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mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2018

Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft?

An sich sind die drei Wege beschreitbar, Tatsächlich basieren aber alle drei darauf, daß der Kapitalismus unlösbare Widersprüche geschaffen hat, die nun insgesamt seine Abschaffung verlangen. Die Ideen, wie das funktioniert, möchte ich auf Notwendiges beschränken, eine Gewalt-Revolution wirtschaftet alles herunter - das funktioniert immer, von unten.
Es geht aber auch von oben her, mit recht klaren Zielen. Die Verfassungsrechte sollten weitgehend erhalten bleiben, ebenso Entwicklungstriebkräfte.
Tatsächlich ist die Klimakrise das den Kapitalismus sterben lassende Element, genauer die Ressourcenendlichkeit.

Betrachten wir geschichtlich die Produktivitätsentwicklung, erkennen wir, daß Arbeitsteilung diese über verbesserte Fertigkeiten erhöht. Ferner kam die Motivation dazu, der Tausch, der über konkreten Bedarf, später über ein abstraktes Aufwandsmittel (später Geld) alles nach dem Arbeitsaufwand oder der Haben-wollen-Stärke vollzogen wurde.
Da akkumulierbar, konnten auch Gegenwerte (Waren/Leistungen) akkumuliert werden, Schamanen lieferten beispielsweise dauerhaft abrufbare Leistungen, die an die Person gekoppelt waren. Die Person besaß Leistungsfähigkeit.
Der so entstandene Besitz wurde auf Waren übertragen. Wer überproduktiv war, konnte sich intuitiv die Arbeitsergebnisse aneignen, was der Schamane durch erlernen erreichte. Dadurch entstand Besitz.
Die durch Arbeit gerodeten Felder wurden auch von Gruppen angeeignet - um deren Besitz wurde dann gestritten (was bei Waren Diebstahl war, aber eher unbedeutend), war bei Leistungen (wie auch bei unbekannten Waren hohen Werts) nur über Gefangennahme/Gruppenwechsel erreichbar, beim Boden hingegen durch Vertreibung oder Krieg (Tötung der Gruppe).
So wurde Besitz Triebkraft der Entwicklung, Akkumulation ein Überlebensvorteil. Metalle wurden als Wert bedeutsam, die Arbeitsteilung nahm zu. Skkavenhandel löste den Leistungsbedarf eher friedlich - der Mensch bekam einen eigenen Wert, auch ohne besondere Fähigkeiten.
Der Kapitalismus stellte den abstrakten Wert in den Mittelpunkt, nur noch Geld war der Maßstab, und der Besitz, über den man verfügte. Der wurde mit bestimmten Arbeitsteilungen gekoppelt: Ein König "besaß" ein Reich, also allen Boden, weil er ihn verwaltete. Konnte er das nicht, verlieh er Böden (Feudalismus), und gab anderen Verwaltern Teile, die sie sich im Laufe der Zeit aneigneten (gegen Geld oder Leistungen, für Kriege zumeist). Jeder Verwalter hatte Interesse, mehr zu besitzen, was nur ging über friedliche(Entdeckung) oder kriegerische Wege.
Der Kapitalismus erlaubte dank hoher Produktivität, Geld übermäßig zu akkumulieren, weil der bei der Produktion anfallende Mehrwert durch Menschengrupoen - ähnlich wie beim Boden -vom Inhaber der Betriebe vereinnahmt wurde. Dadurch entwickelte sich die Produktivität explosiv, die Kriege waren verheerender, es wurde um den Besitz von Betrieben und Boden gestritten. Menschen wurden großenteils frei und besitzlos, es konnte nur der Besitzende seinen Reichtum vermehren. Die Entkopplung des Geldes zu Erwartungen, das Finanzkapital, war die Folge des Aufhebens der bis dahin noch guten Wertkopplung des Geldes. Wer besaß, konnte bestimmen (Musk und Apple, Microsoft, Zuckermann, Google zeigen das Ungute daran).
Marx erkannte, das Kapitalismus aber an zwangsweises Wachstum gebunden ist. In der Triebkradft der Konkurrenz begründet, hat der Größte die besten Chancen. Haben die Staaten als gesellschaftlich notwendige Regulatoren erkannt, und sorgten deshalb für Konkurrenz und Monopolzerschlagung.

Das war die logische Entwicklung - allle anderen Modelle gingen in freier Konkurrenz unter (Sozialismus). Nun bemerken wir aber dank durchgeführter Globalisierung, daß es keine neuen Märkte mehr gibt, die bezahlte Nachfrage liefern, so daß nur noch Monopole sicher sind. Die hohe Produktivität beißt sich mit der Verteilung nach Arbeit, weil kaum Menschen benötigt werden, eher sogar herausgelöst werden aus dem Arbeitsumfeld. Wie soll dann nachgefragt werden? Drittens ist der Boden aufgeteilt, jeder Besitzer an dieser Ressource kann den Preis willkürlich bestimmen, es sei denn, er verkauft nicht. Das gilt mittlerweile für alle Ressourcen: Das Trinkwasser, alle Bodenschätze, Produktiinsmittel, ja selbst Arbeitskräfte.

