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  • GP.0

549 Beiträge seit 28.01.2016

Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefern?

Es wird viel davon geschrieben und darüber diskutiert, dass die Russen nur 40 % oder 20 % der Kapazität von NS1 liefern. In früheren Jahren reichte die volle Kapazität im Winter nicht aus, um den Bedarf zu decken. Deshalb musste Gas aus Speichern entnommen werden, die zur Zeit zu 75 % gefüllt sind.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/aktuelle_gasversorgung/start.html
Man kann sich auch ansehen, welche Szenarien in Bezug auf die Durchflüsse durch NS1 gerechnet wurden.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/aktuelle_gasversorgung/_downloads/08_August/220815_gaslage.pdf?__blob=publicationFile&v=2
Warum wird das in Bezug auf den Durchfluss und nicht in Bezug auf die vertraglich zu liefernde Menge gemacht? In der Öffentlichkeit wird der Eindruck erweckt, dass Gazprom seine Verpflichtungen nicht einhält. Kein Journalist in Deutschland kam bisher auf die Idee, nachzufragen, wie viel Gas aus Russland aktuell bestellt ist und geliefert werden muss.
Das kleine Internetportal Infosperber hat sich jetzt getraut, diese Frage zu stellen.
Die Antworten oder besser Ausflüchte sind in dem Artikel "Niemand sagt, wie viel Gas Russland vertraglich liefern müsste" nachzulesen.
https://www.infosperber.ch/wirtschaft/konzerne/niemand-sagt-wie-viel-gas-russland-vertraglich-liefern-muesste/

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.08.2022 16:27).

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  • Avatar von Nayaro
    • Nayaro

    770 Beiträge seit 29.03.2014

    Multipost (kwt)

    Antwort auf Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefern? von GP.0.

    Heise man kann bei euch im Mobilmodus echt keine Forenposts bearbeiten :(

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.08.2022 16:59).

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  • Avatar von Nayaro
    • Nayaro

    770 Beiträge seit 29.03.2014

    Re: Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefe

    Antwort auf Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefern? von GP.0.

    Vielen Dank für den Hinweis auf den Artikel vom Infosperber. Lohnt sich immer wieder hier in die Kommentarsektion zu schauen.
    Hat mich traurig gemacht, dass ich nicht selbst drauf gekommen bin mir diese offensichtliche Frage zu stellen.
    Aber das ist Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie leicht man eine Meinung/Haltung ins Gegenteil verkehren kann, wenn man einfach wesentliche Informationen weg lässt. Und wie schwer es ist zu erkennen, dass die wichtigen Fragen gar nicht gestellt wurden.

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  • Avatar von Hessischer Rocker
    • Hessischer Rocker

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.01.2022

    Re: Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefe

    Antwort auf Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefern? von GP.0.

    DenInfosperber Blog lese ich prinzipiell nicht, aber 3min Suchen haben gereicht.
    Google hat mir ganz gut geholfen:
    gazrom vertraglich vereinbarte liefermengen

    Dann kommt dieser Treffer z.B.:
    https://www.zdf.de/politik/frontal/basf-milliardengeschaefte-gier-nach-russischem-gas-100.html

    Die Mindestabnahmemenge Gas von Gazprom zu allen Deutschen Gashändlern liegt bei 42 Mrd Kubikmeter Gas pro Jahr. Einfach runtergerechnet sind das dann ca. 115 Mio m3 linear pro Tag über alle Pipelines und Vertragspartner.

    Das ist zu wenig, ja. Wieso das so ist, das hat dieser Verschwörungstheoretiker Blog hoffentlich auch benannt? - Falls nicht ist der Artikel komplett sinnlos, nicht?

    Gazprom macht nur sogenannte "Take or Pay" Verträge, diese 42Mrd ist die Mindestabnahmemenge welche so oder so bezahlt werden muss - Logischerweise wird das zu tief angesetzt. Das bedeutet aber auch - und ist bestimmt vertraglich geregelt, dass zusätzlich Gas eingekauft werden kann, wohl die von Dir erwähnte Maximalmenge...

