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    mehr als 1000 Beiträge seit 16.11.2001

    Antwort auf Re: Wie häufig soll injiziert werden? von JustMyTwoCents.

    JustMyTwoCents schrieb am 26.08.2021 15:40:

    marasek schrieb am 26.08.2021 15:22:

    Das Argument trägt für mich an der Stelle nicht. Da der Staat das Ding endemisch werden lässt, hat er meiner Ansicht jedwede Autorität verspielt, mir oder jemand anderem in die persönliche Risikoabwägung reinzureden. Der Staat will hier nur die Kosten seines eigenen Versagens niedrig halten.

    Was wäre denn die Alternative?

    Der Staat soll entweder seinen Job machen und das Ding ausrotten, mit Impfpflicht und Maßnahmen und allem drum und dran, oder es dem Einzelnen überlassen, wie weit er sich schützt, ggf. flankiert mit gesetzlichen Grundlagen, die das ermöglichen (Recht auf Home Office).
    Das derzeitige Vorgehen ist nicht Fisch und nicht Fleisch.

    Letztlich - guck doch mal in die Zukunft. Das Ding wird endemisch und die Impfung lässt schnell nach. Willst Du Dich jetzt ad infinitum alle sechs Monate impfen lassen? Und wird der Staat - vor allem dieser Staat - das überhaupt bezahlen wollen?

    Zumal es dem Staat regelmäßig links wo vorbeigeht, dass man Risiken ausgesetzt ist, an deren Folge man erkranken oder versterben könnte, auch, wenn diese vermeidbar sind.

    Wenn ich mir anschaue, wie viele sich hier schon von einem bisschen Stoff vor dem Mund eingeengt fühlen, möchte ich nicht wissen, wenn der Staat dies mal ernst nehmen würde und z.B. Ernährung oder Sport in Angriff nehmen würde zur Risikominimierung.

    Pff, bevor mir der Staat sagt, dass ich mehr Gemüse essen soll, könnte man mal Antibiotika in der Massentierhaltung verbieten. Da können wir jetzt eine lange Todo-Liste aufstellen und säßen noch heute Abend hier.

    Fazit: der Staat lässt vieles laufen, wenn ansonsten die Gewinne weniger gefährdet wären. Und letztlich lässt er deshalb auch die Pandemie laufen. Nur ist es dann inkonsistent, mir oder anderen die Schuld an der Pandemie an die Backe zu nageln, weil sie sich nicht impfen lassen wollen (ich bin geimpft, btw.).

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    Antwort auf Re: Wie häufig soll injiziert werden? von marasek.

    marasek schrieb am 26.08.2021 15:55:

    Der Staat soll entweder seinen Job machen und das Ding ausrotten, mit Impfpflicht und Maßnahmen und allem drum und dran, oder es dem Einzelnen überlassen, wie weit er sich schützt, ggf. flankiert mit gesetzlichen Grundlagen, die das ermöglichen (Recht auf Home Office).
    Das derzeitige Vorgehen ist nicht Fisch und nicht Fleisch.

    Es ist natürlich ein Kompromiss, weil wir weder in einen libertären, noch in einer faschistoiden Diktatur leben.

    Deine zwei "Wege" setzen eine der beiden Staatsformen voraus. Haben wir aber nicht.

    Letztlich - guck doch mal in die Zukunft. Das Ding wird endemisch und die Impfung lässt schnell nach. Willst Du Dich jetzt ad infinitum alle sechs Monate impfen lassen? Und wird der Staat - vor allem dieser Staat - das überhaupt bezahlen wollen?

    Wenn das Ding endemisch ist benötigst du keine Impfung mehr.

    Pff, bevor mir der Staat sagt, dass ich mehr Gemüse essen soll, könnte man mal Antibiotika in der Massentierhaltung verbieten. Da können wir jetzt eine lange Todo-Liste aufstellen und säßen noch heute Abend hier.

    Fazit: der Staat lässt vieles laufen, wenn ansonsten die Gewinne weniger gefährdet wären. Und letztlich lässt er deshalb auch die Pandemie laufen. Nur ist es dann inkonsistent, mir oder anderen die Schuld an der Pandemie an die Backe zu nageln, weil sie sich nicht impfen lassen wollen (ich bin geimpft, btw.).

    Es ist doch vollkommen logisch, dass je niedriger die Impfquote ist, desto länger dauert die Pandemie an.

    Und ja, diese Kritik müssen sich die Ungeimpften anhören, warum auch nicht? Wir sind doch nicht im Kindergarten.

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    Antwort auf Re: Wie häufig soll injiziert werden? von JustMyTwoCents.

    JustMyTwoCents schrieb am 26.08.2021 17:00:

    Es ist natürlich ein Kompromiss, weil wir weder in einen libertären, noch in einer faschistoiden Diktatur leben.

    Deine zwei "Wege" setzen eine der beiden Staatsformen voraus. Haben wir aber nicht.