So kommen wir nicht mehr vorwärts. Beim CO2 gar wird es so tödlich, daß die Menscheit sich auszurotten droht. Ursache: Energiegewinnung auf Kohlenstoffbasis erlaubt hochflexible Arbeitsteilung, erzeugt aber eine tödliche Erwärmungsspirale. Jedes Leben ist an Ressourcen gebunden, die zur Neige gehen und damit diese Lebensform dezimieren können.
Dueser natürliche Populationsabbau regelt sich biologisch zumeist ein, aber besondere Fähigkeiten von Lebewesen ohne "Feinde" werden sich selbst nur mit Verstand vorm drohenden Untergang retten können.
Ganz klar: wir steuern weltweit auf 5°zu bis 2100 (Sonneneigenschaften sind auch nicht günstig, gerade), was die Fertilität senkt, die Population hitzebedingt ausdünnt, Siedlung und Ernährung in kleinere Gebiete verlegt und erhöhten Energieaufwand zugleich mit zurückgehender Arbeitsteilung bewirkt. Die Nachfrage sinkt, existenzsichernde hohe Kosten dürften Kriege auslösen und zusätzlich die Bevölkerung reduzieren (Putin begreift das Territorialproblem dank auflösendem Dauerfrostboden und zunehmender Versteppung, holt andere Gebiete).

2200 dürften noch 500 Mio. Mebschen ernährt werden können, wie soll da Wachstum möglich sein? Jeder, der das sagt, lügt zwangsläufig, ruft dazu auf, den Menschen "abzuschaffen".
Welche Möglichkeiten haben wir, das zu ändern, was gebietet die Vernunft? Das treibt mich seit Beginn der Globalisierung Ende der 9oer um. Ein paar Gedanken dazu.
1. Besitzbegrenzung
Besitz an Resourcen muß privat extrem begrenzt werden Ressourcen gehören der Menschheit und den ganzen Lebewesen der Erde gemeinsam. Sie können und dürfen nur soweit genutzt werden, wie das existenziell notwendig ist, oder eine dauerhafte Entnahme für die nächste Jahrmillion sicher unschädlich ist. Jede dieser Ressourcen unterliegt einem weltweiten Markt, der die so definierte Menge begrenzt.
Privatbesitz an Ressourcen muß deshalb durch besteuerung beseitigt werden, 10% pro Jahr des Marktwerts fallen an Steuer an, die Besteuerung läuft über 10 Jahre, dann wird ersatzlos enteignet. Wer Steuern sparen möchte, kann den Ressourcenbesitz komplett rückgeben, muß dann nur bis dahin die voreilend angefallene Steuer begleichen.
Häuser im Besitz können einen beschränkten Bodenanteil pachten, die Pachthöhe ist an den Bodenwert gebunden, und schwankt von 1% jährlich bis 4% bei unbewirtschafteten Grundstücken unüblicher Größe. Ein Hauswert wird ebenfalls besteuert, nur vollständig selbstbewohnt mit 1%, ansonsten mit dem erzielten Mietwert zu örtlich regulierenden Zinssätzen.
Ziel ist, den Boden frei zu machen: wer Ihn bewirtschaftet, zahlt auf den Boden eine ertragsbedingte Pacht oder erhält Mittel, um z.B. Wald anzulegen, der lange keine Erträge liefert (erst beim Verkauf des Holzes fallen ja Erträge an, die die Gesellschaft erhält - die Arbeit wurde ja bezahlt). Prinzip klar?
2. Resourcen
Ernten, Fleisch, Holz, alle produkte stelken für sich genommennnatürliche Ressourcen dar, die der Mensch erzeugt. Sie gehen in ihrer Gesamtheit in einen produktspezifischen Markt ein, der alle verteilbaren Produkte umfaßt. Mißernten müssen nicht mehr subventioniert werden - der Bauer wird über den Preis entschädigt. Lokale Unterschiede aus objektiven Grunden Werden über marktinterne Rücklagen ausgeglichen, Sache der Markterzeuger. Subventionen: unnötig.
Bodenpacht geht in den Preis mit ein!
Sämtliche Bodenschätze werden analog behandelt, da dürften Fördermengen vorgeschrieben werden müssen: Rohstoffe sind endlich, Wiederverwertung vor Förderung.
Was Bergwerke betrifft: Konzessionen dürften wie Boden besteuert werden, oder eben zurückgegeben Danach gibt es eine Marktregulierung, die sich auch am CO2-Aufwand orientiert.
3. Geld/Distribution
Das traditionelle Geld bleibt. Hinzu kommenn"Ressourcengelder", die die Anteile benötigter Ressourcen in Ware und Leistung widerspiegeln. der reine Arbeitsaufwand ist im alten Geld enthalten, die Triebkraft Arbeit bleibt also erhalten.
Kaufe ich, erfolg vom Käufermultikonto eine Buchung je Geldart. Fehlt eine Ressource, wird zuerst mit Altgeld vom Konto versucht, diese auf dem Markt zu kaufen. Gelingt das nicht oder ist der Markt leer, war es das. Bei Flugreisen heißt es also "jahrelang" sparen oder abkaufen, wenn jemand verkauft.
Was hier kompliziert klingt, ist technisch einfach machbar, mit einer Karte. Sache der Bank. Regeln die Märkte, daß nur verbraucht werden kann, was da ist. Politisch daf nur eingegrifden werden, wenn unabweisbar mehr von einer Ressource benötigt wird, dieses machbar ist und dem Markt damit mehr zugeführt werden muß.
Mehr Planung ist nicht Sache der Politik! Es geht ja nicht um mehr Wachstum, sondern um ein dauerhaftes Überleben.
4. Arbeit
Due Steuer bleibt. Übermäßige Verdienste werden auch genauso weggesteuert, es gibt eine gewisse Bescheidenheit. So wie übermäßiger Besitz begrenzt werden muß, damit die Marktwirtschaft korrekt funktioniert, muß auch der Verdienst angepaßt werden.
Existenzgesichert werden alle, sie erhalten alle notwendigen Ressourcenanteile. Aktgeld wird erarbeitet oder wie bisher gezahlt. die Nettogeldschere reicht so von 1 bis 5, etwa. Anreizsteuerung für notwendige Arbeit ist damit da (Stellhebel). Dies erzeugt eher sozialen Frieden, verhindert unbegründbare Bereicherung. Die Gesellschaft behält ihre Triebkräfte - und kann wachsen, wenn das gewünscht wird. Nippes verkaufen geht aber nicht so einfach: Ressourcenzuweisung bzw. Kredite dafür erhalten nur Firmen, die Notwendiges ressourcenschonend produzieren. Wettbewerb sorgt fürs Ausscheiden der Schlechtesten, eine Ressourcenzuweisung mischt sich aber nicht in Planungen der Firmen ein. Überschüssige Angebote belasten Betriebe - Abstimmung untereinander ist möglich. Nur wer schlecht arbeitet, bekommt eine Art Konkurrenz.

