Nehmen wir mal sehr vereinfacht an, ein Atomschlag tötet im durchschnitt alle in einem 30 Kilometer Radius, also 2800 Quadratkilometer.
Nehmen wir zusätzlich an, dass als obere Grenze allerhöchstens 10'000 einsatzbereite Atomwaffen existieren.
Damit sind das dann 10'000 * 2800 ^2 = 28 Millionen Quadratkilometer.
Die Erde hat aber eine Landmasse von ca. 150 Millionen Quadratkilometern
Ausserdem gibt es sehr viele Inseln, die meist kein Lohnendes Ziel für einen Atomsprengkopf wären.
Zusätzlich koordinieren sich die verschiedenen Atommächte ja nicht, also werden sich die Schadensbereiche sicherlich stark überlappen.
Oder um es klar zu sagen: Der grösste Teil der Menschheit würde die unmittelbaren Atomschläge überleben.
Nimmt man aber zusätzlich an, dass man dank Bunkern ab 10 Kilometern Abstand sicher ist, dann ist der Nutzen von Bunkern bei einem Atomkrieg offensichtlich.
Und nach den Atomschlägen kommt der radioaktive Fallout.
Auch da schützen Bunker zwar nicht zu 100%, aber sie schützen.
Mit Vorräten für ein paar Wochen, ist man vorerst also relativ sicher.
Dann kommen die Menschen aus den Bunkern, und als erstes müssen sie sich um ihre Grundbedürfnisse kümmern.
Wasser, Nahrung, Sicherheit, Unterkunft.
Unterkunft hat man schon mit dem Bunker.
Sicherheit ist kompliziert.
Nahrung ist kurzfristig noch unkompliziert, weil es trotz den Atomschlägen, noch genügend unverderbliche/haltbare Nahrungsmittel, wie Zucker, Konserven und Mehl geben sollte.
Wasser ist einfach, das Wasser aus Flüssen wäre immer noch geniessbar.
In der nächsten Phase fangen die Leute an Nahrungsmittel zu produzieren und sich zu bewaffnen.
Falls genügend schnell Nahrungsmittel produziert werden bricht noch nicht einmal die Zivilisation zusammen, und die Waffen werden kaum zum Einsatz kommen.
Das Problem dabei, das Klima wird die nächsten 5 bis 10 Jahre ziemlich kalt sein. Mache werden versuchen zu bleiben, bauen Gewächshäuser um Nahrung auch im Winter zu produzieren, und das wird auch funktionieren, aber sicher nicht mit allen die überlebt haben.
Daher werden viele auf die Idee kommen nach Süden zu migrieren, und zwar bewaffnet, motorisiert und in Gruppen.
Wer also in den Süden geht wird mit Konflikten konfrontiert, wer im Norden bleibt mit einem Eiszeitklima, und wer auf einer südlicheren Insel lebt wird relativ friedlich in mit intakter Zivilisation weiter leben, zumindest sofern auf der Insel genügend Nahrung produziert wird.
Es werden die meisten auf der Welt lebenden Menschen an Hunger und Krieg sterben.
Trotzdem werden hunderte Millionen Menschen den nuklearen Winter überleben.
Und die Erfolgsfaktoren um die eigene Überlebenschance zu erhöhen sind:
0) Ort (in Moskau, Berlin, Washington, New York, Paris, Shanghai oder Tel Aviv wird man nicht überleben)
1) Bunker
2) Vorräte
3) Waffen
4) Freunde / Zivilisation
5) Treibstoff
6) Knowhow