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  • Ei Ti

132 Beiträge seit 15.01.2017

Die Stiko als "die bösen Technkraten" darzustellen ist wohl sehr kurz gegriffen

Das ist eine wichtige Klarstellung, die zum Kern des Konflikts führt. Diejenigen, die jetzt kritisieren, dass man angeblich die Stiko übergangen habe, wollen möglichst keinen Ermessensspielraum der Politik, sondern plädieren für eine technokratische Herrschaft von nicht gewählten Expertengremien, die angeblich nur die reine Wissenschaft exekutieren. Daher ist die Entscheidung des Bundesgesundheitsministers als Schritt gegen diese Herrschaft der Technokraten zu begrüßen.

Leider wurde bei der Analyse die Aufgabe der Stiko falsch verstanden und völlig ausgeblendet, dass die Politik
- sich in einem Wahlkampf befindet und
- die Strategie "Herdenimunität" durchsetzen will, um einerseits das "Kinderproblem"
(Kita/Kindergarten/Schule) zum Schulbeginn gelöst zu haben und andererseits die Pandemie kurz vor den Wahlen als "quasi beendet" ("besiegt") deklarieren zu können.
So das "Politikernarrativ", um rechtzeitig zum Wahltermin Ende September sich positiv darstellen zu können.

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