Auch wenn ich hier die Wirtschaft etwas zu kurz kommen lasse: Marktwirtschaft bleibt Marktwirtschaft, die Arbeit wird durch Wegfall überhöhter Löhne preiswerter, und man muß nicht wachsen, kann es aber beschneiden oder organisieren.
Mehrwert eignet sich "natürlich" der Staat an, neue Produktionsmittel können etwas länger dauern, werden aber auch schon heute jahrelang geplant.

5. Demokratie
Die muß kommen. Gemeinsam entscheiden hat Priorität, an der Verteilung ändert sich ja nur wenig. Nur alle gemeinsam können die kommenden Veränderungen steuern, denn die sollen ja nicht strafen, müssen aber für kommende Generationen in Kauf genommen werden.
Die gewählten Politiker vertreten Eigeninteressen, das muß aufhören. Zuviel verbraucht, dann sparen wir etwas, und versuchen, nicht alles aufgebaute im Chaos versinken zu lassen.
Sollten wir diskutieren, diese Ideen.
Besitz - das wird schwierig. Ein Leben lang nur für's Haus gearbeitet? Dann sollte es vielkeicht für dessen Familie 100 Jahre steuerfrei sein, wenn es bezahlt ist, bis auf die Bodensteuerr?
Eigene Arbeit muß sich lohnen, soll sich lohnen. Demokratie, wo jeder mitentscheiden kann, ganz direkt, sollte das zu regeln vermögen.
Nur privat etwas aneignen, weil das geschichtlich so gewachsen ist - das ist nicht richtig. Jeder Bürger eines jeden Staates hat ein Existenzrecht, ihm müssen je nach Ort existenzielle Ressourcen zugewiesen werden. Wie vorgeschlagen ist das erreichbar, Ende Kolonismus.

Daß damit Migration wegen Arbeit abnimmt, ist klar? Wir verteilen alles erwirtschaftete auf alle Märkte, und können so Hungertote verhindern. Wachstum von Staaten läßt sich so steuern - zuviel Kinder - weniger zu Essen. Aber eben nicht Kinder verbieten. Humanismus heißt nicht, daß Menschen sich gesellschaftsschädlich verhalten dürfen - vergessen wir das nicht.

Freue mich auf Diskussionen - viele Teile wurden schon tiefgehend besprochen.
Bevor wir aber etwas verändern, sollten wir gründlich Folgen erörtern, transparent bleiben. Nur so wird genügend Bereitschaft entstehen, mitzuziehen, Neid abzustellen und persönliche Gier zu begrenzen. Bei jedem wird das nicht gelingen - der Kapitalismus hat Ellenbogenegoisten erzogen. Aber die Mehrheit bestimmt, ich hoffe, sie denkt mit.

