Antwort auf Re: „Vorschläge für einen Dialog“ als Fehdehandschuh von Maulkorb.
Maulkorb schrieb am 04.05.2021 23:22:
jsjs schrieb am 04.05.2021 22:10:
Da lehnst du dich aber ganz schön weit aus dem Fenster. Vor allem angesichts der sehr, sehr dürftigen Qualität dies Artikels.
"Beispiel USA zeigt: Masken schaden mehr als sie nutzen"
Nach der Überschrift würde man jetzt eine Erklärung erwarten, warum Masken mehr schaden als sie Nutzen. Wissenschaft beschäftigt sich mit den Gründen, den Gesetzmäßigkeiten.
Finden tut man in dem Artikel aber nur eine Korrelation - sofern die überhaupt stimmt.Die Korrelation ist die Beobachtung. "Mehr schaden als nutzen" ist der Grund und die Gesetzmäßigkeit, die diese Beobachtung erklären kann.
Es aber eben nicht tut.
Republikaner lügen und fälschen die Fallzahlen. Das ist der Grund und die Gesetzmäßigkeit, die diese Beobachtung erklären kann.
Gott liebt die Republikaner. Das ist der Grund und die Gesetzmäßigkeit, die diese Beobachtung erklären kann.
Blablabla. Das ist der Grund und die Gesetzmäßigkeit, die diese Beobachtung erklären kann.
Merkst du was? Es sind lauter Behauptungen.
Das ist ungefähr wie die Beobachtung, dass Gegenstände nach unten fallen. Daraus lässt sich das physikalische Gesetz ableiten, dass es offenbar eine Schwerkraft gibt.
Aus einer Beobachtung selber lässt sich nichts ableiten. Da müsste man schon etwas mehr herausfinden. Die Gesetzmäßigkeit besagt ja auch nicht, dass "Gegenstände nach unten fallen", sondern dass sich Massen anziehen. Die Folge ist, dass Gegenstände von der großen Maße der Erde sichtbar angezogen werden.
Das eine ist die Beobachtung, dass andere erklärt das Warum.
Ein schlichter Verweis auf Fallzahlen soll belegen, dass Masken nicht nur nichts nützen, sondern sogar schaden? Warum eigentlich? Wo ist da das Argument?
Es ist auch noch nicht vollständig geklärt, warum es eigentlich Schwerkraft gibt. Im Raum stehen Thesen wie Raumkrümmung oder Gravitonen. Dennoch kommt normalerweise niemand ernsthaft auf die Idee deshalb zu leugnen, dass Gegenstände nach unten fallen.
Es kommt auch niemand ernsthaft auf die Idee zu bestreiten, dass Masken eine Filterwirkung haben.
Die Wissenschaft kennt Gesetzmäßigkeiten und Wirkbedingungen. Tritt ein erwartetes Ereignis nicht ein, schaut man u.a. nach den Wirkbedingungen, gegenläufigen Wirkungen etc.. Das alles bleibt der Artikel schuldig. Er schaut auf Fallzahlen, stellt die in ein Verhältnis zu Maskenpflicht (was nicht dasselbe ist wie Maskentragen), blendet alle anderen Umstände schlicht aus und erdreistet sich gar eine Behauptung aufzustellen, Masken würden schaden.
Ohne Maskenpflicht kommt nur ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung auf die Idee, eine Maske zu tragen. Das sieht man in den USA, Schweden oder Belarus.
Und was soll uns das jetzt sagen?
Du könntest ja einfach mal aus dem Fenster springen. Solange nicht bewiesen ist, dass da irgend etwas ist, was Schwerkraft hervor ruft, müsstest du ja dann auch problemlos fliegen können. Und falls du doch runter fallen und dir alle Knochen brechen solltest, dann liegt das ganz bestimmt an "anderen Umständen" aber keinesfalls an der Schwerkraft...
Wo ist jetzt dein Beweis, dass Masken schaden? Ein Artikel eines Bloggers(!), der eine Grafik präsentiert und sich dazu was zusammenreimt? Ohne auch nur im geringsten auszuführen, warum Masken schaden(!) ?
Ich will ja nicht bestreiten, dass das eine geistige Leistung (also selber denken) ist. Für jemand, der nur seine ohnehin feststehende Meinung bestätigt haben möchte, mag das reichen.
Menschen, die es gewohnt sind, Behauptungen auf ihren Gehalt hin zu prüfen, überzeugt das nicht. Wie auch, es fehlt ja jedes Argument.