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  • unbekannter Benutzer

mehr als 1000 Beiträge seit 14.01.2003

2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber

dickes Aber:

* Wenn man sich anschaut, was die typische Erbschaften, und nicht die spitzenerbaschften ausmacht, so liegen diese um die 150.000,- Euro.

Beispiel: Ältere Personen haben, zur "Vorsorge", eine Haus oder Eigentumswohnung, Schmuck, div. Sammlungen von Wert, Grundstücke oder auch Agrarflächen, Firmenanteile, etc.. pp..

Statt diese Werte durch Verkauf wieder flüssig zu machen, denn beim Tod kann man all davon nichts mitnehmen, wird so getan als könne man sich die 3000,-/pm Eigenanteil für das Pflegeheim nicht leisten, man "sei so arm". Weil die Rente (=das aktuelle Einkommen) dafür nicht reicht.

Aber es geht nicht um das Einkommen, es geht um das gebildete Vermögen mit dessen Aufbrauch sehr wohl diese Pflegekosten in vielen Fällen hinreichend lange bezahlt werden können. Immerhin wären mit einem Vermögen von 150.000,- Euro das über 4 Jahre Vollpflege, auch ganz ohne ein regelmässige Einkommen aus dem Umlagesystem wie die Rente.

Statt dessen wird von den Erben, meist den Kindern, darauf "bestanden" die gebildeten Wertanlagen von der Pflegeperson und für deren Vorsorge doch nicht anzugreifen sondern den Staat (=wir alle) die Pflegekosten zahlen zu lassen. Damit dann eine reiche(re) Erbschaft raus springt.

Also, da läuft auf mehreren Ebene einiges falsch.

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  • Avatar von wahrheit
    • wahrheit

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.2000

    Antwort auf 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von .

    Du hast keinen Pflegefall in der Familie?!
    Wenn der Eigenanteil auf den Tisch kommt, hat man 2 Möglichkeiten:
    1. Bezahlen
    2. Sozialhilfe beantragen
    Und bei Sozialhilfe wird geprüft was man an Vermögen hat und hatte.
    Und die prüfen genau! Wenn der Pflegefall zufällig vor 9 Jahren sein Haus im Anfall einer vorgezogenen Erbfolge an die Kinder verschenkt hat, wird das Sozialamt keine Sekunde zögern die Schenkung anzufechten (geht denke ich für alles was in den 10 Jahren vor dem Sozialhilfeantrag verschenkt wurde).

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  • Avatar von ziekugar
    • ziekugar

    30 Beiträge seit 05.10.2021

    Antwort auf Re: 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von wahrheit.

    Die Zustände sind schlimm. Wo kämen wir auch hin, wenn man mit seinem Vermögen die eigene Pflege bzw. die der Eltern zahlen soll. Da kriegt man sein Erbe vorzeitig und muss am Schluss noch die Alten finanzieren. So geht es wirklich nicht. Da hat gefälligst die Allgemeinheit dafür aufzukommen. Schließlich sind wir eine Solidargemeinschaft.

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  • Avatar von wahrheit
    • wahrheit

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.2000

    Antwort auf Re: 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von ziekugar.

    ziekugar schrieb am 15.10.2021 07:26:

    Die Zustände sind schlimm. Wo kämen wir auch hin, wenn man mit seinem Vermögen die eigene Pflege bzw. die der Eltern zahlen soll. Da kriegt man sein Erbe vorzeitig und muss am Schluss noch die Alten finanzieren. So geht es wirklich nicht. Da hat gefälligst die Allgemeinheit dafür aufzukommen. Schließlich sind wir eine Solidargemeinschaft.

    Wie bist Du denn drauf?
    Natürlich ist es vollkommen richtig das dass Sozialamt solche "Schenkungen" aus Gründen des Vermögenserhalts sofort anfechtet und die Beschenkten zum Unterhalt heranziehen. Bei uns in der Straße wurden die letzten 10 Jahre einige Häuser veräußert um den ehemaligen Bewohnern das Pflegeheim zu finanzieren.

