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  • unbekannter Benutzer

6 Beiträge seit 15.01.2022

Panik

Ich bin nicht mehr panisch. Über den Punkt bin ich seit einiger Zeit hinweg. Ich weiß, dass es Krieg geben wird und ich denke, dass niemand, der sich nicht von - verständlichen- Wunschvorstellungen leiten lässt, zu einem anderen Ergebnis kommen kann.
Selbstverständlich weiß ich nicht, worin die Pläne und Vorstellungen der am Abzug sitzenden bestehen. Das weiß ich so wenig, wie der Autor des Beitrages, die Lohnschreiber des SPIEGEL oder alle anderen Kommentatoren. Woher sollten wir auch? Niemand ruft uns an, um uns zu erzählen, was sie vorhaben.
Aber es kommt nicht mehr darauf an. Die in Gang gesetzte Dynamik ist nicht mehr aufzuhalten. So wenig, wie vor WKI oder WKII.
Die Verantwortung dafür sehe ich - anders als der Autor, die deutsche Regierung und die transatlantisch konditionierten Medien- sehr einseitig bei den Amerikanern. Aber das ist vollkommen egal. Auch wenn ich vollkommen falsch läge, würde das überhaupt nichts mehr ändern. Es fehlt auf der westlichen Seite die Generation von Politikern, die wie in den 80er verstanden, was sich zusammenbraut und gemeinsam mit dem Gegner einen Ausweg suchten und fanden. Es fehlt ein Kennedy, der den Anspruch hatte, Frieden zu erhalten.
Wenn andere, vermutlich eine Mehrheit der Bundesbürger, mit Sicherheit eine Mehrheit der Amerikaner, die Verantwortung bei den Russen sehen - von mir aus. Es ändern so gar nichts. Obwohl, dieser Einwand sei mir gestattet, für mich vollkommen uneinsichtig ist, wie, wenn man sein Leben nicht in vollständiger Bewusstlosigkeit verbrachte, wenn es zwei vollkommen gegensätzliche Darstellungen gibt, und eine davon ist eine der Regierung der USA, man dieser glauben kann. Wie oft haben sie nachweislich gelogen: Tonking, Brutkasten, Massenvernichtungswaffen.....? Und trotzdem gibt es eine unerschütterliche Mehrheit von Menschen, die glauben, dass Fluganfänger die großartigsten Flugmanöver absolvieren konnten.

Aber es ist egal. Wir, die wir das alles für Lügen halten, fahren gemeinsam mit euch, die ihr vehement darauf besteht, dass es die Wahrheit ist, zur Hölle. Wir werden den Disput, wer im Recht war, dann da unten führen, falls wir uns auf einen gemeinsamen Kessel einigen können. Es besteht nicht der Hauch einer Hoffnung, dass man den kommenden Krieg begrenzen, konventionell führen und damit, dass ist die Idee der USA, den Russen eine Niederlage, zumindest aber eine gravierende Schwächung zufügen könnte. Nur so ist die wiederholte Ansage, dass man den Ukrainern nicht mit Truppen helfen könne, zu verstehen. Diesen begrenzten Krieg wird es sowenig geben, wie die nette kleine Polizeiaktion gab, mit der man 1914 Serbien zu bestrafen dachte. Die Kernwaffen sind die Waffen der Unterlegenen in einer konventionellen Auseinandersetzung. Der, der als erster in einer konventionellen Konfrontation zu verlieren glaubt, setzt sie ein. Das ist logisch und einfach zu verstehen und es wird so kommen. Nur einen Unterschied zu WKI und WKII wird es geben. Die Zahl derer, die danach sagen, dass haben wir nicht gewollt, wird sehr klein sein und ich hoffe sehr, dass ich nicht mehr dabei sein muss. Das, was übrig bleibt, können die warpigs behalten , wenn sie aus ihren Bunker kriechen, .

Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten. Bertolt Brecht (1898-1956)

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