Wer in sich reinfrisst, dem hungerts nach Empfindung und Befriedigung. Depressive berichten oft, dass nur noch das Essen (Fressen) ihnen irgendein sinnliches Gefühl vermittelt. Und der (Über)Konsum erfüllt den gleichen Zweck. Ich konsumiere also bin ich. Der Glücksmoment beim Kauf, ist oft der einzige fade Schatten von Glück, den das Individuum kennt. Hedonismus (eigentlicher, nicht der negativ konotierte pseudobruder) hingegen, ist langsam, bedächtig, möchte jeden Moment auskosten, das Leben und das Glück in sich aufnehmen, statt es zu verbrauchen....
Weniger ist mehr, wenn viel zu viel und immer noch mehr, die Messlatte ist....
Askese kann (Analog zum Heilfasten) sehr heilsam sein, für eine gewisse Zeit, um dann die Welt, sich selbst und auch die Dinge, wieder klarer wahrzunehmen und auch geniessen zu können....
Amen...
Auch Hedonisten können, nein müssen weniger konsumieren
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Spaßbremse
Antwort auf Auch Hedonisten können, nein müssen weniger konsumieren von Morgen komm ich dich holen.
Puritaner. Der Genuß besteht im Excess! Und natürlich gleich wird ein psychischer Defekt vermutet und mit freudschem Gestus abgenickt.
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Antwort auf Spaßbremse von heterocephalus g-laber.
Ein Glas Wein kann man genießen, sich das Zeug literweise reinzukippen kann ich nur schwerlich mit Genuß in Verbindung bringen....
Puritaner genießen nicht, denn der Genuß wird als sündhaft (als Werkzeug des Teufels), angesehen, so wie jede andere Vergnügung auch. Nur Selbstzucht, Arbeit und Fleiß, können den von Natur aus verderblichen Menschen, vor dem Höllenfeuer retten....
Warum immer in extremen Denken? Immer nur Schwarz und Weiß sehen? Warum nicht mal kritisch und auch selbtrefexiv werden, die Dinge differenziert Betrachten?Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.08.2022 14:06).