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    • cyclist01

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.07.2011

    Re: Staatsziel

    Antwort auf Wohnungsnot in der DDR von Karolis.

    Ihr verlinkter Artikel ist schon arg politisiert.

    Bezahlbares Wohnen war Staatsziel in der DDR.
    Eine dieser bezahlbaren Wohnung bekam ich 1987 in Berlin Hellersdorf, da junge Familie mit Kind - so waren die Prioritäten.
    Ende der 80er entspannte sich die Situation durch forcierten Wohnungsbau.

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  • Avatar von Rob 1
    • Rob 1

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    Antwort auf Re: „Wohnungsnot“ von Karolis.

    Karolis schrieb am 22.06.2021 06:28

    Es ist immer der gleiche Grund warum Wohnungen knapp sind. Weil alle da wohnen wollen, wo es toll ist

    Nee, die Leute wollen da wohnen, wo die Arbeitsplätze sind und Unternehmen siedeln sich immer da an, wo die Infrastruktur passt.

    Genau deshalb hat man Marktpreise, damit jene diese Wohnungen kriegen, denen das am wichtigsten ist.

    Unsinn, die Mietpreise dienen grundsätzlich der Amortisation der Erstellungskosten plus einem Gewinn bzw der Senkung der Steuerlast bei Vermögenden.
    Nicht die Wichtigkeit des Wohnens ist Ziel, sondern die Fähigkeit, die geforderten Mieten auch zahlen zu können, seit Kohl den sozialen Wohnungsbau und die Baugenossenschaften eingeäschert hat.

    Arbeitslos oder im Homeoffice kann man zB auch im billigen Meckpomm sein, Hartz IV muss man nicht in der Metropole beziehen.

    Ist das so?

    Homeoffice in der Pampa braucht ein stabiles, flächendeckendes Internet und da siehts im reichen Deutschland ziemlich beschissen aus.
    Warum sollten Hartz4-Bezieher in die Gebiete ziehen müssen, wo es keine Arbeitmöglichkeiten für sie gibt und sie dauerhaft auf Stütze angewiesen sind?
    Nur damit Leute wie du dann ihre Vorurteile bestätigt sehen, die wollten gar nicht arbeiten, sondern nur kassieren?

    Und neu kommt eben noch der Grund dazu, dass vermieten nicht mehr kostendeckend ist. Daher schwinden Mietwohnungen im Rekordtempo. Das ist in Berlin nicht anders als in Stockholm.

    Wo ist da die Logik?

    Wer bauen will um zu vermieten, analysiert doch zuerst mal die Marktsituation.
    Wenn es sich nicht rentiert, läßt er es und wenn Mietwohnungen verschwinden, hat da doch damit zu tun, dass die Bestände zur Erzielung höherer Renditen reduziert werden oder weil sich der Verkauf von Wohnraum schneller rentiert.

    Es gibt so viele spottbillige Wohnungen in Deutschland.

    Mag sein, aber es fehlt das politische Interesse, die gegenden, wo es sich billiger leben läßt, attrektiver zu machen.
    das Gegenteil ist der Fall, wie man an der Schließung von Krankenhäusern während Corona in der "Pampa" gut sehen kann.
    Sowas erhöht die Anziehungskraft ländlicher Gebiete ungemein. ;-)

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    • jungspund

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    Antwort auf Re: Bananen von cyclist01.

    cyclist01 schrieb am 22.06.2021 07:36:

    im Kapitalismus gibt es keinen bezahlbaren Wohnraum; w

    Wer hat dir das denn in die Tasche gelogen?
    Der Wohnungszuweisungsfunktionär?

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    Antwort auf Re: FDP Mitglied? von Karolis.

    Karolis schrieb am 22.06.2021 07:00:

    Schon doof, dass Mathematik kein Herz hat.

    Gefühlsduselei und Gejammer machen nicht, dass grundlegende mathematische Gesetzmäßigkeiten verschwinden.

    Mathe? lach...
    Was hat neoliberale Ideologie mit Mathe zu tun?
    Dann rechne uns doch mal vor, wieso (wie von dir behauptet) das so ist:

    Der Staat wiederum baut mindestens doppelt so teuer wie private Bauherren,

    Der Staat oder die Kommune kann es sich sogar leisten, teurer zu bauen als ein privater Unternehmer, denn der muss Gewinn erzielen (über die Selbstkosten hinaus), der Staat bzw. die Kommune nicht.
    Das gilt auch für Mieten. Funktionieren kann so ein Modell wie in Schweden natürlich nur, wenn der Staat nicht nur die Mieten vorgibt, sondern auch selbst baut und vermietet. Dann ist er auf lange Sicht immer günstiger als ein privater Akteur, denn er muss (wie erwähnt) keine Gewinne erwirtschaften, sondern kann zum Selbstkostenpreis vermieten.

