macc schrieb am 06.11.2021 13:52:
Die Geschichten der Nichtimpfer hören sich genauso an wie die
der Nichtangurter bevor und nachdem es verpflichtend wurde.
Warum gab es denn Vorbehalte?
Aus drei Gründen - einem falschen und zwei richtigen:
a) Gurtgegner glaubten sich im Fall eines Unfalls am Lenkrad abstützen zu können
b) Gurtgegner fühlten sich durch den Gurt massiv in ihrer Bewegungsfreiheit behindert
c) Gurtgegner waren der Meinung, dass Gurte nicht nur Unfallfolgen verhindern, sondern auch verursachen.
Zu a)
Die meisten Leute hatten (glücklicherweise) keine Gelegenheit die Unrichtigkeit ihrer Annahme durch persönliche Erfahrung zu erkennen. Tests des ADAC mit Dummys haben ihnen aber eindrucksvoll gezeigt, welche physikalischen Kräfte bei nur 50 km/h auf den Körper wirken.
Zu b)
Die Gurthersteller haben verstanden, dass die Fahrzeuginsassen es ablehnten sich in den Sitz fesseln zu lassen. Sie haben Gurte entwickelt, die sich langsamen Bewegungen nicht widersetzen.
Zu c)
Eine Abwägung war gar nicht so einfach:
Einerseits schützten die Gurte vor Aufprallverletzungen, andererseits bekam man sie im Ernstfall (Brand, Sturz ins Wasser,...) nicht schnell genug auf. Und viele neue Verletzungen entstanden durch die Gurte, nämlich äußerst unangenehme und teilweise lebensgefährliche Genickverletzungen.
Diese Kritikpunkte führten letztendlich dazu, dass für die Gurte eine auffällige Schnellöffnung entwickelt wurde, ebenso Gurtschneider, mit denen man sich im Ernstfall schnell aus dem Unfallwagen befreien kann.
Ferner wurden Kopfstützen entwickelt, die Genickverletzungen verhindern oder jedenfalls stark abmildern konnten.
Wie du siehst, haben die Gurthersteller, Interessensverbände (wie der ADAC) sowie Politiker nicht etwa die Gurtverweigerer als Gurtidioten und Gurtsinn-Leugner bezeichnet und jeden Autofahrer massiv sanktioniert, der die Gurtpflicht ablehnte -
sondern man hat a) seriös aufgeklärt.
b) und c) führten zu Weiterentwicklung (Rollgurte) bzw Neuentwicklung (Kopfstütze, Gurtschneider). Man ist also konstruktiv mit der Kritik umgegangen.
So weit, so gut.
Auch müsstest du erklären, was der mechanische Schutz gegen schwere, im Fall eines Auffahrunfalls unvermeidliche teils schwere bis tödliche Aufprallverletzungen mit experimenteller zellulärer Gentherapie bzw mit mRNA-Impfstoffen zu tun hat und inwiefern eine Ablehnung dieser Substanzen mit der Ablehnung [heutiger] Sicherheitsgurte vergleichbar sei.
Du kannst auch gleich darlegen, inwiefern Kritik an diesen Impfstoffen entweder klar widerlegt oder konstruktiv von der Pharmabranche aufgriffen wurde und ob der Umgang mit den Impfverweigerern auch nur annähernd so respektvoll und auf Augenhöhe geschieht wie seinerzeit der Umgang mit der Kritik der Gurtverweigerer.
Mein Fazit ist jedenfalls, dass dein Vergleich von hinten bis vorne und in absolut jeder Hinsicht unpassend und falsch ist.