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    • Bayernzwersch

    mehr als 1000 Beiträge seit 11.10.2014

    Antwort auf Re: Rendite, warum nicht, freier Markt! von bismi.

    Dafür muss man auf dem Markt die Bedürfnisse dieser MENSCHEN erfüllen.

    Das ist nicht ganz richtig.
    Hierbei geht es nicht um die Bedürfnisse sondern es wird die Gier geweckt, sein Kapital möglichst schnell zu vermehren, bzw. zu verdoppeln.
    Wenn ich im TV immer die Bilder von den armen Kleininvestoren sehe, die erklären, dass sie ihre gesamten Ersparnisse in, z.B. Telekom- oder Wirecard Aktien gesteckt und alles verloren haben, habe ich keinerlei Verständnis für diese Jammerei.
    Sie haben sich von ihren "Anlageberatern" belabern lassen und sich mit traumhaften Renditen ködern lassen um anschließen den Alptraum zu erleben.
    Mit solchen Leuten habe ich kein Mitleid, sie sind selbst Schuld.

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    • bismi

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    Antwort auf Re: Rendite, warum nicht, freier Markt! von Bayernzwersch.

    Ja, das stimmt.

    Auch das ist Teil einer freien Gesellschaft mit freiem Markt.

    Wo kommen denn Bedürfnisse her? Einige Menschen sind erfindungsreich. Die meisten Menschen sehen was andere haben und wollen es auch haben. So werden Bedürfnisse erzeugt und so hat die Menschheit die Höhle verlassen und sich auf den Weg der Entwicklung gemacht.

    Diese Instinkte werden bewusst von anderen für ihre Zwecke ausgenutzt. Siehe Film: „Der Wolf von der Wall Street“, besonders die Szene: Verkauf mir diesen Stift (das Bedürfnis schnell reich zu werden erzeugen).

    Und die Leute die darauf reinfallen werden dann ausgelesen. Darwinismus in der Wirtschaft wie in der Biologie. Naturgesetz.

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    Antwort auf Und welche Lösung schlägst du vor? von bismi.

    bismi schrieb am 15.10.2021 08:31:

    Deine Kritik hat es in sich, kommt mir aber vor wie viel Protest ohne Inhalt. Auf Basis deiner Lösungsvorschläge ließe sich vielleicht besser diskutieren.

    Ohne Inhalt?
    Also ich empfinde sozial vernachlässigte und durchgelegene alte Leute schon recht viel Inhalt.

    Aber mir ist klar, was Du meinst.
    Suchen wir gemeinsam nach der Quadratur des Kreises?
    Der Markt für sog. Investoren und gut gestellte Yachtbesitzer funktioniert ja.
    Oh Wunder - es ist genug Kapital für eine "Marktwirtschaft" vorhanden.
    Warum nicht für Menschen die gentrifiziert in einem nach nach Urin riechenden Pflegeheim landen müssen? Und dort von unterbezahlten und überfordertem Personal nicht sozial und fachgerecht betreut, gepflegt und versorgt werden können?

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    Es gibt komplette Küchenzeilen für unter 3500€

    Antwort auf Re: Das hindert niemanden Kapital, sein eigenes, als Genossenschaft, z.B. zu neh von jungspund.

    Daran gemessen sind 25000€ purer Luxus!

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    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2004

    Antwort auf Es gibt komplette Küchenzeilen für unter 3500€ von Bergfalke.

    Bergfalke schrieb am 15.10.2021 10:47:

    Daran gemessen sind 25000€ purer Luxus!

    Eine 24-Stundenpflege kostet min. 12000 Euro/Monat.
    Deine Küche kannste Dir da sparen.

    Was nützt Dir die schönste Küche, wenn da nicht mehr kochen kannst?

    Du redest im Kontext gesellschaftliche Verantwortung für ein menschenwürdiges Leben in jeder Lebens- und Todeslage ziemliches Blech. Sorry.

    Marktwirtschaft?
    https://correctiv.org/aktuelles/gesundheit/pflege/2021/05/11/das-milliardengeschaeft-mit-beatmungspatienten-intensiv-beatmung-intensivpflege-gesundheit-pflege-pflegedienst/

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    Antwort auf Es gibt komplette Küchenzeilen für unter 3500€ von Bergfalke.

