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552 Beiträge seit 28.01.2024

Agenda galore?

"Also, ich nenne das, was hier passiert ist, Forschungsbetrug."

Und ich dachte es handelt sich um Artikel, die in der SZ veröffentlicht worden seien? Da es sich dabei um Presseartikel handelt - was prinzipiell von der Glosse, über den Kommentar, den Leitartikel, die Kolumne bis zum Cartoon so ziemlich das gesamte Spektrum umfassen kann - und die SZ sicherlich kein wissenschaftliches Publikationsorgan ist, sehe ich nicht, wo es sich hier um "Forschungsartikel" gegangen sein soll, deren Bewertung nun in einem "Forschungsbetrug" münden würde.

Wenn jemand Gefallen daran findet, nicht adäquat zitierte Stellen in Texten ausfindig zu machen, und darauf hinzuweisen, dann ist das sicherlich ein interessantes Hobby, an dem an sich zunächst nichts Verwerfliches ist.
Aber: Wem die Resonanz auf die eigenen Befunde nicht gefällt und deswegen nun anfängt, "Betrug§" zu rufen, wenn andere Personen zu anderen Schlüssen kommen, der muss sich die Frage gefallen lassen, ob es ihm um die Sache geht, oder um das Verfolgen einer persönlichen Agenda.

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  • Avatar von Grober_Unfug
    • Grober_Unfug

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2003

    Antwort auf Agenda galore? von .

    Soweit ich das verstanden habe - hat Herr Weber auf eine von der SZ ( möglicherweise bei geeigenten Stellen) in der Uni Salzburg in Auftrag gegebenes "Gutachten" regiert, dass keine Beweise für "relevantes wissenschaftliches Fehlverhalten" in Föderl-Schmids Dissertation gefunden haben will....
    Er sieht in seinem Gutachten (naturgmäß) die Dinge anders - und wird zu dieser Causa in zwei Artikeln Stellung nehmen.

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    552 Beiträge seit 28.01.2024

    Antwort auf Re: Agenda galore? von Grober_Unfug.

    Ich mag mich irren (und lasse mich gerne korrigieren), aber soweit ich das verstanden habe, scheint es hier zwei voneinander getrennte Abläufe zu geben:

    1. Die Überprüfung der Dissertation durch eine hochschuleigene Kommission
    2. Die Überprüfung von SZ-Artikeln durch eine Kommission, die von der SZ in Auftrag gegeben worden ist.

    Was die Dissertation betrifft, so hat die Hochschule das letzte Wort. Wenn die die Dissertation überprüfen und zu dem Schluss kommen, dass kein relevantes wissenschaftliches Fehlverhalten vorgelegen hat, dann gilt das zunächst so. Man mag dann als Außenstehender seine Zustimmung oder seinen Missmut dazu äußern - aber wozu?

    Was die SZ-Artikel betrifft, so haben die mit Forschung oder gar "Forschungsbetrug" rein gar nichts zu tun - vollkommen unabhängig davon, wie viel dort "plagiiert" wurde oder nicht. Sogar ein Relotius hat im strengen Wortsinne keinen Forschungsbetrug begangen, da seine Artikel keine Forschungsaufsätze waren.

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  • Avatar von szul
    • szul

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.06.2003

    Antwort auf Re: Agenda galore? von .

    JohnDoe777 schrieb am 03.06.2024 10:02:

    2. Die Überprüfung von SZ-Artikeln durch eine Kommission, die von der SZ in Auftrag gegeben worden ist.
    ...
    Was die SZ-Artikel betrifft, so haben die mit Forschung oder gar "Forschungsbetrug" rein gar nichts zu tun - vollkommen unabhängig davon, wie viel dort "plagiiert" wurde oder nicht.

    Der "Forschungsbetrug" ist nicht der Vorwurf gegen die Autorin der Artikel - da geht es um den Plagiats-Vorwurf .
    Der "Forschungsbetrug" richtet sich gegen die Überprüfung der Artikeln durch die von der SZ beauftragte Kommission. Denn ein solches Gutachten sollte natürlich wissenschaftlichen Standards genüge tun.

    "Also, ich nenne das, was hier passiert ist, Forschungsbetrug."

    Weber erhebt im Telepolis Podcast schwere Vorwürfe gegen die Kommision, die im Auftrag der Süddeutschen Zeitung die Vorwürfe untersucht und mutmaßlich entkräftet hat.

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    552 Beiträge seit 28.01.2024

    Antwort auf Re: Agenda galore? von szul.

    szul schrieb am 03.06.2024 10:15:

    Der "Forschungsbetrug" richtet sich gegen die Überprüfung der Artikeln durch die von der SZ beauftragte Kommission. Denn ein solches Gutachten sollte natürlich wissenschaftlichen Standards genüge tun.

    Danke!
    Kann man so sehen. Man kann es aber auch so sehen, dass die SZ die eigenen Artikel bewerten (lassen) kann, wie sie wollen. Es gibt keine allgemeingültigen Standards für die Bewertung von "Plagiarismus" in Zeitungsartikeln, da dies von der Art und Form des Artikels, dessen Inhalt, sowie von der Intention des Verlags und der Redation abhängt, was man tolerieren will und was nicht.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 05.06.2020

    Antwort auf Re: Agenda galore? von .

    JohnDoe777 schrieb am 03.06.2024 10:19:

    szul schrieb am 03.06.2024 10:15:

    Der "Forschungsbetrug" richtet sich gegen die Überprüfung der Artikeln durch die von der SZ beauftragte Kommission. Denn ein solches Gutachten sollte natürlich wissenschaftlichen Standards genüge tun.

    Danke!
    Kann man so sehen. Man kann es aber auch so sehen, dass die SZ die eigenen Artikel bewerten (lassen) kann, wie sie wollen. Es gibt keine allgemeingültigen Standards für die Bewertung von "Plagiarismus" in Zeitungsartikeln, da dies von der Art und Form des Artikels, dessen Inhalt, sowie von der Intention des Verlags und der Redation abhängt, was man tolerieren will und was nicht.

    Ja, das kann man so sehen. Die Alpen-Prawda findet sich selber spitze. Der ehemalige Abonnent sieht das etwas differenzierter, was er tolerieren will und was nicht.
    Statista:
    "Die verkaufte Auflage der Süddeutschen Zeitung (SZ) lag im ersten Quartal 2024 bei gut 271.300 Exemplaren. Das stellt gegenüber dem vierten Quartal 2015 einen Auflagenrückgang um mehr als 100.000 Exemplare dar."

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.06.2024 11:23).

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