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31 Beiträge seit 05.02.2024

Nie dürft ihr so tief sinken ...

Dass Schweden die Absicht hatte diesen Terrorakt unabhängig und korrekt aufzuklären, konnte niemand ernsthaft glauben, da von Anfang an Russland, obwohl unmittelbar betroffen, von der "Aufklärung" explizit ausgeschlossen war. Eher ging es darum etwaige Narrative unter Kontrolle zu halten, indem man verhindert, dass andere dieses Verbrechen aufklären.

Das Einzige, was mich ein wenig überrascht, ist, dass Schweden sich so bereitwillig dem Gespött der Weltöffentlichkeit preisgibt.
Es ist zwar klar, dass die USA das Sagen haben, aber wie Erich Kästner schon sagte:
"Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.“

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    • auf_der_hut

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    Antwort auf Nie dürft ihr so tief sinken ... von .

    Nachdem alle hier das russische Narrativ von der Täterschaft der USA nachgeplappert haben, tritt man jetzt den geordneten Rückzug an. Wenn sie es nicht waren, dann verhindern sie jedenfalls die Aufklärung. Es gibt zwar nicht den kleinsten konkreten Hinweis, dass die USA sich in Ermittlungen eingemischt haben, aber was soll's. Wo sollen denn die Ermittlungsansätze für die Schweden liegen, wenn die Täter nie schwedischen Boden betreten haben? Äußer der Auswertung der wenig ergiebigen Spuren (das unter hohem Druck austretende Gas hat alles durcheinander geworfen) konnten die Schweden kaum etwas machen. Dass der Ort der Explosion in der schwedischen Wirtschaftszone lag ist wahrscheinlich reiner Zufall. Was Russland an Erkenntnissen beisteuern möchte, obwohl es sich schon nach wenigen Stunden auf die USA (später wurde Großbritannien nachgereicht) festgelegt hat, das müssten sie schon erklären. Vielleicht mal bei sich selber nach Kakaoflecken suchen.

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    31 Beiträge seit 05.02.2024

    Antwort auf Re: Nie dürft ihr so tief sinken ... von auf_der_hut.

    auf_der_hut schrieb am 08.02.2024 17:03:

    Nachdem alle hier das russische Narrativ von der Täterschaft der USA nachgeplappert haben, (...)

    Tut mir leid hier gleich mal unterbrechen zu müssen.
    Das sogenannte "russische Narrativ" ist Ergebnis der Recherchen des renommierten US-amerikanischen Investigativjournalisten Seymour Hersh.

    Moskau hat sich diesen Recherchen erstmal angeschlossen, aber danach im Rahmen der Möglichkeiten bestimmt auch selber recherchiert.

    Ich halte mich da raus. Es ist für mich nicht wirklich wichtig, ob USA oder UK oder Norwegen oder ein Joint Venture mehrerer dieser NATO-Länder die Täter waren.
    Die Version von den ukrainischen Hobbytauchern, die von einem Segelboot aus in einer Tiefe von 70-80 Metern 500 kg Spezialsprengstoff angebracht haben sollen, ist auf jeden Fall die mit Abstand unglaubwürdigste, die uns bisher aufgetischt worden ist.

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    Antwort auf Re: Nie dürft ihr so tief sinken ... von auf_der_hut.

    Wenn man so felsenfest davon überzeugt ist, dann sind Ermittlungen ja völlig überflüssig und könnten allenfalls unwichtige Details liefern. Einzige maßgebliche Quelle für Sie ist Hersh, nur der weiß, wie es wirklich war. Allerdings hat sich keins der nachprüfbaren Details seiner Geschichte bestätigt. Es bleibt am Ende die Aussage einer anonymen Quelle übrig, die nur durch Hershs guten Ruf beglaubigt wird. Kann man glauben, muss man aber nicht.

    Eie verträgt sich eigentlich die Behauptung, die USA hätten lästige Konkurrenz für ihr teures LNG aus dem Weg räumen wollen, mit dem fehlenden Enthusiasmus seitens der USA die notwendigen Terminals für den Export zu bauen? So wichtig ist das anscheinend nicht.

    Niemand weiß, wie die Tat konkret ausgeführt wurde. Es gibt auch keinen Präzedenzfall mit dem man die Spuren am Meeresboden vergleichen könnte. In wie weit das Chaos dort von der Explosion verursacht wurde und in wie weit es das Werk des tagelang ausströmenden Gases ist, ist völlig unklar. Die Bilder von den Blubberstellen zeigen einen Zustand viele Stunden nach dem ersten Gasaustritt, als der Druck bereits erheblich gefallen war. Bei der Sprengung vor Schweden wurde die Explosion nicht einmal bemerkt, sondern erst der Gasaustritt. Das weist darauf hin, dass die Sprengung vielleicht gar nicht so gewaltig war.

    Ich halte es für ziemlich gewagt, ein Szenario a priori auszuschließen, wenn man über den Tathergang und die benutzten Sprengmittel nichts weiß.

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    31 Beiträge seit 05.02.2024

    Antwort auf Re: Nie dürft ihr so tief sinken ... von auf_der_hut.

    auf_der_hut schrieb am 08.02.2024 18:36:

    Wenn man so felsenfest davon überzeugt ist, dann sind Ermittlungen ja völlig überflüssig

    Überflüssig sind sie keineswegs. Aber Schweden hat alle Beweismittel unter Ausschluss der betroffenen Länder soweit wie möglich eingesammelt, ausgewertet und die Ermittlungen anschließend eingestellt.

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    • auf_der_hut

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    Antwort auf Nie dürft ihr so tief sinken ... von .

    "Nach den vorliegenden Informationen waren Vertreter einer Einheit der britischen Marine an der Planung, Vorbereitung und Durchführung eines terroristischen Anschlags in der Ostsee am 26. September dieses Jahres beteiligt" (Russisches Verteidigungsministerium, 29.10.22)

    Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russland-vorwurf-nord-stream-explosion-101.html

    Kurz darauf machte sich Putin diesen Vorwurf zu eigen.

    "Aber die Angelsachsen glauben, dass Sanktionen nicht mehr ausreichen, und haben sich nun der Subversion zugewandt. Es scheint unglaublich, aber es ist eine Tatsache: Mit den Explosionen an den internationalen Gaspipelines von Nord Stream, die auf dem Grund der Ostsee verlaufen, haben sie die Zerstörung der gesamten europäischen Energie-Infrastruktur in Angriff genommen. Es ist für jeden klar, wer davon profitiert. Diejenigen, die davon profitieren, sind natürlich verantwortlich."

    "#https://weltwoche.ch/daily/der-westen-behauptet-seit-jahrhunderten-dass-er-anderen-nationen-freiheit-und-demokratie-bringt-nichts-koennte-weiter-von-der-wahrheit-entfernt-sein-rede-von-putin-in-moskau/

    Da hatten die schwedischen Ermittlungen noch gar nicht richtig angefangen. Also wollten die Russen noch bei den ermitteln, wo für sie doch alles schon klar war? Ich kann es den Schweden nicht übel nehmen, dass sie darauf keinen Bock hatten.

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