    Lass dich nicht von den Prospektenpreisen blenden.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.10.2021 11:06).

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    Selbstbelügung, Leben ist nicht unendlcih wertvoll!

    Antwort auf Re: Es gibt komplette Küchenzeilen für unter 3500€ von mouse-net.

    mouse-net schrieb am 15.10.2021 10:53:

    ..............................
    Du redest im Kontext gesellschaftliche Verantwortung für ein menschenwürdiges Leben in jeder Lebens- und Todeslage ziemliches Blech. Sorry.

    Marktwirtschaft?
    https://correctiv.org/aktuelles/gesundheit/pflege/2021/05/11/das-milliardengeschaeft-mit-beatmungspatienten-intensiv-beatmung-intensivpflege-gesundheit-pflege-pflegedienst/

    Lebenserhalt hat auch ganz klar finanzielle Grenzen.

    Auch so lässt es sich formulieren:

    Die Würde von gesunden Kindern samt notwendiger Betreuung und Kulturbedürfnissen konkuriert auch finanziell mit der Würde todkranker Menschen.

    Es ist abzuwägen................

    Und mit den Beatmungs-WG, Anghörige haben Angst mit der Entscheidung NEIN als brutale Anhänger der NS-Euthanasie zu gelten.

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    Antwort auf Re: Und welche Lösung schlägst du vor? von mouse-net.

    sozial vernachlässigte und durchgelegene alte Leute

    Warum ist das so? Was ist uns die Pflege dieser Leute wert? Wie viel Geld wollen wir da hineinstecken, ob als Steuern oder Marktpreise?
    Wo sind die Kinder oder die Ersparnisse der Pflegebedürftigen, um eine würdige Pflege zu bezahlen?

    Ist Pflege zu teuer? Wenn ja warum? Gibt es hier Monopole bei Pflegern oder sind die Kosten schlicht so hoch?

    Warum gibt es so viele Pflegebedürftige? Von der Generation meiner Großeltern (1911, 1920) und Urgroßeltern kenne ich das nicht. Die moderne und vor allem öffentliche Medizin verlängert unser Leben in die Pflegebedürftigkeit hinein. Ist das sinnvoll? Sterben müssen wir doch.

    Klar, diese Gesellschaft gibt viel für das aus, was heute als Luxus gilt. Doch das haben die jetzt Pflegebedürftigen in ihren jungen Jahren auch getan, die Kinderlosen um so mehr. Warum soll man das den jetzigen Generationen verwehren? Und aus Luxusgegenständen werden oft und schnell unentbehrliche Gebrauchsgegenstände.

    Die Alten sind nun mal die Vergangenheit. Wer in die Vergangenheit investiert hat weniger Zukunft.

    Klingt brutal? Ist aber logisch.

    Lassen wir die Menschen selbst entscheiden, wann sie abtreten wollen. Wer am Leben klebt, soll seine Pflege bezahlen. Der Lebemann sorgt nicht für seien Pflege vor, hat aber ein (kürzeres) Leben voller Erlebnisse. Mit einer öffentlich finanzierten Pflege geht das aber nicht. Da schreibt die herrschende Klasse den Menschen einen gehörigen Teil ihrer Lebensplanung vor.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2004

    Antwort auf Re: Und welche Lösung schlägst du vor? von bismi.

    bismi schrieb am 15.10.2021 13:06:

    sozial vernachlässigte und durchgelegene alte Leute

    Warum ist das so? Was ist uns die Pflege dieser Leute wert? Wie viel Geld wollen wir da hineinstecken, ob als Steuern oder Marktpreise?
    Wo sind die Kinder oder die Ersparnisse der Pflegebedürftigen, um eine würdige Pflege zu bezahlen?