PS: Trotz geputzter Glastastatur geht der Finger manchmal daneben- ich finde in langen Texten nicht jede Fehlinterpretation. Das Gerät tut aber noch, warum ein Neues holen? Nachsicht kann eine Tugend sein, ich putze schon oft.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.09.2024 01:52).

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    28 Beiträge seit 10.01.2013

    Antwort auf Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft? von DcPS.

    Alles fein und gut,

    aber was sagte vor einer Woche unser Stromableser auf dem Balkan:
    "Wenn im Winter kein Regen kommt, werden wir uns kommenden Sommer an die Kehle gehen"
    Die reale Seite einer Postwachstumsökonomie.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2018

    Antwort auf Re: Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft? von vrbas1965.

    Das Problem ist durchaus unter kapitalistischen Bedingungen real. Ohne Menschen von der Idee zu überzeugen, geht das nicht. Die mit Kindrrwunsch haben wesentlich eher die Einsicht dazu. Die ohne Kinder , willentlich, sterbebn sicher aus. Wird sich zeigen, wie sich die Bevölkerung entwickelt - Hitze macht infertil.
    Rein sachlich hat Marx ja Recht: Evolution-Revolution in ewiger Kette ist Entwicklung. Nur kann der Mensch verstandesmäßig Veränderungen herbeiführen. Die zunehmende Mittelstandsverarmung fordert ja geradezu Veränderungen, und die ist durch stetige Besitzvermehrung an Kapital verursacht. Den Einfluß des Geldes zu limitieren, durch regulatorische Maßnahmen, senkt den Produktivitätszuwachs - wir brauchen nicht mal 20% der Werktätigen, um den Stand der Produktivität zu erhalten, der der reinen Versorgung dient.
    Der Rest ist in Leistungsberufen beschäftigt, die auch notwendig sind, aber nicht immer existenziell. Das mit dem "an die Kehle gehen" unterbleibt bei existenzieller , vergleichmäßigender Lebensmöglichkeit - war im Sozialismus ja genauso. Und erweist sich 1:5 als zuviel Schere, kann man diese Richtung 1:2 schließen - jeder Unterschied motiviert.
    Ca. 20% unserer Menschen haben das Bedürfnis in sich, etwas zu tun, das haben die auch in der DDR getan. Es war die fehlende Freizügigkeit, die Probleme machte -eingesperrt sein will niemand. Im Osten ist die Erinnerung noch da - die erhöhte soziale Stabilität - dort ging sich niemand an die Kehle - es ging eben nicht schnell vorwärts. Nicht konkurrenzfähig im kapitalistischen Weltvergleich - nur jetzt ist die ganze Welt betroffen - alle Sterben oder Überleben. Da wäre Konkurrenz bedeutungslos, das Wann mach wenig Unterschied.
    Das letzte Hemd hat keine Taschen, daran sollten wir uns erinnern. Besitz von nichtexistenziellen Dingen ist eine Art psychische Fehlfunktion, ist nicht so wie Neid auf Futter bei manchen Tieren, sondern aberziehbar, solange es sich gut lexistieren läßt. Ging ja auch in früheren Gesellschaften, zumeist - und trotzdem war Raub leichter, bis dieser bestraft wurde.

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    • vrbas1965

    28 Beiträge seit 10.01.2013

    Antwort auf Re: Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft? von DcPS.

    In der Gegend ist ein grosses Zwetschgen und Sauerkirschen Anbaugebiet. Mann kann dort direkt die Ausbeutung erleben, durch Netzwerke der Abnehmer, bis hin zum staatlich angeordneten Abnahmepreis, der nichts mit einem Marktpreis gemein hat, aber auch die Unfähigkeit der Bauern erleben, die kleinstteilige Parzellen bewirtschaften, eine Vereinigung zu bilden, um wirtschaftlich zu erzeugen und einen Marktpreis zu erzwingen der Sie freier macht. Somit sind sie gefangen im korsett der permanenten Ausbeutung. Wie soll das dann in komplexeren Produktionsabläufen botton-up funktionieren, durch top-down erzeugte Abhängigkeit (das ist ja in verschiedenen Qualitäten weltweit der Fall). Ich sehe da keine Möglichkeit, ohne ein radikale Revolution (nicht unbedingt gewalttätig)

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    mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2018

    Antwort auf Re: Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft? von vrbas1965.