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  • Avatar von Bayernzwersch
    • Bayernzwersch

    mehr als 1000 Beiträge seit 11.10.2014

    Antwort auf Re: 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von wahrheit.

    Bei uns in der Straße wurden die letzten 10 Jahre einige Häuser veräußert um den ehemaligen Bewohnern das Pflegeheim zu finanzieren.

    Oft ist es auch so, dass diese Häuser teils unter Wert verschachert werden, weil das Sozialamt so schnell wie möglich an das Geld ran will.
    Ich habe es selbst erlebt, als ich nach einer Immobilie gesucht hatte.
    Das Sozialamt setzt einen Wert an, den sie erzielen möchten und der lag noch um einiges unter dem Verkaufswert vergleichbarer Immobilien.

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  • Avatar von ollid
    • ollid

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.10.2000

    Antwort auf 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von .

    Das was du hier forderst ist eine Auslöschung von weiten Teilen des Mittelstandes über die Pflegekosten.
    Was häufig sogar schon passiert, wenn das Einkommen nicht reicht. Der Staat greift aktuell zunehmend zu.
    Was laut Politik entschärft werden soll.
    Vermögen an die Nachkommen weiter geben kann momentan nur noch derjenige dessen Einkommen so hoch ist, das für die Pflege nicht auf das Vermögen zurückgegriffen werden muss, oder derjenige muss Glück haben und nicht zum Pflegefall werden. Oder Frühableben.
    Die faire Lösung wäre da höchstens ohnehin alles Vermögen nach dem Tod über die Erbschaftssteuer einzuziehen.
    Wobei man natürlich auch alle Schenkungen, Stiftungen, Auslandsvermögen,... berücksichtigen müsste. Ist aber Utopisch und würde nur im Sosialismus gehen.
    Und man müsste natürlich auch verhindern das Leute ihr Geld vorher mit Luxusreisen und so verprassen. Sonst würde das alles nur die Sparsamen bestrafen.

    Wobei bei den immer höheren Kosten am Ende so oder so die Frage offen ist, ob man es als Gesellschaft überhaupt noch, und nicht nur sozial fair, aufbringen kann.

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  • Avatar von wahrheit
    • wahrheit

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.2000

    Antwort auf Re: 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von ollid.

    ollid schrieb am 15.10.2021 10:20:

    Die faire Lösung wäre da höchstens ohnehin alles Vermögen nach dem Tod über die Erbschaftssteuer einzuziehen.

    Dann hätten wir in 20-30 Jahren keine Handwerker und auch keinen Mittelstand mehr...
    Die Arbeitsplätze die daran hängen wären dann natürlich auch weg.

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  • Avatar von ollid
    • ollid

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.10.2000

    Antwort auf Re: 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von wahrheit.

    wahrheit schrieb am 15.10.2021 10:35:

    ollid schrieb am 15.10.2021 10:20:

    Die faire Lösung wäre da höchstens ohnehin alles Vermögen nach dem Tod über die Erbschaftssteuer einzuziehen.

    Dann hätten wir in 20-30 Jahren keine Handwerker und auch keinen Mittelstand mehr...
    Die Arbeitsplätze die daran hängen wären dann natürlich auch weg.

    Ich hatte nach dem zitierten deswegen ja auch "Utopisch" und "nur im Sozialismus möglich" geschrieben.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 14.01.2003

    Antwort auf Re: 2500,- bis 3000,- Euro Anteil ist schon happig, aber von wahrheit.

    wahrheit schrieb am 15.10.2021 08:45:

    Bei uns in der Straße wurden die letzten 10 Jahre einige Häuser veräußert um den ehemaligen Bewohnern das Pflegeheim zu finanzieren.

    Und das ist auch sehr sinnvoll. Denn wer unbefristet und auf Dauer in ein Pflegeheim übersiedelt, und der Ausgang ist von dort fast immer auf den Friedhof, der braucht kein Eigenhaus mehr. Denn am Weg ins Jenseits kann man nichts mitnehmen. Kling hart, ist aber so.

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