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  • Avatar von Hessischer Rocker
    • Hessischer Rocker

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.01.2022

    Antwort auf Re: Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefe von Nayaro.

    Aber das ist Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie leicht man eine Meinung/Haltung ins Gegenteil verkehren kann, wenn man einfach wesentliche Informationen weg lässt.

    Du redest von diesem stümperhaften Infosperber Blogeintrag nehme ich an?

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  • Avatar von Teletrabi
    • Teletrabi

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.03.2003

    Antwort auf Re: Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefe von Hessischer Rocker.

    Hessischer Rocker schrieb am 15.08.2022 17:02:

    DenInfosperber Blog lese ich prinzipiell nicht, aber 3min Suchen haben gereicht.
    Google hat mir ganz gut geholfen:
    gazrom vertraglich vereinbarte liefermengen

    Dann kommt dieser Treffer z.B.:
    https://www.zdf.de/politik/frontal/basf-milliardengeschaefte-gier-nach-russischem-gas-100.html

    Die Mindestabnahmemenge Gas von Gazprom zu allen Deutschen Gashändlern liegt bei 42 Mrd Kubikmeter Gas pro Jahr. Einfach runtergerechnet sind das dann ca. 115 Mio m3 linear pro Tag über alle Pipelines und Vertragspartner.

    Das ist zu wenig, ja. Wieso das so ist, das hat dieser Verschwörungstheoretiker Blog hoffentlich auch benannt? - Falls nicht ist der Artikel komplett sinnlos, nicht?

    Gazprom macht nur sogenannte "Take or Pay" Verträge, diese 42Mrd ist die Mindestabnahmemenge welche so oder so bezahlt werden muss - Logischerweise wird das zu tief angesetzt. Das bedeutet aber auch - und ist bestimmt vertraglich geregelt, dass zusätzlich Gas eingekauft werden kann, wohl die von Dir erwähnte Maximalmenge...

    Und wieviel der deutschen Händler haben sich nach Habeclks "wir wollen kein RUS-gas mehr" und immer wieder diskutiertem Gasboykott von ihren Abnahmen bereits losgesagt? Was besteht denn noch an langfristigen Verträgen? Deren nicht-Verlängerung per EUö-Vorgabe war doch Anlass für den Preissprung vor einem Jahr. Und wer ist es, der bei der Belieferung leer ausgeht und wer erhält noch was? Wird es nach Bestellanteilen gepslittet? Ode rhaben manche Glück und andere weniger? Bedient Putin nur noch seine Wintershall/BASF-Freunde?

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  • Avatar von Teletrabi
    • Teletrabi

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.03.2003

    Antwort auf Re: Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefe von Hessischer Rocker.

    Hessischer Rocker schrieb am 15.08.2022 17:02:

    DenInfosperber Blog lese ich prinzipiell nicht, aber 3min Suchen haben gereicht.
    Google hat mir ganz gut geholfen:
    gazrom vertraglich vereinbarte liefermengen

    Dann kommt dieser Treffer z.B.:
    https://www.zdf.de/politik/frontal/basf-milliardengeschaefte-gier-nach-russischem-gas-100.html

    Na was ein nette Propagandastreifen.
    Da wird also ein Satz "Anything can happen" aus dem schwedischen Paper dem Zuschauer präsentiert als Beleg, dass dem Irren im Kremel alles zuzutrauen sei und man es längst habe wissen müssen.
    Blöd nur, dass der Kontext ein völlig anderer ist und sich die Aussage auf die geringe Prognosequalität des Papers auf längere Sicht bezieht. So steht da doch:
    "Risks in the long-run perspective are difficult to estimate. Anything can happen."

    Und zugleich wird ein umfassender Energieboykott durch Russland nur unter widrigen politischen Umständen und bei gegebener Absatzalternative für möglich erachtet:
    "Preceded by a severe political crisis, the risk of partial and/or short-duration cut-offs aimed at non-FSU Europe increases. In that case, it would likely be aimed at a specific importer rather than at a group of states (such as the EU). [...]. If a total and/or pemanent cut in supply to Europe would materialise, it would have to be preceded by a serious degeneration of relation in combination with a develeoped technical ability fo russia to export energy elsewehere"

    Das is nahezu das Gegenteil von dem, was das ZDF daraus zurechtbastelt...