    Ressource "Kirschen". - sagen wir weltweit , 1Mt. Die Kosten zur Erstellung Beinhalten Bodennutzung, Düngung (evtl. nach Erzeugnis), Vogel-und Insektenschutzaufwand, Mabnuelle Tätigkeiten wie Pflücken, waschen, versand... . Auch Transport. Der Kirschmarktpreis addiert alle Werte und Mengen, die bis zur Bereitstellung beim Großhandel/Verarbeitungsfirmen anfallen. Mehr als angeliefert wurde, ist nicht verbrauchbar.
    So entsteht ein Kirschenlimit (Gesamternte) und Gesamterzeugungskosten. Alle Erzeuger können innerhalb des Marktes selber umverteilen, um z.B. Ernteausfälle auszugleichen, Qualitätsunterschiede. Wird mehr produziert, als am Markt abgenommen wird, sinkt der Marktpreis, um alles zu verkaufen. Da die Nachfrage den Kostenaufwand bezahlt, wird entsprechend eine anteilige Kostendeckung erfolgen müssen - die teuersten Anbieter müßten am ehesten reduzieren, weil sie die größten Verluste verursachen. Letztlich steuern das die Erzeuger selber, es ist ihr Geld. Kauft niemand Kirschen, war es das mit der Existenz, bei zuwenig Erzeugung geht der Preis hoch - Anreiz zur Mehrproduktion, auch teurerer.
    Warum sollte sich der Staat da einmischen?
    Das bestimmte Ressourcen ferbraucht werden, die Geldarten aufgeteiilt werden (Wasser, CO2, Bodenpacht, ...), spielt weniger eine Rolle. Lange Transportwege schon, weil die CO2-Ressource limitiert ist. Wird sie nachgekauft (sofern verfügbar), oder über Nachfrage bezahlt, ist das kein Problem. Geht das nicht, kAnn im nächsten Jahr nicht transportiert werden - oder es muß kreditiert werden, was dann Staatssache ist. Der entscheidet über Pleiten. Wer Transporte vermeidet, hat es einfacher, wie, ist egal. Selbstabholung gab es früher auch.
    Da der Staat Gewinne abschöpft, ist eine Ausbeutung kaum möglich -die Schere muß auch eine Pyramidenstruktur haben, niemand besitzt Boden und kann deshalb mehr fordern - so wie bisher. Wer wenig produziert, verdient wenig, hoher Aufwand lohnt nur bei hoher Produktion. Letztlich wird der Markt demokratisch verwaltet, Aufwände und Liefermengen staatlich erfaßt und ins Marktsystem eingegeben, daß alles andere veranlaßt.
    Existieren kann jeder immer - durch die personenbezogene Ressourdenzuweisung, Damit ist es egal, zu welchem Zeitpunkt Erlöse eintreffen: man muß diese dann genauso einteilen wie bisher auch - nur nie Angst haben um seine Existenz.
    Ja, man ist abhängig vom Markt - das läßt sich nicht ändern, erst einmal (andere Technokogien könnrenndas irgendwann besser hinbekommen). Aber jeder Markt ist auch notwendig.
    Der Staat sollte nur eíngreifen, wenn Existenzgefährdung der Menschen droht. Sicher nicht beim Ernteausfall eines Produkts - sehen sie das anders?
    Insoweit ist konsequente Marktwirtschaft unter den vorgeschlagenen Bedingungen schon eine umwälzende Sache, gewaltig, aber nicht gewalttätig.
    Ich habe mich da auch mit Landwirten unterhalten, die da ins Nacgdenkenngekomnen sind.
    Es muß wirklich verstanden werden, es muß von denen gewolt werden. Demokratische Märkte, wo Dinge vor und vonnMarktbeteiligten Erzeugern geklärt werden ohne Exustenzgefährdung - das scheint etwas für sich zu haben.
    Bauern erzählen auch über ihre Sorgen und Probleme, die seit den 60er Jahren immer recht ähnlich waren. Diese nimmt mein Vorschlag auf, deshalb sollte man nachdenken. Man wird freier von Ausbeutung durch Fremde, der Staat verhindert das, und gibt Wirtschaft in die Hände derer, die das machen. Keine Subventionen, keine Planung, kein sinnloses Rackern bis zum Umfallen. Wirtschaften ist trotzdem nicht einfach, richtig? Aber niemand soll sich da persönlich dran bereichern, nur die Gesellschaft insgesamt soll möglichst gut und friedlich leben könhen (das ist neine Sicht auf aktive Existenzsicherung).

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  • Avatar von Aletheius la Dyaus Pitar
    • Aletheius la Dyaus Pitar

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.10.2011

    Antwort auf Re: Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft? von vrbas1965.

    Der Verlauf des Threads ist interessant: Von der Idealvorstellung zur Realität, von der Makro- zur Mikroökonomie und dann zur Praxis. Am Ende steht eine Formulierung von Ratlosigkeit angesichts der Gesamtsituation.

    Durch Hinzunahme der psychosozialen Aspekte wird die Richtung der Problematik offenkundig - auch wenn es dadurch noch komplexer wird.

