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Re: geopolitischer Analphabetismus

Pnyx (1) schrieb am 03.04.2022 20:18:

Die geopolitischen Augen, wie Sie es formulieren, sind der russischen Regierung längst aufgegangen.

Richtig, man möchte mitspielen.

Putin hat 15 Jahre lang versucht zu akkomodieren, sich nach vollständiger Abweisung sukzessive abgesetzt und im letzten Dezember ein letztes Ultimatum für Verhandlungen verkündet, so formal wie irgend möglich, was den Westen aber nicht im Geringsten von seinem konfrontativen Verhalten abgebracht hat.

Genau, wenn ihr mich nicht ernst nehmt und anderen Staaten ihre Sicherheitspolitik so vorschreibt, wie ich das für richtig halte, dann könnt ihr was erleben was ihr noch nie erlebt habt.
Da nennt sich Geopolitik?
Das ist Imperialismus pur.
Es kann eben auf diesem Erdball nicht so viele Imperialisten geben.
Dafür wurde u. a. auch eine UN geschaffen.
Die interessiert den Imperialisten Putin mit reiner slawischer Lehre auch nur als Hofnarr.

Die Reaktion darauf erleben wir nun. Er hat den vom Westen vorgebahnten Weg gewählt, die eignen Machtinteressen notfalls militärisch durchzusetzen. Das ist tragisch, aber nachvollziehbar.

Das ist nicht nachvollziehbar, sondern schlichter Selbstmord.

Vom rein konfrontativen Pfad hat auch das den Westen nicht abgebracht.

Warum auch, Doktrinen greifen nicht an.

Die Frage ist nun, ob seine führenden Exponenten bereit sind, bis zu dem für alle Beteiligten - wir alle - bitteren Ende zu gehen, Putin scheint es zu sein.

Hoffentlich im Bunker und nimmt seine Entourage mit.

Oder ob irgendwann doch noch ein Funken Rationalität in diesen Bewusstseinen aufscheint.

Energie-Embargo sofort!

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