teutolith schrieb am 28.04.2022 15:11:
Wer der Ukraine das Recht zugesteht, sich ihre Bündnispartner selbst auszusuchen, muß dasselbe Recht auch den Salomonen zugestehen. Ich zum Beispiel. Umgekehrt muß, wer den Russen das Recht zugesteht, andere Länder wegen eigener "geostrategischer Interessen" zu überfallen, dieses Recht auch der NATO zugestehen.
Na dann laßt mal hören.
Nunja, du weißt ja selbst, dass die Ukraine nicht wegen eigener geostrategischer Interessen überfallen wurde, sondern dass die Ukraine 2014 für 5 Mrd. Dollar an die USA verkauft wurde und seit dem Krieg gegen die im Lande lebenden Russen führt, die sich nicht ans westliche Kapital verkaufen lassen wollen, diese bösen Russen in Massen ermordet, und darüberhinaus als Werkzeug in den Händen der USA dient (wozu sie ja eben auch gekauft wurde), um - so ganz offizielle Aussagen der neuen Eigentümer der Ukraine - Russland zu vernichten.
Man kann Russland und Putin persönlich vielleicht vorwerfen, zu lange auf den diplomatischen Weg gesetzt zu haben, z.B. den Russen im Osten der Ukraine zu lange nicht geholfen zu haben und möglicherweise mehr dem inhaltsfreien Gerede von irgendwelchen Werten des Westens geglaubt zu haben, als dies die paar noch verbliebenen gesunden Menschen im Westen selbst glauben.
Man kann Putin ganz sicher nicht vorwerfen, dass er jetzt endlich die Reißleine gezogen hat und dem westlichen Kapital endlich Grenzen setzt - in jedem erdenklichen Sinn.
Und so hat die NATO eben keinerlei Anlass, gegen ein Bündniss zwischen China und den Salomonen vorzugehen, da kein NATO-Territorium davon betroffen ist, wogegen Russland selbstverständlich allen Grund hat, gegen seine ganz offen angekündigte existenzielle Bedrohung durch die wortbrüchige NATO vorzugehen.
Die von dir so vorsätzlich verlogen behauptete Vergleichbarkeit führt uns dann auch zu deiner Überschrift:
Was das "es den NATO-Trollen geben" betrifft. Deren infantiles Nachplappern dümmster und verlogendster Propaganda hat von deren Satisfaktionsfähigkeit von Anfang an nichts übrig gelassen, dem irgendwer noch einen Rest geben könnte. Es liegt keine Ehre darin, gegen solche Figuren argumentativ und hinsichtlich des Realitätsbezugs zu gewinnen.