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    Antwort auf Re: Staatsziel von cyclist01.

    Hi,

    in der DDR war auch Umweltschutz Staatsziel. In der Realität war die halbe DDR ein Umwelt-Notstandsgebiet.

    Bye

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    Antwort auf Re: „Wohnungsnot“ von Rob 1.

    Rob 1 schrieb am 22.06.2021 08:48:

    Karolis schrieb am 22.06.2021 06:28

    Es ist immer der gleiche Grund warum Wohnungen knapp sind. Weil alle da wohnen wollen, wo es toll ist

    Nee, die Leute wollen da wohnen, wo die Arbeitsplätze sind und Unternehmen siedeln sich immer da an, wo die Infrastruktur passt.

    Genau deshalb hat man Marktpreise, damit jene diese Wohnungen kriegen, denen das am wichtigsten ist.

    Unsinn, die Mietpreise dienen grundsätzlich der Amortisation der Erstellungskosten plus einem Gewinn bzw der Senkung der Steuerlast bei Vermögenden.
    Nicht die Wichtigkeit des Wohnens ist Ziel, sondern die Fähigkeit, die geforderten Mieten auch zahlen zu können, seit Kohl den sozialen Wohnungsbau und die Baugenossenschaften eingeäschert hat.

    Arbeitslos oder im Homeoffice kann man zB auch im billigen Meckpomm sein, Hartz IV muss man nicht in der Metropole beziehen.

    Ist das so?

    Homeoffice in der Pampa braucht ein stabiles, flächendeckendes Internet und da siehts im reichen Deutschland ziemlich beschissen aus.
    Warum sollten Hartz4-Bezieher in die Gebiete ziehen müssen, wo es keine Arbeitmöglichkeiten für sie gibt und sie dauerhaft auf Stütze angewiesen sind?
    Nur damit Leute wie du dann ihre Vorurteile bestätigt sehen, die wollten gar nicht arbeiten, sondern nur kassieren?

    Und neu kommt eben noch der Grund dazu, dass vermieten nicht mehr kostendeckend ist. Daher schwinden Mietwohnungen im Rekordtempo. Das ist in Berlin nicht anders als in Stockholm.

    Wo ist da die Logik?

    Wer bauen will um zu vermieten, analysiert doch zuerst mal die Marktsituation.
    Wenn es sich nicht rentiert, läßt er es und wenn Mietwohnungen verschwinden, hat da doch damit zu tun, dass die Bestände zur Erzielung höherer Renditen reduziert werden oder weil sich der Verkauf von Wohnraum schneller rentiert.

    Es gibt so viele spottbillige Wohnungen in Deutschland.

    Mag sein, aber es fehlt das politische Interesse, die gegenden, wo es sich billiger leben läßt, attrektiver zu machen.
    das Gegenteil ist der Fall, wie man an der Schließung von Krankenhäusern während Corona in der "Pampa" gut sehen kann.
    Sowas erhöht die Anziehungskraft ländlicher Gebiete ungemein. ;-)

    Alles schön und gut. Nun mal ein Gedankenexperiment. In Berlin allerbeste, gefragte, angesagte Lage. Es werden 1000 super tolle Wohnungen gebaut, Miete 3€/m² vom Senat (man hat es ja) gesponsert.
    Wer von den 1Mio 3Mio Anwärtern bekommt diese Wohnungen? So wie in der DDR die Bonzen?

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    mehr als 1000 Beiträge seit 25.01.2021

    Staatsziel verfehlt

    Antwort auf Re: Staatsziel von cyclist01.

    Klar ist der Artikel politisiert, genauso wie diese der Propaganda dienende nicht nachprüfbare Akedote. Dass er politisch motiviert ist, macht die geschilderten Sachverhalte aber noch lange nicht inexistent. Der Mangel in der DDR war überall greifbar, natürlich auch bei Wohnraum.

    Tatsache ist, dass obwohl "bezahlbares Wohnen" in der DDR Staatsziel war, sie es nicht hinbekommen hat. "Bezahlbar" war es sicherlich, weil praktisch kostenlos. Nur "wohnen" war es halt nicht. In der DDR war stellenweise sogar fließendes kaltes Wasser ein Luxus. Und man wohnte extrem beengt in heruntergekommenen Ruinen.

    Besonders lustig, dass Geschiedene weiter zusammen wohnen mussten. Frauenhäuser gab es schließlich keine im tollen Sozialismus: Prügel oder Obdachlosigkeit.

    Die DDR hat bezahlbaren Wohnraum bis zuletzt nicht hinbekommen.
    Und da glauben die Linke heute tatsächlich immer noch, unsere bereits wohlstandsverwahrloste Bürokratie würde den Bau von Wohnungen effizienter hinkriegen?

