Energie ist eine Ressource und wie alle Ressourcen könnte Vermeidung der Schlüssel sein. Eine solche Diskussion findet gar nicht statt, so als ob es ein Naturgesetz wäre, jedes Jahr 12-15 Exajoule zu verbraten. Mit Vermeidung meine ich nicht die Heizkörper runter zu drehen wenn es draussen kalt ist. Mit Vermeidung ist gemeint Produkte auf Langlebigkeit Wiederverwendbarkeit zu bauen. Das fängt beim Einfachsten, wie der Verwendung bruchsicherer Gläser an. Leihstationen für Elektrogeräte die man nur einzwei mal im Jahr braucht usw. usw. All das geht natürlich nicht, weil das ja dem System, welches dauerndes Wachstum erfordert widerspricht. Ohne Systemfrage brauchen wir uns der Energiefrage nicht zu nähren, denn nicht heute, aber irgendwann sind auch die letzte Gasblasen, Ölfelder und Flöze auf diesem Planeten leer.
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Antwort auf Witzigerweise wird Vermeidung gar nicht diskutiert von Maikord.
Maikord schrieb am 15.08.2022 13:31:
Leihstationen für Elektrogeräte die man nur einzwei mal im Jahr braucht usw. usw.
Gibt es doch schon alles… Im Zweifel im Baumarkt nachfragen.
All das geht natürlich nicht, weil das ja dem System, welches dauerndes Wachstum erfordert widerspricht.
Blödsinn, in der DDR war es doch noch schlechter.
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Antwort auf Re: Witzigerweise wird Vermeidung gar nicht diskutiert von mwka.
mwka schrieb am 15.08.2022 16:49:
Maikord schrieb am 15.08.2022 13:31:
Leihstationen für Elektrogeräte die man nur einzwei mal im Jahr braucht usw. usw.
Gibt es doch schon alles… Im Zweifel im Baumarkt nachfragen.
All das geht natürlich nicht, weil das ja dem System, welches dauerndes Wachstum erfordert widerspricht.
Blödsinn, in der DDR war es doch noch schlechter.
Wirklich? Also nur mal 2 Beispiele: Der gute alte Foron-Kühlschrank funktioniert immer noch, inklusive seiner ersten "Innenbeleuchtung". Und das gute alte RG-28 (Rührgerät) ist ebenfalls nahezu unverwüstlich. Stärker als jedes Küchenrührgerät von Bosch, Siemens & Co und Dank Metall-Getriebe auch extrem robust. Sowas wird heute nicht mehr gebaut. Kosten- und Gewinn-Optimierung ... und natürlich geplante Obsoleszenz (Verschleiß) ... will keiner zugeben, kann man aber beobachten an allen Ecken.
Bestes Beispiel aus dem guten "Westen" (jetzt eher Fern-Osten) ... Smartphones mit verklebtem Akku. Macht eigentlich nur Sinn, wenn die Akkus entweder unbegrenzt lange halten ODER ich die Käufer animieren möchte, das Smartphone mit abnehmender Akku-Kapazität zu wechseln. Totale Ressourcenverschwendung!
Bei Fernsehgeräten dasgleiche ... Cent-Artikel-Kondensatoren, die kurz nach der Garantie kaputt gehen. Ein paar Cent teurere verbaut und die TV's würden deutlich länger halten. +o( -
Antwort auf Witzigerweise wird Vermeidung gar nicht diskutiert von Maikord.
Deshalb EE ausbauen, pv auf jedem Dach fördern und Power2Gas in Staatshand um Überschüsse umzuwandeln und zu speichern.
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Es gibt gefühlt 1000 alternative Ideen.
Antwort auf Re: Witzigerweise wird Vermeidung gar nicht diskutiert von Abgefeimter Knecht.
Die erste Frage: Woher bekommen wir die WKA, Solarpaneele, Speicher der verschiedensten Formen, Strom -> H2 Anlagen?
Wie hoch wären die Anschaffungskosten der Alternativen über einen gewissen Zeitraum? Würden die Preise für die Alternativen steigen, je höher die Nachfrage z.B. für D ist, denn letztendlich müssten wir praktisch (fast) alles Importieren. Selber bauen? Wie viele Jahre für den Aufbau einer eigenen "Ökonstromerzeugungsindustrie" würde benötigt.Gut, jetzt bauen wir die nötigen Anlagen. Wenn die aufgebaut werden oder stehen, wie soll der Strom verteilt werden, wenn jeder Hans und Franz gegen Stromtrassen klagen kann?
Ach ja, nicht nur die Beiden, sondern alle, die nicht solche Anlagen vor der Haustür haben wollen? Vollständiger Ausschluss des Rechtswegs? Ein kleines "Ermächtigungsgesetzt" um den Bürger auszuschließen, etwas diktatorisch durchsetzen, wie im ehemaligen Nachbarstaat, wo auch niemand die Bürger gefragt hat?Zu zuletzt:
Wie viele Jahre wird der ganze Spuk dauern, bis wir solche alternativen Energieversorgungen aufgebaut haben? Und da möchte ich nicht mal auf BER, S21, HH Musikbude verweisen, weil das Projekt der Minderung der Energieabhängigkeit ganz andere Dimensionen hat.
Letztendlich werden die Energiekunde, Wirtschaft und Bürger, die Kosten bezahlen müssen. Entweder direkt über die Energiepreise oder indirekt durch Steuern, wenn das Projekt (höchstwahrscheinlich) Massenhaft subventioniert wird.