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Re: Wieso müssen sich Klima- und Migrations-aktivisten nicht genau so rechtferti

Naturzucker schrieb am 02.05.2021 17:47:

Wer in diesen Zeiten für die Einhaltung der Bürgerrechte und für die Freiheit eintritt, der hat einen schweren Stand. Schnell wird ihm eine Nähe zu Extremisten angedichtet und die Bewegung der Querdenker, welche keineswegs von Extremisten dominiert wird, wurde durch die üblichen Methoden öffentlich diskreditiert, so dass der Begriff "Querdenker" heute genau so eine negative Klassifizierung darstellt wie früher einmal der Begriff "Kommunist" oder "Sozialist".

Also, ich mache es an den Inhalten fest, die Querdenker verbreiten, und an ihrem Auftreten. Das fängt damit an, dass Querdenker sich penetrant als "Selber Denker" bezeichnen, also schon gar nicht den Dialog wollen, sondern auf Beschimpfung setzen.

Zweitens demonstrieren Querdenker nicht ihre Ansichten, sie praktizieren sie, und verstoßen damit nicht nur gegen die Auflagen, sondern gefährden auch andere. Wer dann noch "ein bisschen SARS muß sein singend" ohne Maske und ohne Abstand Polonäse tanzt, hat jedes Maß verloren.

Schaut man sich dagegen andere Bewegungen an, die ja auch aus einer Position der Minderheit für ihre Ziele werben und öffentlich eintreten, dann müssen sich diese komischerweise nie dafür rechtfertigen oder von irgendwelchen Extremisten distanzieren. Das Bild der veröffentlichten Berichterstattung sieht dort ganz anders aus.

Was an den Inhalten und dem Auftreten liegt. Wer sich z.B. für Klimaschutz engagiert, der gerift ein allgemein geteiltes Interesse auf und kritisiert die die Regierung dafür, dass sie für dieses angeblich auch vom Staat geteilte Interesse nichts tut.
Nicht destotrotz haben sich auch die Friday-for-future Anhänger etliches an dümmlichster Kritik anhören müssen.

Querdenker treten weniger für Freiheitsrechte allgemein ein, die treten für ihre Freiheit ein, ihr normales bürgerliches Leben weiterleben zu dürfen. Und warten mit Sprüchen "sterben ja nur die Alten" auf.

Gibt ja auch immer wieder Querdenker, die andere belästigen, denen ihre Maske abnehmen wollen, etc..

Offenbar haben wir es bei den Leitmedien mit einem Framing und einem veröffentlichten Narrativ zu tun. Der entweder die Politik vor sich her treibt oder von der Politik benutzt wird, um die Gesellschaft mal in die eine oder andere Richtung umzupolen.

Wer mit dem Strom schwimmt, der hat dort einen leichten Stand. Dessen Karriere und Einkommen sind nicht gefährdet. Der genießt öffentliches Ansehen.

Wer es wagt, sich gegen den Strom zu stellen, der muss mit allerlei Konsequenzen rechnen, die bis zu einer medialen öffentlichen Hinrichtung und einer Vernichtung der Existenz reichen.

Die Polarisierung ist daher offenbar Mittel zum Zweck, um auf einfache Weise eine ergebnisoffene Debatte im Keim zu ersticken und statt dessen seine Agenda auf kurzem Weg durchzusetzen.

Die Polarisierung ist daher politisch gewollt, entweder von den Leitmedien und / oder von der Politik selbst.

Ergebnisoffen? Wie lange? Ist ja nicht so, daß es nicht Diskussionen gegeben hätte. Irgendwann ist auch mal Schluss.

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