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  • smart&clever

880 Beiträge seit 24.07.2011

Bionik,Gestaltpsychologie,evolutionäre Erkenntnistheorie für Leib-Seele Problem

Ich hoffe die Ideen, Perspektiven und Erkenntnisse dieser beiden Gebiete fließen auch in die Artikelserie mit ein, denn ich halte das für den experimentell und theoretisch fruchtbarsten Ansatz.

Erklärungen ähnlich dem Eisbeispiel sind immer zweischneidig und unvollkommen. Selbst zwei Experten für Computer könnten sich wahrscheinlich nicht semantisch einigen für eine einfache Erklärung wie ein Computer oder anderes komplexes oder emergentes Phänomen funktioniert. Aber er tut es! Auf mehrere Nachkommastellen. Die gleiche Diskussion gibt es seit Dekaden für die Quantenmechanik und das Beobachterproblem. Man kann das sprachlich und experimentell nicht auflösen, aber die mathematische Theorie der Quantenmechanik ist nie wiederlegt worden und in Stein gemeisselt auf Nachkommastellen.

Aber es ist ja nicht mal klar was eine Theorie des Geistes überhaupt für Messgrößen im Vergleich zur Quantenmechanik operationalisieren soll?! Bewusstsein und Qualia sind keine messbaren Größen, wenn Synästhesisten darüber streiten würden ob der Dur-Akkord blau oder grün sich anhört.

Bewusstsein ist letztendlich vielleicht nicht mehr als ein Prozess, kein Zustand, und diese Unterscheidung ist in ihrer Wichtigkeit nicht zu vernachlässigen für die wissenschaftliche Erforschung oder das Nachdenken darüber ob und wie man es erforschen kann. Wenn man den beiden Synästhesisten mit fMRI in den Kopf schaut, wird man kein blau und grün Korrelat feststellen können. Die Gestaltpsychologie und optische Täuschungen sind da denke ich der viel bessere Ansatz als das Humand Brain Project, fMRI oder SEM-Hirnschnittbilder. Das kann man auch machen, aber mit welchem Material- und Personaleinsatz?! Das ist so ähnlich wie wenn die intelligentesten Physiker alle in die Astro- und Teilchenphysik gehen und dann als Unternehmensberater, Programmierer und Quants im Finanzwesen enden, wo es so viele drängende Probleme auf der Welt gibt.

https://www.edge.org/conversation/vilayanur_ramachandran-self-awareness-the-last-frontier

Das Bewusstsein wird man wahrscheinlich irgendwann verstehen und modellieren können, andernfalls würde ich nicht verstehen was ich hier schreibe und der Leser auch nicht. Aber bei Qualia wie er richtig schreibt beissen wir vermutlich auf Granit. Roboter werden bewusstes Handeln wohl irgendwann maschinell erlernen können und einen menschlichen Turing-Test bestehen. Viel unmenschlicher als unsere Eliten können Sie nicht werden, lach. Sie werden nicht verrückt werden und keine Anfälle bekommen und nie etwas vergessen, also auch nie völlig menschlich sein, aber im täglichen Alltag wohl kaum zu unterscheiden. Ob man das gut findet ist eine andere Frage auf die ich nicht mehr eingehe jetzt.

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