    Das Problem fängt doch deutlich früher an.
    Wir scheinen in diesem kapitalistisch orientiertem Gesundheitssystem nur von 12 bis Mittag zu denken.
    Wer vorher schon nichts hatte, wird im Alter auch nichts haben.
    Wer vorher schon aus seiner gentrifizierten Wohnung rausgeflogen ist, hat auch im Alter nichts mehr. Wenn er durch Arbeit krank geworden ist, noch weniger.
    Wer vorher nur Maispampe futtern konnte, statt sich herkömmlich gesund (ohne Industriefrass) zu ernähren, der wird auch im Alter kränker sein und mehr Hilfe brauchen. Und so weiter und so fort.

    Ist Pflege zu teuer? Wenn ja warum? Gibt es hier Monopole bei Pflegern oder sind die Kosten schlicht so hoch?

    Die Pflege ist ein gesellschaftlicher Wert an sich.
    Eine gute Pflegekraft in einer Gemeinde ist genauso viel wert wie der Mitarbeiter in den Wasserwerken, in den Arztpraxen, wie eine mehrjährig ausgebildete Kraft in den Kliniken und auf den Intensivstationen, wie der Beamte der Baugenehmigungen vergibt, Pässe stempelt etc.
    Pflege brauchen junge Leute genauso wie alte Leute.
    Es gibt mehr Pflegehilfskräfte wie ausgebildete Kräfte, mehr Pflegekräfte die nicht bezahlt werden, als welche die bezahlt werden (davon selbst ihren Lebensunterhalt verdienen müssen).
    Pflege ist keine Assistenz für andere Berufe, sondern kann nur komplementär im Sinne von Hilfe bei Hilflosigkeit (ist man auch nach einer OP z. B.), auch Hilfe zur Selbsthilfe, betrachtet werden.
    Pflege gehört in die Mitte der Gesellschaft, Pflege ist eben nicht nur ein Thema bei Krankheit und Sterben.

    Warum gibt es so viele Pflegebedürftige? Von der Generation meiner Großeltern (1911, 1920) und Urgroßeltern kenne ich das nicht.

    Da wurde nicht drüber gesprochen, früher war es auch üblich dass von den i.d.R vielen Töchtern mindestens eine ins Kloster ging.
    Auch damals starben schwer arbeitende Leute eher, wenn die Leute "elend" wurden, wurde halt solange ein Bett frei gemacht.

    Die moderne und vor allem öffentliche Medizin verlängert unser Leben in die Pflegebedürftigkeit hinein. Ist das sinnvoll? Sterben müssen wir doch.

    Ich will nicht über andere entscheiden.
    Der Lebenswille ist genauso natürlich wie der Tod.
    Ja, mag ein Fluch der modernen Medizin sein.

    Klar, diese Gesellschaft gibt viel für das aus, was heute als Luxus gilt. Doch das haben die jetzt Pflegebedürftigen in ihren jungen Jahren auch getan, die Kinderlosen um so mehr. Warum soll man das den jetzigen Generationen verwehren? Und aus Luxusgegenständen werden oft und schnell unentbehrliche Gebrauchsgegenstände.

    Also ich hätte gern den Luxus im Alter einfach im Schaukelstuhl sauber und gepflegt für immer einzuschlafen :)

    Die Alten sind nun mal die Vergangenheit. Wer in die Vergangenheit investiert hat weniger Zukunft.

    Wann fängt denn die Vergangenheit an?

    Klingt brutal? Ist aber logisch.

    Nein.

    Lassen wir die Menschen selbst entscheiden, wann sie abtreten wollen. Wer am Leben klebt, soll seine Pflege bezahlen. Der Lebemann sorgt nicht für seien Pflege vor, hat aber ein (kürzeres) Leben voller Erlebnisse. Mit einer öffentlich finanzierten Pflege geht das aber nicht. Da schreibt die herrschende Klasse den Menschen einen gehörigen Teil ihrer Lebensplanung vor.

    Weil die Pflege öffentlich finanziert wird, oder werden muss, sollte man früh genug abtreten? Oder habe ich das jetzt falsch aufgefaßt?

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    • bismi

    mehr als 1000 Beiträge seit 02.01.2010

    Antwort auf Re: Und welche Lösung schlägst du vor? von mouse-net.

    Wer vorher schon nichts hatte, wird im Alter auch nichts haben.

