Im Artikel heißt es:
So las ich vor Kurzem etwa in einem Buch, dass kriegstraumatisierte Männer häufiger Potenzprobleme haben. Laut einer Studie in einer medizinischen Fachzeitschrift betrifft dies 85 Prozent der Veteranen mit einer diagnostizierten posttraumatischen Stressstörung, im Vergleich zu 22 Prozent ohne die Diagnose. Viel Erfolg dabei, dieses Phänomen vollständig wissenschaftlich zu erklären!
Laut der Studie nahmen 57% der PTBS-Patienten "psychotropic medications", während es in der Kontrollgruppe 17% waren. Mit "psychotropic medications" dürften in den allermeisten Fällen selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gemeint sein. SSRIs verursachen bei den meisten Patienten sexuelle Funktionsstörungen. Also wäre denkbar, dass ein Großteil der sexuellen Funktionsstörungen in dieser Studie auf SSRIs reduziert werden können. Der Reduktionismus siegt also mal wieder oder verschiebt zumindest das Problem auf die Frage, wie genau SSRIs sexuelle Funktionsstörungen verursachen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.04.2021 11:08).