    Unfug. Ein libertäres Staatssystem kann keine Diktatur sein, da es ja für die Abwesenheit des Staates steht. Wir haben irgendsoein Mischdings, in das mal libertär, mal staatlich intervenierend ist, je nachdem, wie die Interessenlage ist. Oder anders gesagt: der gleiche Staat, der den Sozialstaat zusammengestrichen und was von Eigenverantwortung geredet hat, rettet Konzerne mit Milliardensummen.

    Ansonsten wären hinsichtlich SARS-CoV-2 im Februar 2020 Maßnahmend ausreichend gewesen, die beim schlechtesten Willen nicht faschistisch gewesen wären.

    Wenn das Ding endemisch ist benötigst du keine Impfung mehr.

    Wie kommst Du denn da drauf? Die Endemie ist im Grunde nur die Reduktion der Krankheitsfälle, weil nicht mehr alle zur gleichen Zeit immunnaiv sind. Da SARS-CoV-2 dauernd mutiert, schafft es sich aber immer neue mehr oder minder immunnaive Wirte und Risikogruppen wachsen fortlaufend nach. Wer die Impfung braucht, entscheidet vor allem das Virus - und zwar solange, bis es eine gewisse genetische Drift hin zu weniger vulnerablen Wirten gegeben hat.

    Es ist doch vollkommen logisch, dass je niedriger die Impfquote ist, desto länger dauert die Pandemie an.

    Und ja, diese Kritik müssen sich die Ungeimpften anhören, warum auch nicht? Wir sind doch nicht im Kindergarten.

    Die Pandemie endet nicht durch diese Impfung. Diese Impfung mildert lediglich die Begleiterscheinungen der Endemischwerdung ab. Eine Pandemie endet entweder, wenn das Virus endemisch geworden ist (d. h. nicht mehr alle gleichzeitig vulnerabel sind) oder wenn das Virus ausgerottet wurde.

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    Antwort auf Re: Wie häufig soll injiziert werden? von marasek.

    marasek schrieb am 26.08.2021 18:30:

    Unfug. Ein libertäres Staatssystem kann keine Diktatur sein, da es ja für die Abwesenheit des Staates steht.

    Das wäre schlicht die Diktatur der Liberalität. Auch nicht gut.

    Wir haben irgendsoein Mischdings, in das mal libertär, mal staatlich intervenierend ist, je nachdem, wie die Interessenlage ist. Oder anders gesagt: der gleiche Staat, der den Sozialstaat zusammengestrichen und was von Eigenverantwortung geredet hat, rettet Konzerne mit Milliardensummen.

    Richtig, aber solange ein großer Teil die CDU wählt, ist das wohl das Willen der Meisten. Kann man doof finden, ist aber einfach so. Es müsste sich der Wählerwillen hier ändern.

    Ansonsten wären hinsichtlich SARS-CoV-2 im Februar 2020 Maßnahmend ausreichend gewesen, die beim schlechtesten Willen nicht faschistisch gewesen wären.

    Ich hab bisher noch nicht eine einzige Maßnahme gegen SarS-CoV-2 gesehen, die faschistisch gewesen wäre.

    Wie kommst Du denn da drauf? Die Endemie ist im Grunde nur die Reduktion der Krankheitsfälle, weil nicht mehr alle zur gleichen Zeit immunnaiv sind. Da SARS-CoV-2 dauernd mutiert, schafft es sich aber immer neue mehr oder minder immunnaive Wirte und Risikogruppen wachsen fortlaufend nach. Wer die Impfung braucht, entscheidet vor allem das Virus - und zwar solange, bis es eine gewisse genetische Drift hin zu weniger vulnerablen Wirten gegeben hat.

    Eine Endemie ist das dauerhafte Leben des Virus in der Population.

    Eben das, was wir mit SarS-CoV-2 in 2022 sehen und erleben werden. Es wird immer noch schwere Fälle geben, es wird immer noch Tote damit geben - aber eben nicht mehr Tausende in der Woche.

    Die Pandemie endet nicht durch diese Impfung. Diese Impfung mildert lediglich die Begleiterscheinungen der Endemischwerdung ab. Eine Pandemie endet entweder, wenn das Virus endemisch geworden ist (d. h. nicht mehr alle gleichzeitig vulnerabel sind) oder wenn das Virus ausgerottet wurde.

    Die Impfung lässt Endemie schneller erreichen.

    Wären 100% der Menschen geimpft, könnten wir sämtliche Maßnahmen aufheben und gut ist.

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    Antwort auf Re: Wie häufig soll injiziert werden? von JustMyTwoCents.

    JustMyTwoCents schrieb am 26.08.2021 19:04:

    marasek schrieb am 26.08.2021 18:30:

    Unfug. Ein libertäres Staatssystem kann keine Diktatur sein, da es ja für die Abwesenheit des Staates steht.

    Das wäre schlicht die Diktatur der Liberalität. Auch nicht gut.

