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mehr als 1000 Beiträge seit 09.08.2008

Drostens Aussage war korrekt. Die Interpretation der Medien falsch.

Drosten hatte damals über eine Studie berichtet, in der bei infizierten Kindern eine ähnlich hohe Viruslast im Rachenraum festgestellt wurde wie bei infizierten Erwachsenen. In wie weit das einzuordnen ist, auch im Kontext des geringeren Todraumvolumens bei Kindern und der im Vergleich zu Erwachsenen geringeren Aerosolausscheidung konnte er damals allerdings nicht beurteilen. Allerdings hat er angemerkt (man hatte bereits damals das subjektive Gefühl, das Kinder eher weniger infektiös als Erwachsene sind und daher war dieses Ergebnis doch überraschend), das diese neue Erkenntnis im Schulbetrieb beachtet werden solle.
Die Medien machten daraus:
"Drosten warnt vor Schulöffnungen" oder ähnliches.
Das Problem ist: Drosten ist Wissenschaftler und Arzt. Aber vor allem Theoretiker.
Da fehlt im das pragmatische "häufiges ist häufig" aus der Praxis, aber er hat sicherlich das bereits im Studium vermittelte Haftungsrisiko im Hinterkopf und würde nie irgend etwas mit absoluter Sicherheit ausschließen, nur weil es maximal unwahrscheinlich ist.
Anders herum können Journalisten, die ja häufig keine adäquate, und schon gar nicht eine fachspezifische Ausbildung haben solche Aussagen dann auch nicht einordnen - haben aber im Idealfall bei Axel-Springer gelernt und da bekommt man in die Wiege gelegt, dass sich nur Sensationen verkaufen. Und so hat eine reißerische Meldung die nächste gejagt und die Politk getrieben, die den Ball dann aber auch dankend angenommen hat.

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  1. - i-n-t-e 45 Drostens Aussage war korrekt. Die Interpretation der Medien falsch.
    1. TheCalyx 20 Re: Drostens Aussage war korrekt. Die Interpretation der Medien falsch.
      1. i-n-t-e   Re: Drostens Aussage war korrekt. Die Interpretation der Medien falsch.
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