Die Situation erinnert mich wieder stark an ähnliche Ereignisse, vor allem wieder die Unruhen in Hongkong. Damals war der Auslöser der Demonstrationen ein neues Auslieferungsgesetz. Falsche/unvollständige Medienberichte und soziale Netzwerke erweckten bei den Massen dein Eindruck, JEDER könnte einfach so von den Festlandchinesen 'einkassiert' werden... nur hat scheinbar kaum jemand das Gesetz richtig gelesen. Wie auch immer: das Gesetzvorhaben wurde zurückgezogen, also die Bedingungen der Demonstranten erfüllt - ähnlich wie jetzt die Forderungen in Kasachstan mit den Gaspreisen erfüllt worden. Nur plötzlich tauchten auf einmal neue und politische Forderungen auf, die mit den ursprünglichen gar nichts zu tun hatten. In Hongkong waren es die 'Five demands', unter anderem auch die 'Freilassung politischer Gefangener', amnestie für Randalierer, Rücktritt der Regierung, bis hin zu einer Unabhängigkeit. In Kasachstan 'fordern' angeblich die Leute Ähnliches: Freilassung politischer Gefangener, 'Unabhängigkeit' von Rußlands Einfluß, etc. Der einzige Unterschied ist, daß es in Honkong Leitfiguren wie Joshua Wong gab. Er und einige Kollegen forderten vor dem amerikanischen Senat Sanktionen gegen das eigene Land/Stadt - das ürde man andernorts als Hochverrat bezeichnen. In Kasachstan gibt es keine solche Figur und die Krawalle können nicht einmal unsere Medien verstecken und als 'Freiheitskämpfer' umlabeln.
Es scheint sich aber ein gewisser Mukhtar Ablyazov als 'Leitfigur' zu etablieren, bzw. wurde 'auserkoren'. Auch er fordert, wie Wong & Konsorten, eine westliche Intervention:
https://twitter.com/BenjaminNorton/status/1479441662099308546
"Kazakhstan already has its version of Venezuelan coup puppet Juan Guaidó:
His name is Mukhtar Ablyazov. He's a right-wing ex banker living in France, accused of fraud and murder
He's being promoted by corporate media as "opposition leader," calling for Western (US) intervention"
Damit schließt sich der Kreis wieder.