Die Bereitschaft zum Frontdienst der Frauen aus Luhansk mag einen bedeutenden anderen Grund haben, nämlich der Verlust von Familienmitgliedern in den Kampfhandlungen in dem Oblast und ein daraus erwachsenes Bedürfnis nach Vergeltung.
Nebenbei, die vorangegangene Rekrutierung von männlichen Häftlingen war nicht „offiziell vonseiten der russischen Behörden” organisiert worden, sondern von der Wagner Organisation, auf welche diese Titulierung zumindest damals nicht zutraf.
Medienberichten zufolge scheint die russische Armee derzeit keine Rekrutierungsprobleme zu haben. Dass weibliche Häftlinge ohne militärische Ausbildung so einfach angeworben werden, scheint dem zu widersprechen, und deutet auf eine eher kleine Zahl von ausgebildeten Scharfschützinnen hin.
Groß aufgemacht, aber wohl eher im kleinen Stil
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Davon gehe ich auch aus
Antwort auf Groß aufgemacht, aber wohl eher im kleinen Stil von .
Schillersdesk schrieb am 15.11.2023 02:53:
...Dass weibliche Häftlinge ohne militärische Ausbildung so einfach angeworben werden, scheint dem zu widersprechen, und deutet auf eine eher kleine Zahl von ausgebildeten Scharfschützinnen hin.
Passt ja auch von den Zahlen her, von den 800 Häftlingen sind ca. 300 Scharfschützen. Das entspricht dem allgemeinem Durchschnitt an weiblichen Scharfschützen in der Bevölkerung.
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Antwort auf Davon gehe ich auch aus von Wakko.
Sehr schön beobachtet. Nun heißt es allerdings in dem Artikel "300 sollten rekrutiert werden." Sollten. Die tatsächliche Zahl wird nicht genannt. Scharfschützinnen oder nicht - plausiblerweise wird es sich um eine begrenzte Anzahl von Personen mit militärischer Erfahrung gehandelt haben.
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Antwort auf Groß aufgemacht, aber wohl eher im kleinen Stil von .
Schillersdesk schrieb am 15.11.2023 02:53:
Die Bereitschaft zum Frontdienst der Frauen aus Luhansk mag einen bedeutenden anderen Grund haben, nämlich der Verlust von Familienmitgliedern in den Kampfhandlungen in dem Oblast
Das kann sein. Die Generalmobilmachung in den "Volksrepubliken" begann bereits am 19.2.22; die wurden sogar aus dem Bus oder dem Büro geholt und direkt an die Front gekarrt. Da sie für viele Russen "Russen zweiter Klasse" sind, wurden sie besonders schlecht ausgestattet, kaum ausgebildet und zuerst in den Meat Grinder geschickt. Von denen ist nicht mehr viel übrig. In der Oblast wurde allerdings nicht gekämpft, die wurden weiter südlich und westlich verheizt.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.11.2023 08:39).
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Antwort auf Groß aufgemacht, aber wohl eher im kleinen Stil von .
Ach, nicht offiziell organisiert worden? Die Wagner-Söldner konnten einfach so die Haftanstalten besuchen und Söldner rekrutieren? Und konnten einen Straferlass versprechen? Interessant.
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Antwort auf Re: Davon gehe ich auch aus von .
Schillersdesk schrieb am 15.11.2023 07:56:
Sehr schön beobachtet. Nun heißt es allerdings in dem Artikel "300 sollten rekrutiert werden." Sollten. Die tatsächliche Zahl wird nicht genannt. Scharfschützinnen oder nicht - plausiblerweise wird es sich um eine begrenzte Anzahl von Personen mit militärischer Erfahrung gehandelt haben.
Der Artikel schreibt: "[...] in der Regel operieren sie als Scharfschützinnen. Das ist eine schwierige Aufgabe mit harten körperlichen Anforderungen. Und sie werden gar nicht dafür ausgebildet." und auch "sie sind Kanonenfutter". Weiß nicht, wie man das schönreden ("begrenzte Anzahl von Personen mit militärischer Erfahrung") kann. Also ein frisch in St Petersburg registrierter Account könnte das sicherlich.