Ansicht umschalten
Avatar von
  • unbekannter Benutzer

69 Beiträge seit 14.07.2024

Wir brauchen eine viel breitere Diskussion

"Die Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten. Zu den Aufgaben gehört der generelle gesetzliche Auftrag, wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen zu erarbeiten. ... Es informiert und berät die Fachöffentlichkeit sowie zunehmend auch die breitere Öffentlichkeit. Im Hinblick auf das Erkennen gesundheitlicher Gefährdungen und Risiken nimmt das RKI eine zentrale „Antennenfunktion“ im Sinne eines Frühwarnsystems wahr." https://www.rki.de/DE/Content/Institut/institut_node.html

Unabhängig von der Coronadiskussion ist es wichtig, zu entscheiden, ob wir solche Informationen prinzipiell als hilfreich erachten. Und ob das RKI optimal aufgestellt ist, um diese zu erarbeiten und zu kommunizieren.

Für wen sollte das RKI arbeiten: Sollte das RKI vor allem - wie bisher - die Bundesregierung mit Informationen versorgen, die Fachwelt und die Öffentlichkeit aber aussen vor lassen? Oder wäre es zielführender, für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, wenn das RKI seine Erkenntnisse unparteilich und öffentlich zur Verfügung stellte? Insbesondere auch den Medien, den Gerichten und den Parlamenten, damit diese ihren Auftrag erfüllen können, die Regierung zu kontrollieren?

Für eine ehrliche Diskussion mit dem Ziel, bei der nächsten Pandemie besser aufgestellt zu sein, wäre es hilfreich, die Worte "Schuld" und "Fehler" außen vor zu lassen. Und die RKI-Files mit etwas Abstand zu betrachten.

Etwa im Hinblick auf die Frage, weshalb der damalige Vize und heutige Institutsleiter Lars Schaade offenbar Probleme damit hat, öffentlich zu seinen Entscheidungen zu stehen. Zumindest stellt sich die Frage, weshalb er seinen Namen hat schwärzen lassen. Und weshalb er nicht offensiv eine Diskussion zur damaligen Entscheidungsfindung fordert und fördert.

Damals mussten unter hohem Druck sehr schnell Entscheidungen mit gravierenden Auswirkungen getroffen. Es sollte selbstverständlich sein, diese Entscheidungen jetzt, mit etwa Abstand, nochmals analysieren und offen zu diskutieren, was man daraus für die Zukunft lernen kann.

*

Bewerten
- +
  • Avatar von Pseudonymuse
    • Pseudonymuse

    719 Beiträge seit 24.08.2015

    Antwort auf Wir brauchen eine viel breitere Diskussion von .

    K.Toffel schrieb am 26.07.2024 16:27:

    ...
    Damals mussten unter hohem Druck sehr schnell Entscheidungen mit gravierenden Auswirkungen getroffen. ...

    Leitet sich medizinisch, virologisch und epidemiologisch gedeckt aus welchen damaligen Erkenntnissen/Notwendigkeiten ab?

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Furiella
    • Furiella

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.08.2012

    Antwort auf Re: Wir brauchen eine viel breitere Diskussion von Pseudonymuse.

    Gute Frage.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Sawfish
    • Sawfish

    666 Beiträge seit 10.01.2023

    Antwort auf Wir brauchen eine viel breitere Diskussion von .

    Wie wurden eigentlich die Leute bestimmt, die die Triage durchführen sollten?

    Unter Triage bzw. Sichtung werden in der Notfall- bzw. Katastrophenmedizin Verfahren verstanden, die im Fall eines Massenanfalls von Verletzten bzw. Erkrankten MANV eine schnelle und orientierende Einteilung der Betroffenen in unterschiedlich priorisierte Kategorien zulässt.

    https://www.deutschlandfunk.de/intensivmedizin-triage-bundesverfassungsgericht-menschen-mit-behinderung-100.html

    Bewerten
    - +
  • Avatar von besserhoch3
    • besserhoch3

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.12.2021

    Antwort auf Wir brauchen eine viel breitere Diskussion von .

    K.Toffel schrieb am 26.07.2024 16:27:

    ...
    Für wen sollte das RKI arbeiten: Sollte das RKI vor allem - wie bisher - die Bundesregierung mit Informationen versorgen, die Fachwelt und die Öffentlichkeit aber aussen vor lassen? Oder wäre es zielführender, für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, wenn das RKI seine Erkenntnisse unparteilich und öffentlich zur Verfügung stellte? Insbesondere auch den Medien, den Gerichten und den Parlamenten, damit diese ihren Auftrag erfüllen können, die Regierung zu kontrollieren?

    Nicht für den Bürger, dafür gitbs die "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" BZgA
    Dann gibts noch IQTIG: Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen
    Und dann noch IQWiG: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

    Überall wird Geld reingesteckt und in der Coronazeit hatten wir da nichts von.
    Es ist der Job der Regierung, vorallem der BGM hier tätig zu werden.
    Entscheiden muss am Ende immer die Politik, nur die wollten sich drücken. Und wenn es gar nicht mehr anders ging, wurde irgendwas behauptet und das wäre dann Wissenschaft gewesen.

    Wir düften auch nicht vergessen, dass der Föderalismus hier auch Grenzen setzt.
    Umsetzen müssen dann am Ende die Länder und die haben noch Spielraum.
    Haben wir ja gesehen, Land A Lockdown, Land B alles offen mit 3G...

    Bewerten
    - +
  • Avatar von justus.n
    • justus.n

    840 Beiträge seit 01.11.2003

    Aus dem Nichtwissen der möglichen Folgen der Pandemie

    Antwort auf Re: Wir brauchen eine viel breitere Diskussion von Furiella.

    Aus heutiger Sicht überheblich darüber zu urteilen scheint wohl Ischgl und Bergamo vergessen zu machen.
    Aufgrund der damaligen Akutsituation war es anfänglich auch verständlich, dass die Regierung ohne parlamentarisches Placet Maßnahmen ergriffen hat.
    Der Skandal, der sich auftut, liegt vorzugsweise in schwurbelnden Social Media Kanälen und der hohen Zahl leichtgläubiger Bürger.

    Noch immer wird auf dümmliche Weise versucht irgendwo Fehler des RKIs zu finden und zu publizieren.
    Eins der besten, abartigsten Beispiele:
    Das Verlierertagebuch.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Furiella
    • Furiella

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.08.2012

    Ischgl und Bergamo

    Antwort auf Aus dem Nichtwissen der möglichen Folgen der Pandemie von justus.n.

    Das waren noch die Zeiten als man glaubte, invasive Beatmung sei für die Behandlung sehr vieler Menschen unerlässlich.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von longi
    • longi

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.03.2007

    Antwort auf Re: Wir brauchen eine viel breitere Diskussion von besserhoch3.

    besserhoch3 schrieb am 26.07.2024 20:08:

    Nicht für den Bürger, dafür gitbs die "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" BZgA
    Dann gibts noch IQTIG: Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen
    Und dann noch IQWiG: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

    [/quote]

    .. von mir aus kann das alles Geschlossen werden, RKI und PEI nicht zu vergessen und der Etikrat, die Stiko.

    Korona hat doch bewiesen, das mit den Propagandadreckläden nichts anzufangen ist.

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten