Ich glaube, man muss hier auf das Argument eingehen, es handle sich um eine politisch zu entscheidende Frage, etwa bei der Priorisierung. Oder eben bei der Impfung von Jugendlichen.
Den Autor muss man fragen, ob man bei Fragen zur öffentlichen Gesundheit tatsächlich eine unabhängige Einrichtung mit der entsprechenden Sachkompetenz einfach übergehen darf. Wenn die Stiko als technokratischer Haufen abgekanzelt wird und von der Herrschaft der Technokraten geredet wird, dann sind wirklich alle Einfallstore für Beliebigkeit geöffnet. Man muss auch die Politiker, die auf die "Durchimpfung" von Kindern und Jugendlichen drängen, mal danach fragen, ob sie Verantwortung dafür tragen können, wenn jungen Menschen ein Stoff verabreicht wird ohne Not und ohne ausreichende Datenbasis.
Aber bei der Impffrage wurden ohnehin schon reihenweise bewährte Standards bei Studien und Zulassung über den Haufen geworfen. Wenn alles so weitergeht, dann wird die Weltbevölkerung geimpft sein, wenn die noch laufenden Studien beendet werden. Ist das Standard der Wissenschaft?