um Ernsthaft die Energiewende zu schaffen, müssen die PV- und WK- Anlagen möglichst viel des Winterverbrauchs also die Monate Nov-Feb. abdecken.
Das führt dazu dass im Sommer um den Faktor 15 bis 20 zuviel Strom zur Verfügung steht der in der Größenordnung keinesfalls in Akkus gespeichtert werden kann (abgesehen davon wäre 1 LAde/ Entladezyklus/ Jahr ressourcentechnisch Wahnsinn)
Mal ein paar überschlägige Daten aus meiner Anlage:
~9.5KWp, Südsüdwest nähe Nürnberg. Durchnittliche Erzeugung ca 25,5KWh/ Tag bei einem Verbrauch von im Schnitt 15KWh/ Tag incl. 10kw/h Speicher. (6 Personen Haushalt, Warmwasser im Sommer über BW-WP, E-Auto)
Problem ist nur dass im Sommer ca. 50 bis 65 KWh/ Tag vom Dach kommen --> im Winter im Schnitt halt nur 3- 5KW/h, oder halt auch mal 0 wenn Schnee liegt.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir eher auf 40KWp vergrößern müssten um auch im Winter einigermaßen über den Tag kommen, ergo wären wir dann im Sommer bei ungefähr 200-250KWh pro Tag. Diese Zahlen sind jetzt nur mal hier nur auf einen Haushalt bezogen
Hochgerechnet wenn alle Haushalte und Industrie in ganz DE mit PV/ Wind versorgt würden, dann wäre ein massiver Stromüberschuss vorhanden den man einfach verpuffen lassen müsste
Selbst wenn jeder ein E-Auto hätte und diese Batterien als Puffer genutzt werden würde bekommt man nicht genug GWh Kapazität zusammen
Bidirektionales Laden kann also maximal möglich zum Stützen der Netze zb. als Momentanreserve dienen.
unterm Strich gesehen ist der Wirkungsgrad bei der Umwandlung des Stroms in H2, CH4 oder in Flüssigtreibstoffe relativ egal.
Die Endprodukte sind aber Stoffe die technisch einfach lagerbar sind und Bedarfsgerecht verstromt bzw in Mobilität umgesetzt werden können.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.01.2022 16:42).