Ungerecht ist also gar nicht das Virus selbst, sondern eine Klassengesellschaft, deren Mitglieder es ganz unterschiedlich trifft.
Naja, spätestens bei „Klassengesellschaft“ weiß man, dass nun wieder mal Werbung für DDR 2.0 folgt, die Honecker-Fans sterben halt nicht aus. Egal, das ignoriert man einfach.
Dabei ist die Klasse, die bei den Virusfolgen maßgeblich ist, die Altersklasse: Alte ersticken, Junge niesen. Und das einhellig bei arm wie reich. Und da kann man sich seine Jugend auch mit Geld nicht zurückkaufen.
Es ist auch nicht das Virus, das die Armen belastet, sondern es sind die Maßnahmen. Bekanntlich arbeiten Arme besonders oft in den Branchen, die vom Lockdown am härtesten getroffen wurden, Einzelhandel, Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen…
Und das, wo sich zeigt, dass weder Einzelhandel noch Gastronomie großartige Virenschleudern sind, nicht mal der Nahverkehr, sondern Clubs, Parties, Konzerte, Fußballspiele und Festivals.
Dennoch hat man bewusst Maßnahmen gewählt, deren Wirkung überschaubar war, und die Arme härter trafen. Vermutlich hatte man bei Corona ein ebensogutes Urteilsvermögen wie in Afghanistan.
Es war nicht die Klassengesellschaft, es waren Entscheidungen von Politikern.