    Auf zwischenmenschlicher Ebene wird in der intrinsischen Motivation die Hauptursache für die tatsächliche Arbeitsleistung gesehen. Denn in der mikroökonomischen Theorie ergeben sich bei einer Betrachtung mit dieser 'atomaren' Auflösung - hochskaliert - für den Profit relevante Faktoren. Diese eindimensionale Betrachtung ist in der Realität zu erweitern auf die Gesamtheit einer Arbeitsgruppe mit den subjektbezogenen Eigenschaften als Summe.

    Schon ist man auf der nächsthöheren Ebene mit Gruppendynamik und Selbststimulierung. Aufgabentrennung und klare Verantwortlichkeiten stützen die Fokussierung und die Qualität der Arbeitsergebnisse der operativen Einheit.

    Die nächsthöhere Ebene dürfte die prozessuale Ebene sein. Was dort passiert, wird individuell verschieden wahrgenommen. Eine Bitte von der Leitung zur Vorstellung der eigenen Gruppe kann von einem Individuum als Vorbote von Sparmaßnahmen interpretiert werden - und das Fehlen von dazu passenden Informationen führt zum persönlichen Eindruck, dass eine strukturelle Benachteiligung vorliegen könnte. Also selbst das vermutete Fehlen von Informationen (Erwartungen ausgehend von subjektiver Interpretation der umgebenden Welt) kann schon zu Veränderungen führen.

    Ein anschauliches Beispiel für die Auswirkungen der Mikroökonomie auf die Makroökonomie und die vom Leser hinzuzudenkende psychosoziale Dimension wäre eventuell diese Arbeit von Elke Kimmel (mit Zitaten):
    https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/326430/von-lpg-zu-e-g-gbr-und-gmbh-oder-von-alt-kommunisten-zu-neu-kapitalisten/
    Hier eine Gesamtbetrachtung aus makroökonomischer Sicht:
    https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/292011/vor-60-jahren-gesetz-ueber-die-landwirtschaftlichen-produktionsgenossenschaften-in-der-ddr/

    Wenn die Wichtigkeit des Aspektes Wechselwirkung zwischen individuellen Ebene, Arbeitsgruppenebene und der prozessualen Ebene als anerkannt vorausgesetzt werden kann, was könnte nun die beste lösungsorientierte Frage sein?

    Welches "strukturelle Problem" ist in der Arbeit von Elke Kimmel zu finden?

    Wird den betroffenen Individuen grundsätzlich eine eingeschränkte Operabilität zugestanden, weil sie bei der Entstehung von neuen Prozeduren nicht beteiligt werden?

    Denn was diesen Post triggerte war der Satz

    "... Unfähigkeit der Bauern erleben, die kleinstteilige Parzellen bewirtschaften, eine Vereinigung zu bilden, um wirtschaftlich zu erzeugen und einen Marktpreis zu erzwingen der sie freier macht. ..."

    Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Opel-Mitarbeiter - noch länger vor der Jahrtausendwende als ich dachte - für die Entwicklung von Elektroautos gewesen sind. Die Vorteile einer höheren Effizienz lagen schon damals auf der Hand.

    Diese Uneinigkeit oder gar Gegensatz beim Verstehen, könnte darauf hinweisen, dass auf Managementebene über der Ebene der Individuen eine eigene Ebene entstanden ist, in welcher es bei Entscheidern ähnlich ergeht wie den arbeitsnehmenden Individuen.

    Opel wurde eben vorhin angeführt, weil ich gerade im Forum die Info gefunden habe, dass VW 4,5 Mrd. an Dividende ausgeschüttet hat ... nun fehlen 5 Mrd., ... was für eine Konstellation ... das bestärkt mich in der Vermutung, dass Managern auch die Hände gebunden sind, ähnlich wie bei den Arbeitnehmern.

    Warum sah erst eine kleine Gruppe von Bankern - und nicht Kontrollbehörden - in DE die Subprimekrise 2008 voraus? Weil sie nicht beim Vergeben von Krediten und Einstecken von Provisionen waren. Die Kontrollbehörden selbst unterliegen Weisungen.

    Also auch auf makroökonomischer Ebene ist dasselbe zu sehen, was im Vorpost in der landwirtschaftlichen Produktion zu beobachten ist.

    Der Vorposter schloss mit:

    ... Somit sind sie gefangen im Korsett der permanenten Ausbeutung. Wie soll das dann in komplexeren Produktionsabläufen botton-up funktionieren, durch top-down erzeugte Abhängigkeit (das ist ja in verschiedenen Qualitäten weltweit der Fall). Ich sehe da keine Möglichkeit, ohne ein radikale Revolution (nicht unbedingt gewalttätig)

    Na?
    Hier kommt es - imho - auf den mündigen Verbraucher mit seiner intrinsischen Motivation an.

    Doch jede Organisation, jedes Individuum, welche*s an der Aufklärung arbeitet, wird angegriffen.

