So gut wie ausgeschlossen. Soros konnte immer nur in wenigen großen Städten Proteste organisieren, aber dass das spontan aufs ganze Land überspringt, hat er nie geschafft. Auch Soros kocht nur mit Wasser. Überdies war sein Wirken durchaus immer erkennbar, was aber diesmal nicht zu sehen ist. Niemand, auch RT behauptet das.
Was dann? Wikipedia weiß:
Laut einer Studie des Internationalen Gewerkschaftsbundes aus dem 2020 gehört Kasachstan unter den 144 untersuchten Staaten zu den zehn, in denen Arbeitnehmerrechte am schwersten verletzt werden.[81] Der Staat wird insbesondere für das Vorgehen gegen unabhängige Gewerkschaften[82] und die juristische Verfolgung der Vorsitzenden kritisiert. So wurde auf Initiative mehrerer Mineralölkonzerne im Jahr 2021 durch eine Regionalbehörde eine Klage eingereicht, deren Ziel die Auflösung der Gewerkschaft der Energieindustrie ist.
Ah ja, das könnte es sein. Das Soziale bekommt wieder Stellenwert und ausgesprochene Ausbeuterstaaten müssen mit solchen Eskalationen rechnen.
Frühere Oppositionsführer haben sich meistens in die Nachbarländer (vor allem Russland und Mongolei) abgesetzt um der Strafverfolgung zu entgehen. In dem heutigen Parlament ist eine Opposition nicht zu finden.
Das natürlich auch. Ein islamisch geprägter Feudalismus, gegen den sich die Wut richtet. Ich kann gewisse Sympathien nicht verheimlichen.
Der Altmeister mit dem großen Schachbrett hat sich wie folgt geäußert:
In der geostrategischen Analyse von Zbigniew Brzeziński in seinem grundlegenden Werk „Die einzige Weltmacht“ wird Kasachstan aus US-amerikanischer Perspektive als „Schild (Usbekistan als die Seele) des nationalen Erwachens der verschiedenen Völker der Region“ verstanden. Kasachstan schütze die anderen Länder vor direktem russischen Druck, da es allein an Russland grenzt. Kasachstan rivalisiere mit Usbekistan um die regionale Vorherrschaft. Kasachstan sei für Russland „höchst verlockend“, "weil es aufgrund seiner ethnischen Probleme in einer offenen Konfrontation mit Moskau mit Sicherheit den kürzeren zöge." Außerdem wirkt die Angst der Kasachen vor China und die Unruhe der Regierung über den chinesischen Umgang mit den Uiguren in Xinjang zugunsten einer Annäherung an Russland. Eine Abhängigkeit von Russland würde Kirgistan und Tadschikistan in die Einflusssphäre Moskaus bringen, das dann „sowohl Usbekistan als auch Turkmenistan stärker unter Druck setzen könnte“.
Also keinerlei Grund, dort etwas zu ändern. Größte Zufriedenheit mit der Herrschaft Nasarbajews.
Aus Sicht Russlands ist das natürlich durchweg schlecht. Somit ist alles, was sich dort ändert, günstig für Russland. Wenn man jetzt mit dem Militär drin ist, um Anarchie zu verhindern, gleich zweimal.
Ein furchtbarer Verdacht macht sich breit: ist das ein Putin-Putsch?
Das überlasse ich jetzt den NATO-Freunden.
Gruß Artur
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (06.01.2022 11:06).