    "Die Diktatur (von lateinisch dictatura) ist eine Herrschaftsform, die sich durch eine einzelne regierende Person, den Diktator, oder eine regierende Gruppe von Personen (z. B. Partei, Militärjunta, Familie) mit weitreichender bis unbeschränkter politischer Macht auszeichnet." (Wikipedia)

    Wie soll das zu einem libertären Staat passen?
    [bin kein Libertärer, das mal nur am Rande]

    Wir haben irgendsoein Mischdings, in das mal libertär, mal staatlich intervenierend ist, je nachdem, wie die Interessenlage ist. Oder anders gesagt: der gleiche Staat, der den Sozialstaat zusammengestrichen und was von Eigenverantwortung geredet hat, rettet Konzerne mit Milliardensummen.

    Richtig, aber solange ein großer Teil die CDU wählt, ist das wohl das Willen der Meisten. Kann man doof finden, ist aber einfach so. Es müsste sich der Wählerwillen hier ändern.

    Da hast Du vergessen, SPD, FDP und Grüne mit aufzuzählen, die exakt die gleiche Politik machen oder mittragen.

    Ich hab bisher noch nicht eine einzige Maßnahme gegen SarS-CoV-2 gesehen, die faschistisch gewesen wäre.

    Habe ich auch nicht behauptet.

    Eine Endemie ist das dauerhafte Leben des Virus in der Population.

    Eben das, was wir mit SarS-CoV-2 in 2022 sehen und erleben werden. Es wird immer noch schwere Fälle geben, es wird immer noch Tote damit geben - aber eben nicht mehr Tausende in der Woche.

    Die Russische "Grippe", die vermutlich durch die Endemischwerdung von HCoV-OC43 verursacht wurde, hat sechs Jahre gedauert, und zwar ohne Maßnahmen und ohne Impfung.

    Die Impfung lässt Endemie schneller erreichen.

    Wären 100% der Menschen geimpft, könnten wir sämtliche Maßnahmen aufheben und gut ist.

    Siehst Du Endemie als erstrebenswertes Ziel an? Dann frage ich mich, ob wir zur gleichen Spezies gehören.

    Ansonsten stimmt Deine Aussage nicht. Zum einen verzögert die Impfung die Endemischwerdung, weil sie erwiesenermaßen Infektion und Weitergabe erschwert.

    Der andere Unterschied ist die Anzahl der Toten in absehbarer Zeit.

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    Antwort auf Re: Wie häufig soll injiziert werden? von marasek.

    marasek schrieb am 26.08.2021 19:39:

    "Die Diktatur (von lateinisch dictatura) ist eine Herrschaftsform, die sich durch eine einzelne regierende Person, den Diktator, oder eine regierende Gruppe von Personen (z. B. Partei, Militärjunta, Familie) mit weitreichender bis unbeschränkter politischer Macht auszeichnet." (Wikipedia)

    Wie soll das zu einem libertären Staat passen?

    In diesem Falle wären es die Libertären, die vorgeben, was zu tun wäre.

    Das ist auch eine Gruppe.

    [bin kein Libertärer, das mal nur am Rande]

    Ist auch kein persönlicher Vorwurf an dich. Ich sage nur: Ein rein libertärer Staat wäre auch eine Diktatur - nur halt eben von Liberalen geführt.

    Da hast Du vergessen, SPD, FDP und Grüne mit aufzuzählen, die exakt die gleiche Politik machen oder mittragen.

    Weißt du ja, was du im September wählen kannst ;-)

    Habe ich auch nicht behauptet.

    Sind wir uns einig also :-)

    Die Russische "Grippe", die vermutlich durch die Endemischwerdung von HCoV-OC43 verursacht wurde, hat sechs Jahre gedauert, und zwar ohne Maßnahmen und ohne Impfung.

    Ja, ist aber ein anderes Virus mit anderen Eigenschaften.

    SarS-CoV-2 ist extrem ansteckend, die Personen sind infektiös, bevor sie (vielleicht) Symptome entwickeln - man hat sich "flatten the curve" nicht ausgedacht, sondern Virologen war völlig klar, dass bei diesen Parametern eine Pandemie ohne Eindämmung in einem Desaster endet (wie in z.B. Bergamo gesehen).

    Daher ist klar, dass der Wandel von SarS-CoV-2 in eine Endemie sehr flott gehen wird.

    Siehst Du Endemie als erstrebenswertes Ziel an? Dann frage ich mich, ob wir zur gleichen Spezies gehören.

    Eine Endemie ist der Übergang zu einem Leben mit SarS-CoV-2 in der Normalität.

    Ansonsten stimmt Deine Aussage nicht. Zum einen verzögert die Impfung die Endemischwerdung, weil sie erwiesenermaßen Infektion und Weitergabe erschwert.

    Eine Impfung ermöglich aber erst einigermaßen hohe Inzidenzen ohne dass es zu einer Massenerkrankung und Massensterben gibt.

    Der andere Unterschied ist die Anzahl der Toten in absehbarer Zeit.

    Endemie ohne (oder nahezu ohne) Tote, eben.

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    Antwort auf Wie häufig soll injiziert werden? von Faith_in_Chaos.

    Zweimal am Tag. Morgens Aronal, abends Elmex.

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