    Siehe Exxon https://www.spektrum.de/news/wie-exxon-den-klimawandel-entdeckte-und-leugnete/1374674
    https://www.spektrum.de/news/als-shell-noch-vor-dem-klimawandel-warnte/1440151
    Die Messungen und daraus abgeleiteten Voraussagen bestätigten sich
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html

    Nachdem der CO2-Gehalt der Atmosphäre Anfang Mai 2019 erstmals die Marke von 415 Teilchen pro Million Teilchen Luft (ppm) überschritten hatte, verglichen Journalisten und Klimaforscher Exxon-Prognosen aus dem Jahr 1982 mit dem tatsächlichen Verlauf. Ergebnis: Sowohl beim Temperaturanstieg als auch beim CO2-Anstieg lagen die Exxon-Forscher ziemlich richtig.

    James E. Hansen mit seinem zuerst für den Mars entwickelten Treibhausgasmodell warnte 1988 sehr deutlich vor dem Klimawandel und wurde aber von Behörden unter Bush unterdrückt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/James_E._Hansen

    Und auch in den Heiseforen gab es vor Corona viele Accounts, welche die Klimaerwärmung vehement relativierten.

    Interessanterweise offenbarte die Covid-19-Pandemie, dass viele der Vermutung einer Fremdsteuerung generell zustimmen.

    Leider sind da Stimmen darunter, die dieses Stimmen vollständig desavouierten. Man musste sich für gemachte Äußerungen fremdschämen. Es lässt leider sich nicht feststellen, ob dies beabsichtigt war. Z.B. bei einer damals neu entstandenen Partei äußerten sich deren Befürworter mir gegenüber nicht gerade als möglichst objektiv denkend, sondern leider als emotionalisiert.

    Sicher ist nur: Bekannte Menschen, die mit ihren Arbeitshypothesen richtig lagen wie z.B. Stanley Prusiner (Prionen) und James E. Hansen (Co2) wurden massiv abgewertet und zu Persona non Grata erklärt.

    Lem, Ludek Pesek (Falle für Perseus) und medial inszenierte und weitverbreitete Dystopien wie Blade Runner, Matrix, Dune oder Avatar ändern nichts am Kaufverhalten (Fair- oder Shiftphone-Besitzer).

    Gestern hatte ich wieder die schwere Entscheidung, welche Eier ich kaufe. Auch eine andere Kundin war unsicher, ob die Eier von freilaufenden Hühnern waren. Per aufgedruckter Internetadresse fanden wir das dann heraus.

    Es sind die Kaufentscheidungen, welche die Welt ändern können.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.09.2024 14:36).

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Sie sollten Ihre Vermutungen zur Entwicklungsgeschichte überarbeiten

    Antwort auf Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft? von DcPS.

    Dadurch entstand Besitz.

    Eh... nein, vermutlich nicht.

    Es gibt auch bei Primaten Besitz, wenn auch nur in geringem Umfang und ohne dezidiertes Erbrecht. Insofern ist die Erscheinung von "Besitz" vermutlich bereits vor der "Menschwerdung" eingetreten.
    Andererseits muß man bei der kulturellen Entwicklung strikt(er) nach "in-group" und "trans-group" unterscheiden: innerhalb der sozialen Kleingruppe dürften Bezahlvorgänge selten gewesen sein. Und der Güteraustausch zwischen Gruppen dürfte über einige Strecken eher als Geschenke-Tausch funktioniert haben, nicht etwa als "Feilschen" um Wert und Gegenwert. Nimmt man noch Tribut-Verpflichtungen dazu, bei denen der materielle Güterfluß weitgehend nur in eine Richtung stattfand, bleibt für einen "Handel" im gebräuchlichen Sinn nicht sonderlich viel Raum. Der mußte erst kulturell entwickelt und "implementiert" werden, ehe er sich zum scheinbar "alternativlosen Einheitsmodell" entwickeln konnte.

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    • DcPS

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2018

    Antwort auf Sie sollten Ihre Vermutungen zur Entwicklungsgeschichte überarbeiten von Emrymer.

    Menschenaffen können Dinge als Werkzeug verwenden, sogar in den Eigenschaften ziekstrebig verändern. Hat das Werkzeug seine Schuldigkeit fetan, verliert es an Bedeutung. Erst wenn das gebraucht wird, verwendet es das gleiche ebenso wie ein anderes Tier.
    Das ist belegt.
    Nicht belegt hingegen ist die Besitzeigenschaft - das Tier nimmt sein Werkzeug auf Wanderungen mit odrr lagert es geschützt ab, um es gezielt später zu verwenden. Genau das sind die Eigenschaften, die Gebrauch von Besitz unterscheiden.
    Selbst ein "Verleihen" als Ausdruck von Besitzdenken findet nicht statt. Andere Tiere nehmen das Werkzeug erst auf, wenn es nach Benutzung abgelegt wird - eine Übergabe ist ebenfalls nicht belegt.
    Die Lernfähigkeit der Tiere ist gegeben - durch Beobachtung wird versucht, ähnliche Werkzeuge herzustellen, oder versucht, benutztes/weggelegtes Werkzeug zu gebrauchen.
    Entsprechende filmische Belege sind in den letzten Jahren vorgelegt worden.

