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  • Hagjo1

mehr als 1000 Beiträge seit 11.11.2021

Sorry Herr von Westphalen...

... aber bei den Schüssen auf das "Weiße Haus" ging es damals um nichts anderes als die verzweifelten Versuche der letzten Verfechter der UdSSSR, sich gegen die Demokratisierung ihres Staates zu wehren.
Dass sie sich tatsächlich gegen die zukünftigen Autokraten, die ihr Land regieren werden per versuchten Staatsstreich wehren würden, war ihnen damals in Gänze gar nicht klar.

Und ich würde einen Herrn Westphalen dringend Recherchen nahelegen, die zu einem Artikel über die Rolle Putins damals führen würden,
....oder nach einer Erklärung, warum selbst die Putinmedien heute nicht mehr über diesen Staatsstreich berichten...
...oder inwieweit sich die Nachfolgeparteien und deren Mitglieder nach dem gescheiterten Staatsstreich an der Umwandlung der Demokratie in eine Autokratie wesentlich mitbeteiligt haben?

Und warum werde ich solche Artikel von TP-autoren nur einfordern können, aber niemals erleben?
Was für einem Anspruch auf Journalismus verschreibt man sich da?

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  • Avatar von antinsa
    • antinsa

    82 Beiträge seit 19.08.2021

    Antwort auf Sorry Herr von Westphalen... von Hagjo1.

    Hagjo1 schrieb am 10.10.2023 20:35:

    ... aber bei den Schüssen auf das "Weiße Haus" ging es damals um nichts anderes als die verzweifelten Versuche der letzten Verfechter der UdSSSR, sich gegen die Demokratisierung ihres Staates zu wehren.
    Dass sie sich tatsächlich gegen die zukünftigen Autokraten, die ihr Land regieren werden per versuchten Staatsstreich wehren würden, war ihnen damals in Gänze gar nicht klar.

    Und ich würde einen Herrn Westphalen dringend Recherchen nahelegen, die zu einem Artikel über die Rolle Putins damals führen würden,
    ....oder nach einer Erklärung, warum selbst die Putinmedien heute nicht mehr über diesen Staatsstreich berichten...
    ...oder inwieweit sich die Nachfolgeparteien und deren Mitglieder nach dem gescheiterten Staatsstreich an der Umwandlung der Demokratie in eine Autokratie wesentlich mitbeteiligt haben?

    Und warum werde ich solche Artikel von TP-autoren nur einfordern können, aber niemals erleben?
    Was für einem Anspruch auf Journalismus verschreibt man sich da?

    Fragen Sie mich nicht warum es dazu kam. Dazu fehlen mir die Hintergrundinformationen wieso 1993 mehr oder minder das Gegenteil von 1993 passierte.
    Ich denke da hat jemand die Ereignisse von 1991 und 1993 vermischt.
    1991 gab es einen Putsch-Versuch von sowjetischer Seite gegen Jelzin als Präsident (russische Teilrepublik) wie auch dem UDSSR/Sowjetunion-Präsidenten Gorbatschow.

    Jedenfalls 1993 die Verfassungskrise ging in erster Linie von Jelzin aus(siehe Artikel).
    Putins-Rolle werden sie nicht viel finden, denn er wird nie erwähnt in dem historischen Kontext. Wie auch? 1991 war er noch in Dresden.
    1993 wissen wir nicht, was er genau gemacht hat. Aber es dürfte klar sein, dass die Ereignisse von 1991 dazu schon führten, dass er dem KGB (heutiger FSB) den Rücken gekehrt hatte.
    Die einzigen politischen Hinweise wie er diese zwei Jahre aufgenommen hatte (und nicht bloß Trauer um den Untergang der Sowjetunion waren) ist, wie der Mentor von Medwedew/Putin zu den Ereignissen stand. Dieser verstarb anfang der 2000er aber es gibt relativ gute zeitliche Belege zur historischen Figur des sogenannten "Mentors Putins" Anatoly Sobchak.
    Natürlich lässt sich daran nicht ableiten, wie Putin tickte, aber dass es eine Loyalität von Medwedew/Putin gegenüber Ex-Bürgermeister Anatoly Sobchak
    gab ist denke ich (solange diese nicht politisch wichtiger waren) logisch.

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