    Und hinterher hat es wieder keiner ahnen können...

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    mehr als 1000 Beiträge seit 25.01.2021

    Homeoffice gegen Wohnungsnot

    Antwort auf Re: „Wohnungsnot“ von Rob 1.

    Nee, die Leute wollen da wohnen, wo die Arbeitsplätze sind und Unternehmen siedeln sich immer da an, wo die Infrastruktur passt.

    Ah ein interessanter Einwand. Betrachten wir mal nur die Menschen, die einen Job haben, also nicht Hartzer (und vergleichbare), Rentner und Studenten, die allein schon etwa ein Drittel aller Einwohner ausmachen.

    Etwa 50% aller Arbeitsplätze sind Bürojobs. Mindestens zwei Drittel davon lassen sich problemlos ins Homeoffice verlagern. Es gibt keinen erkennbaren Grund, warum diese Personen auch nur in der Nähe von Städten arbeiten sollten. Und wenn sie mit ihren Familien aufs Land ziehen, dann entlasten sie nicht nur durch freiwerdende Büros und Wohnungen die Städte, sondern bieten plötzlich auch auf dem Land Lehrern, Ärzten, Handwerkern, u.v.m. neue Jobs.

    Es ist völliger Schwachsinn gewesen, zu glauben, alle Jobs in den Städten zu konzentrieren und das auch noch zu fördern.

    Man kann unter einem Gewinn an Lebensqualität sofort 10% bis 20% der arbeitenden Bevölkerung aus den Städten wegverlagern aufs Land. Das würde die Wohnungsmärkte massiv entlasten.

    Der Schlüssel dazu ist nichts weiter als ein gesetzliches Recht auf Homeoffice für Büroarbeitsplätze. Man muss sich das mal klar machen, das kostet weder den Staat etwas (ist nur ein Gesetz) noch die Unternehmen (die sparen Unsummen bei Bürogebäuden) noch die Arbeitenden (die sparen trotz Mehraufwand fürs eigene Büro Pendelkosten und Wohnkosten).

    Aber aus unerfindlichen Gründen wehrt man sich gegen diese Wunderwaffe gegen Wohnungsnot mit Händen und Füßen. Weil Linke einfach nicht in die Zukunft denken können, sondern zureück in die DDR-Vergangenheit wollen.

    Was das Internet angeht: Wenn es nachgefragt wird, wird es auch ausgebaut. Kann man ja schließlich anders als mit Vermietung Gewinne machen.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 25.01.2021

    "bezahlbar"

    Antwort auf Re: Bananen von jungspund.

    "Bezahlbar" in der DDR war noch in den 1980ern ein Einzimmerapartment mit 20qm für Vater, Mutter und Kind.

    Und so ist auch im Kapitalismus jederzeit eine "bezahlbare" Wohnung zu finden.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 05.06.2020

    Antwort auf Re: Bananen von cyclist01.

    cyclist01 schrieb am 22.06.2021 07:36:

    Karolis schrieb am 22.06.2021 06:06:

    Doch die Deregulierung der Mietpreise ist ein Herzensprojekt sowohl der Zentrumspartei als auch der Liberalen. Dies sei notwendig, um Wohnungsbau attraktiver zu machen und die Wohnungsnot insbesondere in Stockholm zu lindern.

    Da schau an, staatlich diktierte Mieten unter den Selbstkosten führen zu Wohnungsnot. Wer hätte das gedacht?

    Wenn Mieten nicht kostendeckend sind, baut man keine Mietwohnungen mehr, sondern nur noch Wohneigentum. Den Bestand lässt man verfallen, denn auch der Erhalt lohnt sich nicht.
    Der Staat wiederum baut mindestens doppelt so teuer wie private Bauherren, da wird Bürokratie regelrecht zelebriert. Vor kurzem ging ein Wohnheim durch die Presse für Baukosten von 5000 €/qm ohne Grundstückskosten.

    Es funktioniert halt die Versorgung nicht, wenn man den Markt ausschaltet. Hätte man aus der DDR lernen können.

    Ja die leidige Versorgung in der DDR!

    In der DDR gab es keine Bananen, im Kapitalismus gibt es keinen bezahlbaren Wohnraum; was ist nochmal schlimmer?

    Das Dumme ist, in der DDR war die Miete unter den Kosten. Das hatte zur Folge, dass die privaten Mietshäuser verfielen, das war gewollt, kalte Enteignung.
    Dumm war aber auch, du hast keine Wohnung bekommen, da Wohnungen Zwangsbewirtschaftet waren und es schlicht zu wenige gab. Der Weg dem privaten Vermieter das Doppelte oder Dreifache zu zahlen war verschlossen. Schlimmer ist keine Wohnung, auch nicht zu hohen Preisen.

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