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  • OckhamOS

mehr als 1000 Beiträge seit 24.09.2015

Ausbleibende Superprofite ==> Investitionsboykott ==> Wohnungsmangel

Und umgekehrt:
Künstlich verursachter Wohnungsmangel ==> steigende Mieten ==> noch mehr Investitionen in hochpreisige Wohnungen ==> wunderbare Renditen für die Steueroasen

Sah man in Berlin sehr deutlich: Mietendeckel begrenzt Profitfreiheit, also kündigen die Immobilienunternehmen den Abzug von Investmitteln an.
Politiker spüren die Schlinge um den Hals (wollen ja für mehr Wohnungsbau und höhere Renditen wiedergewählt werden - Giffey...) und knicken ein.
Man kann es vieĺeicht sogar Erpressung nennen?

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  • Avatar von FlinxInFlux
    • FlinxInFlux

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.01.2006

    Antwort auf Ausbleibende Superprofite ==> Investitionsboykott ==> Wohnungsmangel von OckhamOS.

    Das Hauptproblem in Berlin ist dass in früheren Jahren hunderttausende Wohnungen aus Stadtbesitz an private Investoren verkauft wurden. Einer der damals Hauptverantwortlichen war übrigens Thilo Sarrazin, siehe auch:
    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/neubau-in-berlin-als-das-tafelsilber-verkauft-wurde/13019974-2.html

    Fairerweise muss man sagen, dass in den Nuller-Jahren Gutachter in vielen Städten sinkende Bevölkerungszahlen vorhergesagt haben und es für die Verantwortlichen ratsam erschien, damals teils leerstehende Wohnungen loszuwerden. Selbst in meiner Kleinstadt (aktuell knapp 50.000 Einwohner) wurden Anfang der 2010er viele Planungen (auch bzgl. Kitas und Schulen) unter dem Eindruck tendenziell stagnierender (und alternder) Bevölkerung gemacht.

    Ein wesentliches Problem dieser und ähnlicher Diskussionen ist halt (wie so oft), dass man hinterher schlauer ist.

    Tendenziell ist in Berlin die Bereitschaft für ein Wiederaufleben des sozialen Wohnungsbaus erkennbar. Ich frage mich nur, wie die das finanzieren wollen.

    Flinx

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    • Massageforum

    598 Beiträge seit 07.04.2020

    Antwort auf Ausbleibende Superprofite ==> Investitionsboykott ==> Wohnungsmangel von OckhamOS.

    Alle Gäste heimschicken, Drogendealer sowieso. Mit Drogen erwischt, ab in den Bus. So schnell war erst ein Park und dann eine ganze Stadt nicht aufgeräumt. Danach klappt es auch wieder unreguliert mit den Mieten, wenn man genug Platz geschaffen hat. Mehr Luft, weniger Verkehr, weniger Kriminalität. Den Bürger freut es sehr und die verantwortliche Partei kann mit 60% rechnen. So einfach wäre das, wenn der Auftraggeber es nur wollten. Stattdessen mit Vollgas weiter ins Chaos und dem Endsieg der Herrscher über die Zombies und Erdleerfresser.

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    • mitwirker

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.02.2013

    Antwort auf Re: Ausbleibende Superprofite ==> Investitionsboykott ==> Wohnungsmangel von FlinxInFlux.

    FlinxInFlux schrieb am 22.06.2021 11:45:

    Das Hauptproblem in Berlin ist dass in früheren Jahren hunderttausende Wohnungen aus Stadtbesitz an private Investoren verkauft wurden. Einer der damals Hauptverantwortlichen war übrigens Thilo Sarrazin, siehe auch:
    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/neubau-in-berlin-als-das-tafelsilber-verkauft-wurde/13019974-2.html

    Fairerweise muss man sagen, dass in den Nuller-Jahren Gutachter in vielen Städten sinkende Bevölkerungszahlen vorhergesagt haben und es für die Verantwortlichen ratsam erschien, damals teils leerstehende Wohnungen loszuwerden. Selbst in meiner Kleinstadt (aktuell knapp 50.000 Einwohner) wurden Anfang der 2010er viele Planungen (auch bzgl. Kitas und Schulen) unter dem Eindruck tendenziell stagnierender (und alternder) Bevölkerung gemacht.

    Ein wesentliches Problem dieser und ähnlicher Diskussionen ist halt (wie so oft), dass man hinterher schlauer ist.

    Tendenziell ist in Berlin die Bereitschaft für ein Wiederaufleben des sozialen Wohnungsbaus erkennbar. Ich frage mich nur, wie die das finanzieren wollen.

    Flinx

    Wie erkennst du das Problem und verurteilst dann trotzdem?

    Berlin hatte kein Geld um die vielen Wohnungen zu unterhalten, geschweige denn zu renovieren. Nach der Wende kam statt dem Boom der massenhafte Wegzug. Der Boom kam erst ab 2014, nun aber verbunden mit durch Fiatgeld aufgeblähtem Investitionsmarkt.

    Und Berlin hat immer noch mehr ein Einkommensproblem als ein Mietenproblem, der Durchschnitt liegt bei um die 7 Euro/qm.

    Und Sarrazin war einfach ein Angestellter der den Auftrag des Senats ausführte.

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