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  • nichtmehrkoelner

626 Beiträge seit 29.08.2022

Banal: Den USA.

1. Sämtliche Frackinggas-Unternehmen standen vor ein paar Jahren kurz vor der Insolvenz, weil der Weltmarktpreis zu niedrig war. Und das war auch gewünscht, weil man damit Russland die Einnahmen kürzen wollte, und langfristig schwächen. Dabei schmierte die Frackingbranche weg, weil die so hohe Grundkosten haben und viele Kredite wackelten.
Jetzt hat man twice in one, das Frackinggas wird wieder lukrativer, die Kredite wackeln nicht mehr - und Russland hat sinkende Einnahmen aus Europa.

2. Ein großer Konkurrent fällt weg. Die USA konkurriert in diversen Branchen mit EU-Produzenten, und die verlieren ihre Konkurrenzfähigkeit durch extrem gestiegene Energiepreise.

3. Langfristig ist die EU als eigenständiger Player aus dem Weltgeschehen raus. Das war bisher auch schon so, aber aufgrund der relativ großen ökonomischen Bedeutung doch nicht gänzlich unrelevant. Das ist jetzt vorbei. Die Konzerne von Bedeutung sind schon mehrheitlich in us-dominierten Fonds, haben Produktionsstandorte bereits in die USA und Kanada verlagert, der Rest kommt nach. Bayer hat man Monsanto um den Hals gehängt, und irgend wann vor die Wahl stellen: Standortverlagerungen oder Klagewelle - die hohen und unsicheren Energiepreise hier, werden das beschleunigen.

Im Prinzip das Trump-Programm America first, nur etwas cleverer.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.09.2022 13:46).

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  1. - nichtmehrkoelner 25 Banal: Den USA.
    1. marduks -100 Ja, die amerikanische Frackingindustrie kann dem grossen "Strategen"
      1. nichtmehrkoelner 0 Re: Ja, die amerikanische Frackingindustrie kann dem grossen "Strategen"
        1. marduks -100
          1. schlamutzelnase 64 Re: Neue Pipelines bauen
          2. killingfields 40 Re: Nö
    2. Jian 30 Re: Banal: Den USA.
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