Antwort auf Re: Wie häufig soll injiziert werden? von JustMyTwoCents.
JustMyTwoCents schrieb am 26.08.2021 15:40:
marasek schrieb am 26.08.2021 15:22:
Das Argument trägt für mich an der Stelle nicht. Da der Staat das Ding endemisch werden lässt, hat er meiner Ansicht jedwede Autorität verspielt, mir oder jemand anderem in die persönliche Risikoabwägung reinzureden. Der Staat will hier nur die Kosten seines eigenen Versagens niedrig halten.
Was wäre denn die Alternative?
Der Staat soll entweder seinen Job machen und das Ding ausrotten, mit Impfpflicht und Maßnahmen und allem drum und dran, oder es dem Einzelnen überlassen, wie weit er sich schützt, ggf. flankiert mit gesetzlichen Grundlagen, die das ermöglichen (Recht auf Home Office).
Das derzeitige Vorgehen ist nicht Fisch und nicht Fleisch.
Letztlich - guck doch mal in die Zukunft. Das Ding wird endemisch und die Impfung lässt schnell nach. Willst Du Dich jetzt ad infinitum alle sechs Monate impfen lassen? Und wird der Staat - vor allem dieser Staat - das überhaupt bezahlen wollen?
Zumal es dem Staat regelmäßig links wo vorbeigeht, dass man Risiken ausgesetzt ist, an deren Folge man erkranken oder versterben könnte, auch, wenn diese vermeidbar sind.
Wenn ich mir anschaue, wie viele sich hier schon von einem bisschen Stoff vor dem Mund eingeengt fühlen, möchte ich nicht wissen, wenn der Staat dies mal ernst nehmen würde und z.B. Ernährung oder Sport in Angriff nehmen würde zur Risikominimierung.
Pff, bevor mir der Staat sagt, dass ich mehr Gemüse essen soll, könnte man mal Antibiotika in der Massentierhaltung verbieten. Da können wir jetzt eine lange Todo-Liste aufstellen und säßen noch heute Abend hier.
Fazit: der Staat lässt vieles laufen, wenn ansonsten die Gewinne weniger gefährdet wären. Und letztlich lässt er deshalb auch die Pandemie laufen. Nur ist es dann inkonsistent, mir oder anderen die Schuld an der Pandemie an die Backe zu nageln, weil sie sich nicht impfen lassen wollen (ich bin geimpft, btw.).