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    • Nayaro

    770 Beiträge seit 29.03.2014

    Antwort auf Re: Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefe von Hessischer Rocker.

    Hessischer Rocker schrieb am 15.08.2022 18:08:

    Du redest von diesem stümperhaften Infosperber Blogeintrag nehme ich an?

    Ich möchte mir nicht anmaßen eine Einschätzung zum Aufwand zu treffen, aber mir scheint es wurde an recht vielen Stellen nachgefragt und keine Auskunft erteilt.
    Eine Antwort auf die - durch aus berechtigte - Frage, wie viel Gas Russland eigentlich vertraglich liefern soll, und wieviel Gas im Vergleich Russland liefert habe ich auch anderswo nicht gefunden. Aber soweit ich das sehe wurde die Frage auch weder bei der Zeit, der Tagesschau, Telepolis, bei Correctiv oder irgendwo sonst überhaupt gestellt. Obwohl sie wesentlich mehr Relevanz besitzt als die Angabe, wieviel denn nun durch irgendeine Pipeline fließt.
    Ist ein bisschen so, als ob sich alle über einen Busfahrer aufregen weil der nur 30 fährt. Und dann verweisen alle darauf, dass der Bus ja technisch gesehen eigentlich 100 fahren könnte. Aber niemand fragt nach dem Fahrplan.

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  • Avatar von Traktatorist
    • Traktatorist

    680 Beiträge seit 17.11.2004

    ...vertraglich liefern

    Antwort auf Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefern? von GP.0.

    Vertrag ist Vertrag...Aber:

    Kommt Russland eigentlich an das vertraglich vereinbarte Geld für seine Energielieferungen heran???

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.12.2010

    So vieles wird nicht gefragt.

    Antwort auf Vor dem Fracking die Frage: Wie viel Gas müssen die Russen vertraglich liefern? von GP.0.

    Lies mal hier vom 01.10.2021.
    https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/der-gasmarkt-ist-schuld-nicht-putin

    IV. Nicht zuletzt auf Druck der EU-Kommission gibt es immer weniger langfristige Gaslieferverträge mit Ölpreisbindung und stattdessen einen freien globalen Gas(spot)markt. Das hat viele Vorteile, aber so ist der Gaspreis starken Marktschwankungen ausgesetzt. Eine schnell steigende Nachfrage führt eben zu rapide steigenden Preisen.

    Natürlich profitiert auch Gazprom davon, weil sie Liefermengen kurzfristig an den Gasspotmarktpreisen einpreisen können.
    Und alle Staaten profitieren auch von höheren Einnahmen von Gebühren, von höheren MwSt.-Einnahmen und von relativ an den Preis gebundenen Gebühren.
    Spekulanten sowieso, und davon wird es sehr viele geben.

    Wer ALSO hat die Misere wirklich verursacht? Wer profitiert am meisten davon? Welche Marktmechanismen herrschen aktuell am Gasspotmarkt vor?
    Wie hoch ist eigentlich der Aufpreis von russ. Pipelinegas zu Tanker-LNG? Wie hoch ist die globale Verfügbarkeit? Wie hoch sind die Transportkapazität von LNG? Welches Land hat golbal gesehen mehr Energieprobleme, weil Europa den LNG-Markt leerkauft?

    Darüber berichtet kein einziges Medium!
    Ich hab das vor 4 Wochen bei Telepolis mal angeregt, kommt nichts, nur Usersperren wegen nichts.

    Genauso zu fragen, welche Preise die einzelnen EU-Länder für Gas unterschiedlicher Herkunft bezahlen, welche Durchleitungsprämien sie erhalten? Da findest du nichts in den Medien, kannst dir aber in mühseliger Kleinarbeit bei der Netzagentur und auf irgendwelchen Uni-Servern und bei Wirtschaftsinstituten zusammensuchen.

    Jeder wäre verwundert, was er da alles zu sehen bekommt. Diese Informationen würden die Bürger nur verunsichern.

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