Auf diesen Text adäquat einzugehen, ist im Rahmen eines Kommentars nicht möglich. Ein solcher müsste mehrfach länger sein, als jener. Daher nur ein kleiner Entwirrungsversuch.
Ein Seuchenzug ist mit der Klimaproblematik nicht zu vergleichen. Ersterer hängt entscheidend vom individuellen Verhalten ab, zweitere von den durch das ökonomische System definierten Lebensbedingungen. Adäquates individuelles Verhalten in einer Seuchenzeit, etwa das Tragen einer Maske in übertragungsgefährdeten Situationen, ist objektiv rational und muss daher durch den schutzpflichtigen Staat via entsprechenden Geboten durchgesetzt werden. Adäquates individuelles Verhalten im Bezug auf den Klimawandel, als Beispiel etwa weitgehender Verzicht auf die Nutzung von Flugzeugen, ist zwar ebenfalls rational, ändert aber an der Klimaproblematik kaum etwas, wenn, um beim Beispiel zu bleiben, der Flugplan sich nicht ändert, weil der Flugverkehr aus ökonomischen Gründen gefördert wird, etwa durch Subventionen auf diversen Ebenen. Das ökonomische System, der Kapitalismus und der Transmissionsriemen zu seiner Durchsetzung, der bürgerliche Staat, sind wesentliche Ursachen für die klimatische Verschlechterung der allgemeinen Lebensbedingungen. Die Bekämpfung auf individueller Basis ist mithin Augenwischerei und kann daher auch nicht als Aufgabe des des schutzpflichtigen Staates angesehen werden.
Die juristische Gleichsetzung der beiden Problemkomplexe ist daher irrational und ein Versuch, von den realen Verantwortlichkeiten abzulenken.