1991 arbeitete Heyden als Dokumentationsjournalist im Spiegel-Archiv. Seit 1992 ist er freier Korrespondent in Moskau für die Wochenzeitung der Freitag.[1] Seit 2010 berichtet er für Telepolis,[2] seit 2011 für die Nachdenkseiten,[3] seit 2016 für den russischen Staatssender RT und seit 2017 für das verschwörungstheoretische Onlinemagazin Rubikon.[4]
Von 2001 bis 2014 war er Korrespondent für die Sächsische Zeitung in Moskau.[5] Zum 30. Juni 2014 kündigte die Zeitung den Honorarvertrag wegen „Qualitätsmängeln“ seiner Arbeit.[6] Seine Klage gegen die Kündigung scheiterte in erster und zweiter Instanz.[7] Auch andere Zeitungen – wie die Salzburger Nachrichten, Die Presse, Aargauer Zeitung, Südostschweiz, Mittelbayerische Zeitung und der Südkurier – stellten nach jahrelanger Zusammenarbeit den Abdruck seiner Artikel ein. Die Wochenzeitung in Zürich, für die er seit 1992 schrieb,[8] wollte seine Akkreditierung in Russland 2015 nicht weiter beantragen. Als Grund wurde ein Artikel[9] für Telepolis genannt, in dem Heyden eine neutrale Position verlassen und sich auf die Seite der international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk gestellt habe. Mit Neues Deutschland, für das er seit 1992 schrieb,[10] beendete Heyden 2017 wegen Meinungsverschiedenheiten über eine Krim-Reportage die Zusammenarbeit.[11] Am 23. März 2022 wurde Ulrich Heyden von der Chefredaktion des Freitag aufgrund seiner unterstützenden Positionierung für Russland nach dessen Überfall auf die Ukraine angekündigt, man werde bis auf weiteres davon absehen, seine Texte zu veröffentlichen.[12]
Nun ja. Ich würde mal sagen, die allseits sonst gewünschte journalistische Objektivität ist dann wohl eher nicht zu erwarten, worauf ja letztlich auch diese Rezension schliessen lässt.