Es hat mal eine Zeit gegeben, da wollten die Kommunisten dieser Welt die Revolution exportieren zum Wohl der Arbeiterklasse auf der ganzen Welt. Ist grandios gescheitert und das ist gut so, weil eine Diktatur zum Wohl des Menschen absurd ist.
Wir leben heute in einer Zeit, in der unsere Regierungen aus einer Position der unangefochtenen Stärke heraus in den „Rest“ der Welt unsere Wertvorstellungen exportieren. Das Ergebnis wirkt noch heute zum Beispiel in Vietnam, Kambodscha und Laos. Der Werteexport wirkt im Irak, in Syrien und Libyen. Das spüren die Menschen im Iran und in Nordkorea.
Hören wir auf, zu Missionieren! Wenn ich als Stärkerer anderen meine Vorstellungen aufoktroyiere, habe ich moralisch schon verloren. Egal, ob auf dem Schulhof oder als der Hüter von Werten. Egal, ob als Missionar oder als Weltpolizist.
Die Missionierung trifft auf Widerstand. Die Regierungen der Russischen Föderation und der VR China sind nicht mehr bereit, den Werteexport in seine Länder zuzulassen. Die RF, weil sie mit dem Rücken an die Wand gedrängt wurden und einen Verlust ihrer Souveränität voraussehen. Die VRC, weil sie ihre langfristig angesetzte Entwicklung zu einer reichen Nation, die den friedlichen Handel voraussetzt, ausgebremst sieht.
Das Problem liegt jedoch ganz wo anders.
Insbesondere ein Teil der Eliten in den USA haben sich daran gewöhnt, ihren Nutzen aus der Schwäche des „Rests“ der Welt zu ziehen und müssen jetzt ansehen, dass dem Machtzuwachs stetig anwachsende Grenzen gesetzt sind. Trump - bei all seiner Egozentrik, die unverzeihlich ist - hat den Teil der Eliten vertreten, die die USA durch eigene Arbeit wieder stärker machen will. Mehr Einfluss auf die Regierung der USA hat jedoch der Teil der Eliten, der auf Reichtum durch Umverteilung fremden Eigentums setzt. Raubrittertum halt.