    Dann sollten wir an die Ursachen von Armut gehen, z.B. Überflutung des Arbeitsmarktes oder der Sozialsysteme mit Billigkonkurrenz aus anderen Ländern. Außerdem schließt Wettbewerb auf der Seite der Anbieter Solidarität auf der Seite der Verbraucher nicht aus.

    Wer vorher schon aus seiner gentrifizierten Wohnung rausgeflogen ist

    Teilweise stimme ich zu. Man wollte den „Euro retten“ anstatt bestimmte Länder aus dem Euro austreten zu lassen. Die Folge: Reiche Leute jener Länder haben ihr Geld in den Immobilien deutscher Großstädte angelegt, mit bekannten Folgen.
    Weitere Ursache: Man hat Konkurrenten um den Billigwohnraumsektor ins Land geholt, die andere Leute noch mit ihren Steuern finanzieren müssen.
    Weitere Ursache: falsche, weil sozialistische Mietpolitik [1]. Ergebnis wie in der DDR: Wohnraummangel, verfallende Wohnungen.

    Die Pflege ist ein gesellschaftlicher Wert an sich.

    Werte sind subjektiv. Jeder sieht den Wert anders. Der Lebemann sieht das anders als der Altersrekordsüchtige.

    Eine gute Pflegekraft in einer Gemeinde ist genauso viel wert wie der Mitarbeiter in den Wasserwerken

    Nein. Werte sind subjektiv. Angebot, Nachfrage und Preis stehen in einem gesetzlichen Zusammenhang, auch auf dem Arbeitsmarkt. Wer das manipuliert schafft sozialistische Verhältnisse. Der sowjetische Block ist deshalb im Abgrund der Geschichte verschwunden.

    Pflege gehört in die Mitte der Gesellschaft

    Wie gesagt, das ist Ansichtssache. Jeder Mensch hat darüber und über sein Leben eine eigene Einstellung.

    Da wurde nicht drüber gesprochen

    Meine Großeltern und ihre Generation hatten da noch eine andere Lebenseinstellung. Die wollten ihren Kindern nicht zur Last fallen und wussten, dass das Alter nicht mehr viel bieten würde und dass sie vorher ihr Leben er/leben mussten.
    Die Sozialpolitik von Bismarck und ganz besonders Adenauer hat dieses Bewusstsein, mit einer zeitlichen Verzögerung, vernebelt. Jetzt glaubt jeder, er würde den eigenen Kindern nicht zur Last fallen, sondern dem „Staat“. Und deshalb sehen auch immer weniger Leute die Notwendigkeit, Kinder in die Welt zu setzen, was nicht funktionieren kann. Der Sozialismus kommt eben zyklisch und geht zyklisch kaputt.

    Wann fängt denn die Vergangenheit an?

    Die Generation meiner Großeltern hat das selbst gemerkt. Sie haben versucht bis zum letzten Tag wenigstens ein wenig nützlich zu sein. Und jede Woche zum Arzt gerannt sind die auch nicht. Das hat ihr Leben nicht in die Pflegebedürftigkeit und Demenz hinein verlängert.

    Weil die Pflege öffentlich finanziert wird, oder werden muss, sollte man früh genug abtreten?

    So wird es kommen, wenn das ganze Gesundheitssystem öffentlich bleibt. Ein öffentliches Gesundheitssystem wird immer teurer. Und wenn keiner diese heilige Kuh schlachten will, dann wird dran rumgeschustert: staatlich regulierte Preise, Rationierungen, Leistungskürzungen, lange Wartelisten. Das führt dazu, das Leute, besonders alte, erkranken und einfach so wegsterben, währen sie noch auf einer Warteliste stehen. So könnte es kommen, wenn in D und im ganzen Westen die Babyboomer nicht mehr arbeiten (können).
    Ein marktwirtschaftliches Gesundheitssystem kennt keine Warteschlangen. Und es wird nicht teurer sein als ein öffentliches Gesundheitssystem, im Gegenteil. Für Geringverdiener kann es dann trotzdem Solidarität geben, auf Seiten der Verbraucher.

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------

    [1]
    https://www.misesde.org/2019/05/auch-auf-dem-wohnungsmarkt-gilt-politik-ist-das-problem-nicht-die-loesung/

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