Liest man die Leserkommentare von Leitmedien wie ZEIT-Online – teilweise aber auch auf diesem Forum – so schlägt Menschen mit einem von der Darstellung der MSM abweichenden Blick auf das Geschehen, so wie das bei Ulrich Heyden der Fall ist, eine unglaubliche Welle des Hasses entgegen. Ausgerechnet von Seiten der moralisch angeblich doch überlegenen Mehrheit. Der öffentliche Diskurs ist seit nunmehr zweieinhalb Jahren so vergiftet, wie ich es im letzten halben Jahrhundert nie erlebt habe.
Kürzlich habe ich Ulrich Heydens Buch ausgelesen. Es bietet hervorragenden Einblick in den beschwerlichen und gefährlichen Alltag der Mensch während der letzten Jahre in den international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk. Darüber hinaus zeigt es einige wenig bekannte politische Hintergründe auf.
Ich schätze den Autor als genauen, integren Beobachter. Das Buch ist überwiegend eine Zusammenfassung bereits zuvor in verschiedenen Zeitschriften veröffentlichter Berichte. Offensichtlich wurde es nach Beginn der russischen Intervention recht hastig zusammengestellt. Mir fehlt so etwas der rote Faden. Gesamturteil jedoch: Unbedingt lesenswert.