    Für den Begriff "Besitz" empfehle ich, bei https://de.wikipedia.org/wiki/Besitz
    nachzulesen. In Verbindung mit drr Gesellschaftsentwicklung muß man sich eindeutig an der juristisch orientierten Begriffsbestimmung halten, denn die definiert Besitz, wie er gesellschaftlich gesehen wird. Geschichtliche Bezüge sind dort ebenfalls zu finden.

    Kategotien müssen also sauber auseinandergehalten werden: Es geht um letztlich einklagbare Besitzverhältnisse - zumindest seit der Sklavenhaltergesellschaft läßt sich diese juristische Kopplung nachweisen, zuvor kann man das meinem Wissen nach nur annehnen. Streit gibt es immer, dieser muß gelöst werden. Jede Gemeinschaft hat dafür Regeln entwickeln müssen, die anerkannt wurden - ein starkes Indiz - Streit schwächt ja jede Gemeinschaft.

    Handel in der Urgemeinschaft entstand innerhalb der Gemeinschaft durch Tausch, was nur wenig betroffen haben dürfte: existenzie£e Ressourcen wurden nach Bedarf verteilt, gemeinsam in einer Art Urdemokratie. In Richtung verschiedener Gruppierungen kam es hingegen zum Austausch verschiedener, neuartiger Ressourcen - es entstanden sogar Handelsnetze. Warentausch und Münzen (hochwertig und vergleichbar im Wert) wurden ergänzend eingesetzt. Sog. Muschelgeld existierte in Südamerika, schöne Federn seltener Vögel wurden sogar verwendet. Diese Lösung ist so intuitiv, daß man sogar im Tierreich ähnliches beobachtet hat: Elstern bedankten sich für Futter und bestimmte Gegenstände mit anderen Gegenständen aus ihrem Glitzervorrat, allerdings zeitlich deutlich nacheilend. Wert ist relativ - auch das Verhalten der Elstern zeigt ein erstaunlich kooperatives Verhalten dazu.
    Handel entsteht also nicht kulturell, sondetn ist für eine Existenzverbesserung von Vorteil. Tausch ist kein kulturelles Ereignis, sondern eine existenzielle Notwendigkeit - also auch im Tierreich zu beobachten.

    Ihre Ansichten vermag ich also in keiner Weise zu akzeptieren, mit Verlaub: sie erscheinen mir abwegig. Was logischerweise dann auf ihre Schlußfolgerungen auch zutrifft.

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  • Avatar von DcPS
    • DcPS

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2018

    Antwort auf Re: Ja, so kann man das auch sehen. Oder wie Marx. Umgestalten mit Vernunft? von Aletheius la Dyaus Pitar.

    In Marxschem Stil erreichen man nicht die Bevölkerung, die hat Sorge um ihren bescheidenen Besitz, der nicht angefaßt werden soll. Besitz muß man sich erarbeiten, und nur in diesem Rahmen funktioniert auch die Weiterentwicklung. Verzichtswillen zum Gemeinwohl ist eine schwere, ethisch und moralisch hochwertige Entscheidung. Sie bildet die Voraussetzung für eine tatsächliche Veränderung der Produktionsweise, weil die Berechtigung zum Anordnen/Führen ja nicht an Fähigkeiten, sondern an Besitz gekoppelt ist. Wird das auf Befähigung umgestellt, kann demokratisch mitbestimmt werden. Mehr dürfte sich insgesamt also gar nicht ändern, Manager bleiben Manager (unter geänderten Vorgaben (Wachstum nachfragegeregelt) und geänderten Verteilungsverhältnissen).
    Gewinne im alten Sinn gibt es nicht, was verhindert, daß sich das System "totfährt", zumindest für einen längeren Zeitabschnitt (über 100 Jahre).

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Sind Ihre Vermutungen möglicherweise überholt?

    Antwort auf Re: Sie sollten Ihre Vermutungen zur Entwicklungsgeschichte überarbeiten von DcPS.

    Ich finde gerade eine Quelle nicht wieder, die ich gerne angeführt hätte, aber dafür dies:
    https://umweltnetz-schweiz.ch/konnen-tiere-planen/
    Wenn Tiere Werkzeuge an einem Ort "einlagern", um sie wiederzuverwenden, handelt es sich um einem (in dem Fall allerdings eher kollektiven denn privaten) Besitz.

    In Verbindung mit drr Gesellschaftsentwicklung muß man sich eindeutig an der juristisch orientierten Begriffsbestimmung halten

    Nö, entscheidend ist in dem Fall der soziologische Begriff. Der juristische ist nur für einen Spezialfall abgeleitet und daher nicht sinnvoll anwendbar.

    Handel entsteht also nicht kulturell

    Eh, doch - Sie haben es ja sogar gerade belegt...

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