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Avatar von OberstMeyer
  • OberstMeyer

mehr als 1000 Beiträge seit 08.01.2010

Richtig. Ein bisher meist ignorierter Aspekt

Aber, das weiß auch der Autor, die Lage für Putin ist weit komplizierter. Läßt man diesen Neoliberalismus-Aspekt isoliert stehen, entsteht auch ein schiefes Bild. Es kommt so, auch im Artikel klingt das (vielleicht ungewollt) an, zu einem gewissen Verständnis für die neoliberale Opposition und deren Schaffung und Befeuerung durch die Westmächte in kolonialistischer Absicht, sowie zu einer Fehleinschätzung der politischen Lage in Rußland.
Es ist sehr fraglich, ob Putin Optionen gegeben wären. Er hat keinen Ausweg als den Burgfrieden mit den Oligarchen, die in der Ära Jelzins durch dessen totale neoliberale Öffnung Rußlands für jegliches Kapital entstand, und die er nicht entmachten kann, ob er will oder nicht. Priorität, und das ist zu berücksichtigen, hat für ihn, eine Rückkehr zu Jelzin'schen Zuständen zu verhindern und der aggressiven Nato-Politik Paroli zu bieten. Wie lange dies gut geht, steht in den Sternen, aber er muß das drohende Chaos verhindern. Das sollte man ihm zugute halten.
Man kann ihm durchaus danken, daß uns allen ein Krieg in Europa erspart wird. Daran hat er und seine Mannschaft entscheidend Anteil.
Mehr ist nicht zu fordern, alles andere wäre auf Illusionen gebaut und auf "demokratische" Veränderungen im Sinne der vielgerühmten "westlichen Werte" kann man getrost verzichten. Das geht uns eigentlich erstmal gar nichts an.

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  • Avatar von venice12
    • venice12

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.09.2015

    Antwort auf Richtig. Ein bisher meist ignorierter Aspekt von OberstMeyer.

    " Das geht uns eigentlich erstmal gar nichts an."

    Eigentlich nicht, aber beim Atlantic Council erzählt man uns schon mal, wie "Russia after Putin" auszusehen hat, denn " the end could come in the foreseeable future" und "the regime is falling apart."

    https://www.atlanticcouncil.org/in-depth-research-reports/report/russia-after-putin-report/

    Es folgen Ausführungen dazu, was "the new leadership" tun sollte, um den westlichen Ansprüchen zu genügen. Dabei müssen die Russen nur über die Grenze gen Westen schauen, um zu sehen, was ihnen zugedacht ist: ein Land ganz nach westlichen Vorstellungen mit blühenden Landschaften als leuchtendes Beispiel für ihre eigene Zukunft.

    Könnte es sein, daß sie sagen: спасибо нам это не нужно .

    Und so wunschträumen sie weiter von einem Russland nach ihren Vorstellungen, und wenn sie nicht gestorben sind.......

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  • Avatar von macc
    • macc

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.03.2002

    Antwort auf Re: Richtig. Ein bisher meist ignorierter Aspekt von venice12.

    venice12 schrieb am 13.03.2021 11:21:

    " Das geht uns eigentlich erstmal gar nichts an."

    Eigentlich nicht, aber beim Atlantic Council erzählt man uns schon mal, wie "Russia after Putin" auszusehen hat, denn " the end could come in the foreseeable future" und "the regime is falling apart."

    https://www.atlanticcouncil.org/in-depth-research-reports/report/russia-after-putin-report/

    Nasse Träume.

    Zeigt aber auch warum jede "indigene" Opposition die
    Mittel in irgendeiner Form aus dem Ausland bezieht zu bekämpfen ist.

    Einmal Jelzin reicht vollständig. Soviel Demokratie hällt kein Land zweimal aus.

    MACC

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  • Avatar von 1. Earl of Beaconsfield
    • 1. Earl of Beaconsfield

    75 Beiträge seit 13.03.2021

    Antwort auf Re: Richtig. Ein bisher meist ignorierter Aspekt von macc.

    macc schrieb am 13.03.2021 15:17:

    venice12 schrieb am 13.03.2021 11:21:

    " Das geht uns eigentlich erstmal gar nichts an."

    Eigentlich nicht, aber beim Atlantic Council erzählt man uns schon mal, wie "Russia after Putin" auszusehen hat, denn " the end could come in the foreseeable future" und "the regime is falling apart."

    https://www.atlanticcouncil.org/in-depth-research-reports/report/russia-after-putin-report/

    Nasse Träume.

    Zeigt aber auch warum jede "indigene" Opposition die
    Mittel in irgendeiner Form aus dem Ausland bezieht zu bekämpfen ist.

    Einmal Jelzin reicht vollständig. Soviel Demokratie hällt kein Land zweimal aus.

    MACC

    Soll es ja auch nicht. Sicherlich gibt es einige derzeitige und gewesene Aussenminister, die daran glauben. Aber den meisten Menschen ist schon klar, dass solche Dinge wie Demokratieexport und Nation Building noch nie funktioniert haben. Nirgendwo.

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  • Avatar von Erstens kommt es anders...
    • Erstens kommt es anders...

    768 Beiträge seit 01.02.2021

    Antwort auf Richtig. Ein bisher meist ignorierter Aspekt von OberstMeyer.

    Man kann ihm durchaus danken, daß uns allen ein Krieg in Europa erspart wird. Daran hat er und seine Mannschaft entscheidend Anteil.

    Eben.
    Allerdings scheint genau das einigen Zeitgenossen so dermaßen quer runter zu gehen, dass genau das ein Problem für diese Spezies ist und mit etlichen Machenschaften dagegen angegangen wird!;-)

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